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Rat beauftragt Verwaltung mit der Planung einer Erweiterung in Niederdresselndorf
Langfristige OGS-Lösung das Ziel

tile Burbach. Eine räumliche Erweiterung der Hickengrundschule am Standort Niederdresselndorf wurde nun vom Burbacher Rat in seiner letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel auf den Weg gebracht. Die Abgeordneten stimmten geschlossen dafür, dass die Verwaltung entsprechende Planungen vorantreibt, um genug Kapazitäten für die aus allen Nähten platzende offene Ganztagsschule (OGS) zu schaffen. Dafür stehen im parallel beschlossenen Haushalt finanzielle Mittel in Höhe von 95 000 Euro zur Verfügung. Zuletzt hatte die Gemeinde im jüngsten Schulausschuss die Idee eines seperaten Gebäudes auf dem Schulgelände ins Spiel gebracht (die SZ berichtete).

tile Burbach. Eine räumliche Erweiterung der Hickengrundschule am Standort Niederdresselndorf wurde nun vom Burbacher Rat in seiner letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel auf den Weg gebracht. Die Abgeordneten stimmten geschlossen dafür, dass die Verwaltung entsprechende Planungen vorantreibt, um genug Kapazitäten für die aus allen Nähten platzende offene Ganztagsschule (OGS) zu schaffen. Dafür stehen im parallel beschlossenen Haushalt finanzielle Mittel in Höhe von 95 000 Euro zur Verfügung. Zuletzt hatte die Gemeinde im jüngsten Schulausschuss die Idee eines seperaten Gebäudes auf dem Schulgelände ins Spiel gebracht (die SZ berichtete).

Allein schon die hohen Planungskosten verpflichteten dazu, eine langfristige Lösung für mindestens zehn bis 15 Jahre und nicht nur eine Maßnahme für die nächsten fünf Jahre zu realisieren, forderte die SPD-Fraktionschefin und Vorsitzende des Schulausschusses, Nicole Schoeppner. Aber noch wichtiger: Es gebe einen zunehmenden Betreuungsbedarf durch den offenen Ganztag. Schon in ihrer Haushaltsrede hatte die Sozialdemokratin auf den aktuell diskutierten Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz ab 2026 hingewiesen.

Bürgermeister rechnet nicht mit OGS-Rechtsanspruch

Ob und wie schnell ein solcher Anspruch tatsächlich kommen werde, sei aus seiner Sicht fraglich, meinte Bürgermeister Christoph Ewers. Angesichts des erheblichen Mangels an entsprechendem pädagogischen Fachpersonal glaube er nicht, dass es so bald einen OGS-Rechtsanspruch geben werde. Gleichwohl sei das Anliegen der SPD berechtigt. Auch die Verwaltung sehe die Notwendigkeit und strebe eine langfristige Lösung an. Diese sei in Niederdresselndorf wahrscheinlich einfacher umzusetzen, als beispielsweise in Burbach.

Zwei Tagesordnungspunkte später ging es erneut um die Schulen. Die SPD beantragte, die Verwaltung damit zu beauftragen, die gemeindliche Schulentwicklungsplanung zeitnah zu aktualisieren. Verbunden mit dem Zusatz: „Um einen unverstellten Blick von außen zu gewährleisten, ist hierzu der professionelle Sachverstand eines externen Planungsbüros heranzuziehen.“

Keine Änderung in der Schullandschaft zu erwarten 

Antwort des Verwaltungschefs: Derzeit mache es wenig Sinn, einen Schulentwicklungsplan aufzustellen oder den alten fortzuschreiben, der mit der Entscheidung für die gemeinschaftliche Sekundarschule hinfällig geworden sei. Absehbar seien keine Änderungen in der Schullandschaft zu erwarten, es sei denn, das Land entscheide etwa Neues.

Dennoch ließ sich Ewers auf das Gedankenspiel ein. Ein externes Fachbüro könne zu dem Schluss kommen, dass es schulorganisatorisch und pädagogisch sinnvoller sei, ein Primarschulzentrum in Burbach neu zu bauen. „Ich glaube nicht, dass das jemand will“, mutmaßte der Bürgermeister. Gleiches gelte im Kleinen: Aus denselben Überlegungen könnte im Hickengrund ein einziger Schulstandort empfohlen werden. Dazu habe es in jüngerer Vergangenheit aber eine klare Entscheidung für die Zwei-Standorte-Lösung gegeben.

Hierauf betonte Nicole Schoeppner nochmals, dass die SPD-Fraktion im jüngsten Schulausschuss nicht die Standortfrage gestellt habe. Warum aber kein Schulentwicklungsplan aufgestellt werden solle, erschloss sich ihr weiterhin nicht. „Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir nichts zu entwickeln“, entgegnete Jochen Becker, zuständiger Fachbereichsleiter der Gemeinde. Anstatt einen allgemeinen Schulentwicklungsplans zu erarbeiten, schaue man sich die Schulen individuell an, um diese bedarfsorientiert zu verändern, auszubauen oder zu optimieren.

Beide Standorte voraussichtlich stabil einzügig 

In der aktuellen Situation, sei es „kein Hexenwerk“ die Entwicklung der Hickengrundschule zu prognostizieren, ergänzte Bürgermeister Ewers. Es sei davon auszugehen, dass beide Standorte in den kommenden Jahren stabil einzügig blieben und der OGS-Bedarf entsprechend angepasst werden könne. Anders sehe es in Burbach aus. Hier seien die Erweiterungskapazitäten deutlich eingeschränkt. Die zuletzt von der Verwaltung angedachten Alternativen boten lediglich mittelfristige Lösungen, mit denen niemand so recht zufrieden war. Daher wolle man in diesem Fall nun externes Know-how einholen. Der Rat verzichtete darauf, die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans zu beschließen.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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