Laut, hart und gut

Sänger Ben Olin und seine Beautiful Republic wurden ihrer Rolle als Headliner der Jesus Rock Night in Würgendorf mehr als gerecht.  Foto: rög
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rög Würgendorf. Wenn sich Bratwurst-Duft und Trockeneisnebel vermischen, dann ist Festival-Zeit. Dieses ganz besondere Flair herrschte auch bei der Jesus Rock Night am Freitagabend auf dem Gelände der Firma Dornseiff in Würgendorf. Und spätestens mit der nunmehr dritten Auflage des von CVJM und Ev. Gemeinschaft veranstalteten Band-Marathons sollte sich das Musik-Event endgültig in den Köpfen und Terminkalendern der Fans christlicher Rockmusik verankert haben. Aber längst nicht nur junge Christen dürfte das Festival ansprechen, denn jeder der auf gut gemachte Gitarrenmusik steht, vor allem wenn sie laut und hart ist, findet hier die passende Band. So auch am Freitag, als sich rund 750 meist sehr junge Fans vor der Bühne drängten, kreischten und tanzten.

Den Auftakt des Konzertes bestritt eine von zwei regionalen Bands: L.A. Punch lösten die Aufgabe des Festival-Anheizers mit Bestnote. Die junge, fünfköpfige Formation aus Olpe präsentierte frischen Punkrock und mit Frontfrau Vanessa eine der wenigen Mädels auf den Bühnenbrettern. Die zweite weibliche Leadstimme des Abends bot die Band Solid Chilled auf. Ann Kathrin Morgenschweis verlieh mit ihrer markanten Stimme den Alternativ-Rock-Klängen der Combo die richtigen Akzente. Die Gruppe aus Siegen war bereits bei mehreren Bandwettbewerben erfolgreich und enttäuschte auch die Fans in Würgendorf nicht. Endgültig auf Betriebstemperatur war das Publikum beim Auftritt von Good Weather Forecast, denn ihr Name war Programm. Gute-Laune-Songs wie „Excuse Me“ und „No Compromise“ brachten dank ihrer extrem tanzbaren Mischung aus Ska, Punk und Reggae die Halle zum Toben.

Nach beeindruckend kurzer Umbaupause enterten dann mit This Beautiful Republic die Headliner der diesjährigen Jesus Rock Night die Bühne und bewiesen ohne Umschweife, dass es noch etwas lauter, härter und schweißtreibender geht. Der enorm druckvolle Independent-Rock, den die Band selbst als einen Stilmix aus Silverchair und Jimmy Eat World beschreiben, ließ endgültig jedes Klischee von christlicher Rockmusik vergessen machen. Mit treibenden Gitarren und den Power-Vocals von Sänger Ben Olin schafften es die fünf Jungs aus Ohio (USA) eindrucksvoll, die Stimmung permanent am Siedepunkt zu halten. In Erinnerung bleiben Songs wie „My God“ oder „No Turning Back“, doch überraschte die Band, die sehr viel härter klang als auf ihren beiden Studioalben „Even Heroes Need A Parachute“ und „Perceptions“ auch mit einer Hardcore-Version des Gnarls-Barkley-Hits „Crazy“.

Für den lautstarken Abschluss eines gelungenen Festivals sorgte die Band Arson, die sich ebenfalls der härteren Gangart verschrieben hat. Die vierköpfige Gruppe aus Gummersbach mischt bereits seit acht Jahren die christliche Musikszene auf und begeisterte auch in Würgendorf mit ihrem sehr individuellen Hardrock-Stil. Das Gastspiel der Christmas-Rock-Veteranen kann als weiterer Beleg dafür gewertet werden, dass sich die Jesus Rock Night in der Szene etabliert hat. Und gelingt es dem Organisationsteam auch in Zukunft solche Line-Ups aufzubieten, wird diese Erfolgsgeschichte sicher fortgeschrieben werden können.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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