Videoüberwachung: Pilotprojekt soll demnächst gestartet werden
Licht aus, Aufnahme läuft

tile Burbach. Die Entscheidung, an ausgewählten öffentlichen Gebäuden in Burbach eine Videoüberwachung einzuführen, haben sich Politik und Verwaltung nicht leicht gemacht. Das Thema ist sensibel. Der Ärger über Vandalismus und regelmäßige Verschmutzungen vor allem an Schulen aber ist groß. Und so einigte man sich im November 2018 darauf, ein Pilotprojekt auf den Weg zu bringen und den Einsatz von Kameras zu testen. Inzwischen sind die technischen Vorbereitungen nahezu abgeschlossen. Noch im laufenden Schuljahr 2019/20 soll der „Testballon“ abheben.

Kameras werden an Schulen zum Einsatz kommen

Im vergangenen Jahr habe man die Voraussetzungen geschaffen, um nun bald mit der Videoüberwachung zu beginnen, bestätigt Jochen Becker, zuständiger Fachbereichsleiter im Burbacher Rathaus. Zunächst habe man sich Gedanken darüber gemacht, welche Bereiche überwacht werden sollen und welches Equipment dafür notwendig ist. Die Kameras werden an der Grundschule Burbach und der Dreifachturnhalle am Schulzentrum zum Einsatz kommen. Mit Details, wo genau die Technik angebracht werden soll, hält sich Jochen Becker zurück. An der Sekundarschule gebe es bereits Kameras zur Baustellensicherung. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, sollen sie an anderen Stellen angebracht werden.

Gesetzeslage wird noch einmal geprüft

Alle Anschlüsse seien jetzt vorhanden. Zum Teil habe man bestehende Leitungen nutzen können, an anderer Stelle habe man Kabel verlegen müssen. Nun warte die Verwaltung quasi auf die Lieferung der Videokameras. Bei den Aufnahmegeräten sei vor allem auf eine gute Bildqualität im Nachtmodus Wert gelegt worden, verrät Jochen Becker. Die jeweiligen Modelle habe man abhängig von den Örtlichkeiten gemacht, an denen die Technik zum Einsatz kommen soll. Ausschnitt (Winkel) und Tiefenreichweite wurden bedarfsgerecht ausgewählt. Auf schwenkbare Modelle sei bewusst verzichtet worden.
Noch nicht abgeschlossen ist das Konzept der Datenspeicherung und Einsichtnahme. Zurzeit werde etwa noch die Aufzeichnungsdauer erörtert. Dazu werde die Gesetzeslage noch einmal geprüft. In punkto „Datenauswertung“ sollen grundsätzlich die Hausmeister der jeweiligen Gebäude eingebunden werden. Die Idee ist, dass sie die Aufnahmen nur bei Auffälligkeiten einsehen, beispielsweise bei Vandalismusschäden. Dann sollen die Aufzeichnungen der vorangegangenen Nacht (bzw. des Wochenendes) überprüft werden.

Alarm-Funktion grundsätzlich vorhanden 

Eine Art stillen Alarm werde es zunächst nicht geben, auch wenn im Bereich der Sekundarschule über diese Möglichkeit nachgedacht worden sei, so Jochen Becker. Die technischen Voraussetzungen dafür, dass die Kameras und Bewegungsmelder Alarm auf entsprechend synchronisierten Handys auslösen, seien ebenfalls prinzipiell vorhanden. Mit der Installation der statischen Kameras „sind wir nicht am Ende unserer Ideen“, sagt der Fachbereichsleiter. Aber das sei Zukunftsmusik.
Für das Pilotprojekt standen rund 30 000 Euro zur Verfügung. Die bei Bewegung auslösende LED-Beleuchtung an der Dreifachturnhalle und an der Sekundarschule, die Bestandteil des Gesamtpakets ist, sei bereits in Betrieb, weist Jochen Becker auf die ersten durchgeführten (sichtbaren) Maßnahmen hin. In den nächsten Wochen/Monaten soll nun mit der Inbetriebnahme der Kameras nachgezogen werden.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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