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Gestaltung kostet 1,64 Millionen Euro
Mehr als nur ein Schulhof

Der Bau der Aula und des Verwaltungsgebäudes als Lückenschluss der beiden bestehenden Gebäude liegt im Plan. Jetzt machen sich Verwaltung und Politik auch intensiv Gedanken über die Gestaltung der Außenanlage.
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  • Der Bau der Aula und des Verwaltungsgebäudes als Lückenschluss der beiden bestehenden Gebäude liegt im Plan. Jetzt machen sich Verwaltung und Politik auch intensiv Gedanken über die Gestaltung der Außenanlage.
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tile Burbach. „Bis wann können wir uns anmelden und wieder zur Schule gehen?“, fragte Nicole Schoeppner (SPD), Vorsitzende des Burbacher Schulausschusses, nach der Präsentation von Thomas Laufenburg und sprach damit aus, was so manches Ausschussmitglied gedacht haben mag. Der Wilnsdorfer Landschaftsplaner hatte in der gemeinsamen Sitzung des Schul- sowie des Bau- und Planungsausschusses das Konzept für die Neugestaltung der Außenanlage der Gemeinschaftlichen Sekundarsschule erörterte. Während das neue Verwaltungsgebäude derzeit in die Höhe wächst, wachsen seit der Entwurfsvorstellung Vorfreude und Spannung auf das „Drumherum“.

Vier Nutzungsbereiche vorgesehen
In vier Bereiche unterteilt Laufenburg die Fläche unterhalb des dann dreiteiligen Gebäudeensembles.

tile Burbach. „Bis wann können wir uns anmelden und wieder zur Schule gehen?“, fragte Nicole Schoeppner (SPD), Vorsitzende des Burbacher Schulausschusses, nach der Präsentation von Thomas Laufenburg und sprach damit aus, was so manches Ausschussmitglied gedacht haben mag. Der Wilnsdorfer Landschaftsplaner hatte in der gemeinsamen Sitzung des Schul- sowie des Bau- und Planungsausschusses das Konzept für die Neugestaltung der Außenanlage der Gemeinschaftlichen Sekundarsschule erörterte. Während das neue Verwaltungsgebäude derzeit in die Höhe wächst, wachsen seit der Entwurfsvorstellung Vorfreude und Spannung auf das „Drumherum“.

Vier Nutzungsbereiche vorgesehen

In vier Bereiche unterteilt Laufenburg die Fläche unterhalb des dann dreiteiligen Gebäudeensembles. Die erste ist so pragmatisch wie notwendig: Parkplätze. Davon soll es künftig ein paar mehr geben als bisher. Ein Ort zum Abschalten und Erholen soll der Pausenbereich mit wassergebundener Wegefläche werden. Alles soll behindertengerecht auf ein Bodenniveau gebracht werden. Vor der Mensa ist eine größere Freifläche eingeplant, um dort auch Veranstaltungen durchführen zu können. Gleich daneben sollen mehrere Dachplantanen mit ortsfester Möblierung (Sitzbänke) Platz für 30 bis 40 Personen bieten. Als Blickfang könnte eine Spielskulptur (mit Fallschutzbelag) dienen, an der Geländeoberkante des zur Hellertalschule abfallenden Hangs ist eine Sitzstufenanlage mit Betonblöcken vorgesehen. Von dort hätte man freie Sicht auf den neu anzulegenden Naturpfad am Hang.

Einen Spiel- und Bewegungsbereich hat Laufenburg unterhalb von Gebäude I eingeplant. Im Zentrum steht ein Kleinspielfeld für Basketball und Volleyball samt einer Sitzstufenanlage aus natürlichen Steinquadern als eine Art Tribüne. Etwas davon entfernt biete sich eine zweite (kleinere) Sitzstufenanlage an. Möglich seien auch ein Trampolinspiel, eine Streetworkanlage, Balancierspiele (allesamt mit Fallschutzbelag gesichert) sowie eine Röhrengeländerutsche, die auf dem bestehenden Treppenpodest im Hang endet, schlägt der Planer vor. Hochbeete sollen diesen Bereich abrunden.

Oberhalb der jetzigen Zufahrt zum Gebäude I sieht der Entwurf Platz für zwei Freiluftklassenzimmer vor, u. a. auch für Theaterinszenierungen nutzbar, die den vierten Bereich bilden. Dort sollen auch ausreichend Fahrradstellplätze vorgehalten werden.

Förderung von 50 Prozent erwartet

Der Plan sei natürlich mit der Schulleitung vorbesprochen worden, beantwortete Thomas Leyener, zuständiger Fachbereichsleiter der Verwaltung, entsprechende Rückfragen. Armin Schneider (UWGB) lobte den pädagogischen Ansatz der Planung. Dirk Müller (Grüne) regte an, über eine Ladestation für E-Bikes nachzudenken. Für den zukünftigen Haupteingang oberhalb des neuen Verwaltungsgebäudes, wo es Lehrerparkplätze geben wird, soll es eine Ladestation für E-Autos geben, so Leyener. Die Erfahrung zeige hingegen, dass E-Biker ihre (teuren) Akkus mit ins Gebäude nähmen, um sie aufzuladen.

Billig wird die gesamte Maßnahme nicht. Die Gemeindeverwaltung rechnet mit einem Kostenvolumen in Höhe von rund 1,64 Mill. Euro. Hierbei sei die Größe der Fläche (6300 Quadratmeter) zu berücksichtigen, „die erstmals seit 50 Jahren neu gestaltet wird“, wie es in der Beschlussvorlage heißt. Zudem ist man im Rathaus optimistisch, 50 Prozent der Planungs- und Baukosten aus Mitteln der Städtebauförderung zu generieren. Eine entsprechende Vorabstimmung mit der Bezirksregierung Arnsberg habe stattgefunden. Greift die Förderung, müsste Burbach „nur“ rund 818 000 Euro Eigenmittel aufbringen.

"Maximalversion" oder abgespeckte Variante?

Eine „Schulhofgestaltung in dieser Art erstaunt“, meinte stellv. SPD-Fraktionsvorsitzender Volker Gerstner. Insbesondere für das Mini-Sportfeld und das Freilufttheater stellte er die Sinnfrage. Es sei eine „Maximalversion“, meinte Harri Herrmann (SPD). Der Schulhof gehöre aber sicher zu einer Schule dazu, wusste der ehemalige Holzhausener Grundschulleiter. Am Ende stehe die Frage: „Was wollen wir uns leisten, was können wir uns leisten.“ In der Tat sei dies eine „sehr ambitionierte Maßnahme“, befand CDU-Fraktionschef Thomas Helmkampf. Man müsse bei der Detailplanung genau hingucken.

Die Planung sei zunächst ein Türöffner zu den Förderkulissen, erklärte Bürgermeister Christoph Ewers. Die Antragsfrist ende am 30. September. Bis März/April gebe es dann Klarheit darüber, ob und in welchem Umfang eine Förderung in Frage kommt. Was vorgestellt wurde, sei nicht zwingend die finale Planung. Und: „Eine Garantie auf Fördermittel gibt es nicht – was dann?“ Unstrittig sei, dass etwas getan werden müsse. Ein Drittel des Schulhofs werde auf links gedreht.

"Es geht um Quartiersgestaltung"

Kostentreiber seien im Übrigen der Tiefbau sowie die ohnehin notwendigen Pflasterarbeiten, weniger die eigentliche Gestaltung. Außerdem dürfe man nicht außer Acht lassen, dass das Gelände auch für das angrenzende Wohngebiet relevant sei. Es gehe um Quartiersgestaltung. Anwohner könnten und sollten die Flächen mitbenutzen. „Es geht um mehr als eine Schulhofgestaltung“, betonte Ewers.

50 Jahre sei die Fläche nur gepflastert gewesen, rief Matthias Moos (CDU) in Erinnerung, dass man hier in der Vergangenheit so gut wie kein Geld ausgegeben hat. Aber: Lehrmethoden seien moderner geworden, der Schulhof müsse es auch werden, warb er sinngemäß für eine Investition. „Wir bauen da oben eine richtig gute Schule aus. Diese Außenanlage rundet das Gesamtkonzept ab“, schloss Nicole Schoeppner, ehe beide Ausschüsse einstimmig für die Planung (vorbehaltlich abschließender Haushaltsberatungen und der 50-Prozent-Förderung) votierten.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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