Mehr Platz und neue EDV sollen Bibliothek stärken

Diplom-Bibliothekar Thomas Vitt (r.) legte dem Fachausschuss gestern Abend eine äußerst erfreuliche Bücherei-Bilanz für das Vorjahr vor.  Foto: dibi
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dibi Burbach. Die Gemeindebücherei Burbach konnte auch in 2009 den positiven Trend der Vorjahre bestätigen. Dies geht aus dem inzwischen zehnten Jahresbericht des Leiters der Bibliothek, Thomas Vitt, hervor, der gestern Abend dem Ausschuss für Schulen. Kultur, Sport und Soziales vorgestellt wurde. So hat sich die Gesamtzahl der Ausleihen um 8 Prozent weiter erhöht; der Umsatz stieg um 6 Prozent. Weit über 8000 Menschen jeden Alters besuchten im vergangenen Jahr die Bücherei, um Medien zu entleihen, zu verlängern und abzugeben oder um an literarischen Veranstaltungen und Bibliotheksführungen teilzunehmen. Durchschnittlich 200 Medien wurden pro Öffnungstag verbucht. Statistisch betrachtet ist der Medienbestand laut Vitt „3,5mal komplett mitgenommen worden“.

Im Mittelpunkt des Kundeninteresses mit 62 Prozent der Entleihungen stehen immer noch die Bücher (rund 7000). Zunehmende Wertschätzung erfahren die Non-Print-Medien (rund 1400 Hörbuch- und Musik-CDs) mit einem Ausleihanteil von 17 Prozent.

Kinder und Jugendliche sind mit 43 Prozent der aktiven Benutzer häufige Kunden der Bücherei. Sie tätigen etwa die Hälfte der Ausleihen; davon entfallen über 80 Prozent auf Print-Medien.

Der leichte Rückgang bei den Neuanmeldungen und den aktiven Benutzern zeigt laut Vitt aber auch, wie sehr die Bibliothek von externen – hier demographischen – Faktoren abhängig ist, auf die sie keinen Einfluss hat. Er entspricht recht genau der geringeren Zahl an Schülern, die mit ihrer Klasse die Bücherei besucht haben. Nämlich eine weniger als im Vorjahr, weil die Grunschule Burbach in der 4. Klasse nur noch vierzügig ist.

Der Zuspruch, den die Burbacher Bibliothek genießt, resultiert den Ausführugnen des Leiters zufolge u. a. aus der Qualität des Medienangebots. Vitt: „Bestandsaufbau und -erschließung sind hier noch ‘Chefsache’ und werden gezielt entsprechend dem lokalen Bedarf erledigt.“ Es finde nicht – wie in anderen Bibliotheken üblich – „ein bequemes, aber teures Outsourcing durch Einkauf von standardisierten Fremddienstleistungen“ statt. Dies bedeute aber auch beispielsweise in 2009: Insgesamt 4316 intellektuelle Einzelfallentscheidungen über den Zu- oder Abgang von Medien, welche anschließend Stück für Stück und Schritt für Schritt von Hand bearbeitet werden, bis sie entweder zur Ausleihe zur Verfügung stehen oder ausgesondert sind.Wichtig für die weitere Entwicklung sind laut Thomas Vitt die räumliche Situation und die materielle Infrastruktur. Die Gemeindebücherei habe sich seit der Eröffnung im Frühjahr 2000 überaus positiv entwickelt und erfreue sich an ihrem jetzigen Standort einer großen Akzeptanz. Die per Fahrstuhl erreichbare, barrierefreie Einrichtung sei zu einem gern und häufig besuchten Medien-, Informations- und Kommunikationszentrum geworden. Allerdings mache die im Laufe der letzten zehn Jahre um das fast 2,5-fache gestiegene Nutzung eine räumliche Erweiterung dringend erforderlich.Vitt: „Insofern darf es als eine glückliche Fügung betrachtet werden, dass sich mit dem benachbarten, ehemaligen Volksbank-Sitzungssaal nunmehr die Chance eröffnet, der wachsenden Zahl an Besuchern auf zusätzlichen 59 qm Fläche ein umfangreicheres und differenzierteres Medienangebot ansprechend präsentieren zu können.“ Dies bringe auch für den übrigen Bibliotheksbereich eine Verbesserung der zunehmend beengteren Platzverhältnisse mit sich, wovon insbesondere der Kinder- und Jugendbereich, aber auch der expandierende Sachmedienbestand für Erwachsene profitieren werde.Bezüglich der technischen Voraussetzungen merkte er in seinem Bericht abschließend an, die EDV-Ausstattung der Bibliothek stamme aus dem Jahr 2000 und bedürfe dringend des Ersatzes.Ausschussvorsitzender Falk Heinrichs dankte dem engagierten Bibliothekar: „Wir wissen, was wir an Ihnen haben. Die Bücherei ist Ihr Kind!“. Sein SPD-Kollege Armin Nies sprach von einem „Erfolgsbericht“ und wünschte sich daher, dass der neue Raum nun auch schnell angemietet werde, damit das Lesen weiterhin optimal gefördert werden könne.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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