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SPD Holzhausen-Dresselndorf feiert Jubiläum
Ministerin gratulierte zum 100-Jährigen

Eine rote Nelke legte Volker Gerstner gestern Nachmittag zu Beginn der Jubiläumsfeier als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Holzhausen-Dresselndorf an der kleinen Gedenkstätte für Siegfried Betz in Holzhauses Ortsmitte nieder.
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  • Eine rote Nelke legte Volker Gerstner gestern Nachmittag zu Beginn der Jubiläumsfeier als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Holzhausen-Dresselndorf an der kleinen Gedenkstätte für Siegfried Betz in Holzhauses Ortsmitte nieder.
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dima Burbach-Holzhausen. Eine rote Nelke legte Volker Gerstner gestern Nachmittag als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Holzhausen-Dresselndorf an der kleinen Gedenkstätte für Siegfried Betz in Holzhauses Ortsmitte nieder. Als junger Sozialdemokrat war Betz mit nur 22 Jahren am 7. Juli 1932 vor dem Haus seiner Familie durch eine Pistolenkugel der SA tödlich verletzt worden, als er die sogenannte Reichsbannerfahne vor einem SA-Sturmtrupp schützen wollte. Betz erlag am 8. August 1932 seinen schweren Verletzungen. Der 22-Jährige wurde so zum ersten Opfer der Nazis im Siegerland.

dima Burbach-Holzhausen. Eine rote Nelke legte Volker Gerstner gestern Nachmittag als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Holzhausen-Dresselndorf an der kleinen Gedenkstätte für Siegfried Betz in Holzhauses Ortsmitte nieder. Als junger Sozialdemokrat war Betz mit nur 22 Jahren am 7. Juli 1932 vor dem Haus seiner Familie durch eine Pistolenkugel der SA tödlich verletzt worden, als er die sogenannte Reichsbannerfahne vor einem SA-Sturmtrupp schützen wollte. Betz erlag am 8. August 1932 seinen schweren Verletzungen. Der 22-Jährige wurde so zum ersten Opfer der Nazis im Siegerland. Die kleine Gedenkfeier, zu der neben Bürgermeister Christoph Ewers, Landrat Andreas Müller, der SGK-Kreisvorsitzende Falk Heinrichs und der Landesvorsitzende des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten, Volker Münchow, und auch die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, erschienen waren, stand am Beginn des Festabends zum 100-Jährigen des SPD-Ortsvereins. Anschließend traf sich die Festgesellschaft in der nahen Turnhalle, um das „Geburtstagskind“ hochleben zu lassen.

Blick in bewegte Chronik des Ortsvereins

Mit einem Blick in die bewegte Chronik des Ortsvereins begann Volker Gerstner seine Festrede. Im Januar 1919 sei der SPD-Ortsverein Holzhausen, der erst 2012 mit dem Ortsverein Dresselndorf zusammengelegt wurde, in der Holzhausener Gaststätte Müller gegründet worden. Die Holzhausener Sozialdemokraten seien zu dieser Zeit eine verschworene Gemeinschaft gewesen, so Gerstner. Aber keiner habe zu diesem Zeitpunkt geahnt, dass die Zuversicht und vor allem die Freiheit schnell wieder ein Ende haben würden. 1932 sei dann Siegfried Betz von einer SA-Truppe erschossen worden. Seine Beerdigung, an der über 2000 Menschen teilnahmen, wurde zu einer eindrucksvollen Demonstration gegen die Willkür und Diktatur, so Gerstner.

Die Holzhausener Sozialdemokraten seien unter den ersten im Kreisgebiet gewesen, die ab 1945 den Neubeginn unter schwierigsten Umständen in die Wege geleitet hätten. Bereits bei den ersten Kommunalwahlen errangen sie die absolute Mehrheit. Und bis zur Bildung der Großgemeinde Burbach blieb die SPD die bestimmende politische Kraft in Holzhausen, so Gerstner weiter. „Viele Jahre wurden die Geschicke des Ortes Holzhausen durch die SPD gelenkt.“ Und auch für die Zukunft machte der Ortsvereins-Vorsitzende seinen Genossen Mut: „100 Jahre besteht dieser Ortsverein. Darauf können wir stolz sein und ich wünsche mir, dass wir weiterhin mit Freude, Kraft und Kampf politisch tätig sein werden.“

"Müller und Sozialdemokratie passen zu Holzhausen"

Seit fast 20 Jahren sei er Mitglied im Ortsverein, über 15 Jahre davon habe er im Vorstand mitgearbeitet, erklärte Landrat Andreas Müller zu Beginn seiner Festrede. Da der Ortsverein in der Gaststätte Müller gegründet worden sei, passe „Müller“ und Sozialdemokratie in Holzhausen offenbar gut zusammen. „Zunächst darf ich feststellen: Wir Sozialdemokraten haben in unserem Dorf viel, viel Gutes bewegen und erreichen können“, so Müller. Der Landrat nannte die neue Schule, die Turnhalle, den Kindergarten, einen neuen Sportplatz und die Ausweisung des Gewerbegebietes „Hood“ als Beispiele für Akzente, die die SPD gesetzt habe.

Als CDU-Bürgermeister auf einer SPD-Veranstaltung wolle er sich diesmal kurz fassen, sagte Christoph Ewers anschließend. Angesichts des Terroranschlags in Halle seien die jeweiligen Parteifarben nicht entscheidend. Es gehe vielmehr darum, als Demokraten gegen den Rechtsextremismus zusammenzuhalten. „Das können wir alle von der großen Tradition der SPD lernen“, so Ewers.

Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler gratulierte

Auch Sabine Bätzing-Lichtenthäler gratulierte der SPD mit einer Rede. Sie sei dankbar, dass die Jubiläumsveranstaltung an der Gedenkstätte für Siegfried Betz begonnen habe. So sei noch einmal deutlich geworden, wie wichtig es sei, die Erinnerung an damals wach zu halten. Besonders nach dem Anschlag eines Neonazis auf die Synagoge in Halle. Mit „Dank und Respekt“ blickte Sabine Bätzing-Lichtenthäler auf die Gründer des SPD-Ortsvereins. Dankbar sei sie aber auch allen, die dieses Erbe fortgesetzt hätten. „Denn davon lebt unsere Demokratie.“ Die Ministerin überbrachte außerdem die Glückwünsche von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin „Malu“ Dreyer.

Eine rote Nelke legte Volker Gerstner gestern Nachmittag zu Beginn der Jubiläumsfeier als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Holzhausen-Dresselndorf an der kleinen Gedenkstätte für Siegfried Betz in Holzhauses Ortsmitte nieder.
Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler gratulierte der SPD.
Autor:

Dirk Manderbach (Redakteur) aus Siegen

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