Studie zeigt die Möglichkeiten auf
Neue Zufahrt für den Industriepark Burbach?

Der Industriepark in Burbach soll eine zweite Zufahrt bekommen. Die derzeit vielversprechendste Option ist die Verlängerung der Carl-Benz-Straße (Bildmitte) bis zu L730.
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  • Der Industriepark in Burbach soll eine zweite Zufahrt bekommen. Die derzeit vielversprechendste Option ist die Verlängerung der Carl-Benz-Straße (Bildmitte) bis zu L730.
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juka Burbach. Die Verkehrsanbindungen an das Schulzentrum und den Industriepark in Burbach beschäftigen die Gemeinde weiterhin intensiv. Bislang ist beides nur über eine Strecke zu erreichen, bringt hohe Belastungen für die Anwohner mit sich. In einer Studie hat die Verwaltung nun mögliche Alternativen vorgestellt. „Es handelt sich aber nur um eine erste Voruntersuchung“, untermauert Bürgermeister Christoph Ewers. So können beispielsweise auch noch keine belastbaren Projektkosten veranschlagt werden. Während es aber für das Schulzentrum nur eine realistische Möglichkeit gibt, sind die Varianten beim Industriepark vielfältiger.

Schulzentrum Burbach

Die Anbindung zum Schulzentrum erfolgt bislang nur über den Ortskern von Burbach und die Straßen Wilhelmsstraße, Am Flüßchen, Steinhardtstraße bzw. Kalkofen sowie die Killingstraße. Die bestehende und zukünftig absehbare Verkehrsbelastung für die Anwohner habe die Verwaltung nun veranlasst, sich im Rahmen der Studie mit einer möglichen zweiten Anbindung des Schulzentrums auseinanderzusetzen. Dabei habe sich nur eine realistische Möglichkeit herauskristallisiert. So könnte die Ernst-Heinkel-Straße im Industriepark von der Wendeanlage aus in Richtung Westen zur Killingstraße verlängert werden. Dies stelle nach bisherigen Erkenntnissen die kürzeste und konfliktärmste Möglichkeit dar, heißt es in der Studie.

Dabei würde es sich um eine Strecke von gut 290 Metern hangaufwärts handeln, an die Killingstraße angebunden würde die Straße etwa auf Höhe der bestehenden Holzhackschnitzelheizungsanlage. Der Hauptverkehr müsse so nicht mehr durch Wohnbereiche, sondern nur durch das Gewerbegebiet geführt werden. Besonders mit Blick auf den Bus- und Lastkraftwagenverkehr könne man so eine Entlastung erwirken, zeigt die Studie auf. Allerdings gibt es auch bei dieser Möglichkeit noch einige Hürden, beispielsweise würde eine Umweltprüfung erforderlich werden.

Industriepark Burbach

Die Zufahrt zum rund 100 Hektar großen Industriepark ist bislang nur über die L 531 und die Carl-Benz-Straße möglich. Die Anfahrtswege über die Hubertusstraße und den Wirtschaftsweg im Bereich der Skihütte stehen nur im Notfall zur Verfügung. „Die Straßen sind für diese Art und Menge nicht ausgelegt und deshalb in der Regel gesperrt“, heißt es in der Studie. Teile der Unternehmerschaft hätten seit Jahren, je nach Lage, Umwege von rund 2,5 Kilometern und daraus resultierende ökonomische und ökologische Nachteile moniert.

 Insgesamt sechs Optionen zeigt die Studie auf. Die Varianten 4 (V4) und 3 (V3) scheinen dabei die realistischsten zu sein.
  • Insgesamt sechs Optionen zeigt die Studie auf. Die Varianten 4 (V4) und 3 (V3) scheinen dabei die realistischsten zu sein.
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Als sinnvollste von sechs Varianten stellt die Studie dabei eine Verlängerung der Carl-Benz-Straße von der Wendeanlage bis zur L730 über eine Länge von rund 1,7 Kilometern heraus (V4). Damit würde man eine deutliche Streckenverkürzung für die Unternehmen in Richtung Autobahn schaffen, heißt es in der Voruntersuchung. Als andere Möglichkeit war geprüft worden, die Siemensstraße an die L531 anzubinden (V1) oder die Friedrich-Flick-Straße zwischen den Firmen Waldrich und Schäfer (V2) oder zwischen den Firmen Schäfer und Vetter (V4). Als klare Nachteile gegenüber der favorisierten Variante gibt es hier allerdings zu bemerken, dass Brückenbauten nötig würden und die Ortsdurchfahrt Würgendorf keinerlei Entlastung erfahren würde.

Zufahrt zum Industriepark und Schulzentrum Burbach als Thema für die kommenden Jahre

Eine weitere Variante berücksichtigt ebenfalls die Verlängerung der Carl-Benz-Straße, allerdings ein ganzes Stück weiter im Süden (V5). Die erforderliche Strecke wäre knapp einen Kilometer länger und käme kaum an Naturschutzgebieten vorbei. Eine ebenfalls geprüfte Option, die Rechtsabbiegespur der Carl-Benz-Straße am Knotenpunkt L 531 in Richtung Würgendorf einfach zu verlängern (VRA), stellt laut der Studie keine vergleichbare Variante da, weil es sich dabei nur um einen Lösungsansatz zur Entspannung des Knotenpunktes handelt und keine zweite verkehrliche Anbindung aufzeigt. „Dennoch wird dieser Ausbau mit Nachdruck empfohlen, wenn keine Variante zur zweiten verkehrlichen Anbindung des Industrieparks weiter verfolgt werden sollte“, heißt es klar.

„Das Thema wird uns noch in vielen Blöcken beschäftigen. Wahrscheinlich die nächsten Monate und Jahre“, schloss Ewers mit Blick auf die vielen Unwägbarkeiten, die trotz der Voruntersuchungen noch bestehen bleiben. Dennoch: Ein erster Schritt ist getan.

Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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