Für den NRW-Katastrophenschutz
Neues Feuerwehrfahrzeug für 280.000 Euro

Der Leiter der Burbacher Feuerwehr, Markus Schwarze, MdB Volkmar Klein, Bürgermeister Christoph Ewers, Landrat Andreas Müller, Einheitsführer Benjamin Scholl und Kreisbrandmeister Bernd Schneider (v. l.) bei der Fahrzeugübergabe. Foto: privat
  • Der Leiter der Burbacher Feuerwehr, Markus Schwarze, MdB Volkmar Klein, Bürgermeister Christoph Ewers, Landrat Andreas Müller, Einheitsführer Benjamin Scholl und Kreisbrandmeister Bernd Schneider (v. l.) bei der Fahrzeugübergabe. Foto: privat
  • hochgeladen von Redaktion Siegen

sz Würgendorf. Endlich dürfen die Wehrleute des Löschzugs Würgendorf einen Gerätewagen Dekon-P (Dekontamination von Personen) auch offiziell ihr Eigen nennen. Jüngst überreichte Landrat Andreas Müller im Feuerwehrgerätehaus die Fahrzeugschlüssel für das vom Land Nordrhein-Westfalen angeschaffte, rund 280 000 Euro teure Gefährt (inklusive Ausrüstung) zunächst an den Leiter der Burbacher Feuerwehr, Markus Schwarze. Der reichte ihn dann weiter an Würgendorfs Einheitsführer Benjamin Scholl. Das Fahrzeug, in dem sechs Einsatzkräfte Platz haben, ist Teil des Landeskonzeptes ABC und damit des Katastrophenschutzes.
Bei diesem Landeskonzept handelt es sich um vorgeplante, überörtliche Hilfen in NRW. Dazu gehören auch die roten Feuerwehrbereitschaften oder die weißen Bereitschaften, etwa die Behandlungsplatzbereitschaft.

30 Dekontaminationen pro Stunde

Der bereits seit Januar 2018 in Würgendorf beheimatete Lkw mit dem Funkrufnamen „Kater Burbach 9 GW Dekon-P“ ist für das P-Dekon 10- bzw. 30-Konzept vorgesehen. Das bedeutet, dass das allradangetriebene Fahrzeug die technischen Mittel und – in Kombination mit einem Löschfahrzeug – Personal mitbringt, um zehn Einsatzkräfte pro Stunde dekontaminieren zu können, schilderte Müller.
Im Zusammenspiel mit dem Abrollbehälter Dekon-V (Dekontamination Verletzter), der im Kreis ebenfalls zur Verfügung steht, können bis zu 30 Einsatzkräfte pro Stunde dekontaminiert werden.Über eine Ladebordwand werden Ausrüstungsgegenstände bzw. Einsatzmittel entnommen, die in Rollcontainern untergebracht sind. Im Bedarfsfall rücken extra für das Spezialfahrzeug ausgebildete Kräfte (insgesamt sind es in Würgendorf 18) zu Einsätzen über die Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus aus.

Spezialausbildung erforderlich

Einen echten Einsatz gab es für die Südsiegerländer seit der inoffiziellen Übernahme des Gefährts im Januar 2018 noch nicht. Laut Wehrleiter Schwarze, der ob des äußerst umfangreichen Equipments – darunter auch Schnellzelte – an Bord sogar „ins Schwitzen“ kam, hätten die Florianer aber seitdem schon „mehrere Hundert Stunden Ausbildung“, auch bei Fortbildungen am Institut der Feuerwehr in Münster teilgenommen und schafften es, bereits in 15 Minuten eine Erst-Dekon durchzuführen. „Das Jahr hat uns ganz gut getan. Wir können jetzt an den Start gehen“, so Scholl, der das neue Gefährt als „multikulturelles Fahrzeug, was man überall einsetzen“ könne, bezeichnete.

Häufiger Einsatz auf der A45

Neben diesem Fahrzeug sind in Würgendorf außerdem noch ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 20, ein mittleres Löschfahrzeug sowie ein Gerätewagen Absicherung stationiert. Mit dieser Ausstattung in unmittelbarer Nähe zur A 45 wird der Löschzug regelmäßig zu Einsätzen auf der Autobahn gerufen. Im ersten Quartal dieses Jahres bewältigte die Einheit insgesamt 23 Einsätze, sechs davon in Zusammenhang mit einem ABC-Alarm.

Landrat Andreas Müller: „Sie haben schon richtig was zu tun. Ich hoffe, dass durch den neuen Lkw, gerade auch mit Blick auf die überörtliche Hilfe, nicht allzu viel dazu kommt. Danke für die Bereitschaft, dieses Fahrzeug im Rahmen des ABC-Konzeptes des Landes zu übernehmen.“ Kreisbrandmeister Bernd Schneider betonte im Beisein des Burbacher Bundestagsabgeordneten Volkmar Klein, dass es wichtig gewesen sei, ein solches Einsatzmittel möglichst nah an der Autobahn zu stationieren. Er werde auch „weiterhin Bundes- und Landesfahrzeuge“ für die Wehren im Kreisgebiet fordern, machte er unmissverständlich klar.

"Weitsicht bewiesen"

Bürgermeister Christoph Ewers sprach von einer Entscheidung, die „in wenigen Minuten gefallen“ sei. Die Stationierung in Würgendorf „sei nur möglich, wenn man ein solches Gerätehaus hat“. Bereits beim Bau des 2007 fertiggestellten Gebäudes an der Dillenburger Straße habe man „Weitsicht bewiesen“ und auf eine entsprechende Deckenhöhe Wert gelegt, um auch größere Fahrzeuge unterstellen zu können. Mit dem neuen Fahrzeug könnten die ehrenamtlichen Kräfte jetzt „Einsätze, die mit besonderen Herausforderungen gemeistert werden müssen“, absolvieren.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.