Neun Kubikmeter Müll in drei Stunden gesammelt

Gilsbacher Heimatverein rückte dem Unrat zu Leibe

maha Gilsbach. Seit vielen Jahren hat die Aktion »Saubere Landschaft« auch in Gilsbach einen festen Platz im jährlichen Veranstaltungskalender. Immer im Frühjahr greifen die Mitglieder des Heimatvereins zu Rechen, Schaufel, Handschuh und Müllsack und rücken den hässlichen »wilden« Müllkippen an Straßenrändern und Wiesen zu Leibe. Mit großem Erfolg – wie die Berge der gesammelten Unrats am Ende der Aktionen immer wieder beweisen.

So auch bei der jüngsten Aktion, als sich rund 30 Gilsbacher im Alter von fünf bis 70 Jahren mit sieben Traktoren und einem Unimog in den Dienst des Umweltschutzes stellten. »Wir haben in diesem Jahr erstmals deutlich weniger Flaschen und Dosen an den Straßenrändern gefunden. Also hat der viel gescholtene Dosenpfand doch auch sein Gutes«, resümierten die beiden Organisatoren und Vorsitzenden des Heimatvereins, Horst Edelmann und Günter Hausschild, beim SZ-Besuch. »Wir sind sehr froh, dass sich auch in diesem Jahr wieder so viele Freiwillige zum Sammeln eingefunden haben.«

Sage und schreibe neun Kubikmeter Müll, Schutt und Unrat – angefangen von Kunststoffverpackungen aller Art bis zu alten Reifen und einem alten Kofferraumdeckel mitsamt Heckscheibe – fanden sich am Ende der dreistündigen Aktion im bis zum Rand gefüllten Container der Gemeinde Burbach wieder, die die Aktion tatkräftig unterstützt. Neben der Bereitstellung des Containers sowie dessen An- und Abtransport hilft ein Mitarbeiter der Gemeinde mit seinem Fahrzeug aktiv bei der Müllsammlung mit.

Das Engagement für die Dorfgemeinschaft ist beim Gilsbacher Heimatverein aber nicht nur auf die Aktion »Saubere Landschaft« beschränkt. Günter Hausschild: »Für das laufende Jahr haben wir uns noch viel vorgenommen. Den Anfang macht am 30. April das traditionelle Maibaumsetzen auf dem Dorfplatz unter Beteiligung der örtlichen Chöre. Wir beteiligen uns im Juni außerdem aktiv an den Burbacher Heimatringtagen.« Für den 7. Juli haben die Heimatfreunde eine Busreise ins Technikmuseum nach Sinsheim mit anschließendem Stop in Heidelberg geplant.

Unter dem Motto »Gilsbacher Bürger stellen aus« sind am 3. Oktober alle Sammler und Besitzer von Raritäten aufgerufen, ihre »Schätze« im Rahmen einer großen Ausstellung anlässlich des Heimatstubenfestes zur Schau zu stellen. Horst Edelmann: »Hier gibt es keine Einschränkungen. Alles ist im Prinzip möglich. Von der Streichholzschachtelsammlung bis zu Porzellan und Mineralien.«

Seinen vorläufigen Abschluss findet der prall gefüllte Terminkalender mit dem traditionellen Adventssingen auf dem Dorfplatz. Doch wer glaubt die Heimatfreunde würden in der übrigen Zeit ihre Hände in den Schoß legen, der täuscht sich gewaltig. Günter Hausschild: »Im Sommer möchten wir außerdem in Zusammenarbeit mit der Gemeinde den Dorfplatz von Grund auf sanieren. Die dortigen Sitzgelegenheiten müssen ebenso auf Vordermann gebracht werden wie die Fassade der Heimatstube, die Friedhofskapelle und die kleine Holzbrücke über den Gilsbach.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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