„Offene Tür“ im April

Der Kulturausschuss des Kreises besichtigte jetzt das renovierte Heimhoftheater auf der Wasserscheide, das am 11. April mit einem „Tag der offenen Tür“ vorgestellt wird. Theodor Petera (l.), 1. Vorsitzender des Fördervereins, begrüßte die Ausschuss-Mitglieder.  Foto: la
  • Der Kulturausschuss des Kreises besichtigte jetzt das renovierte Heimhoftheater auf der Wasserscheide, das am 11. April mit einem „Tag der offenen Tür“ vorgestellt wird. Theodor Petera (l.), 1. Vorsitzender des Fördervereins, begrüßte die Ausschuss-Mitglieder. Foto: la
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la Burbach. Hinter dem Bühnenvorhang stehen Kisten und Leitern, die Stühle im Heimhoftheater sind noch unter Plastikplanen versteckt. Macht nichts. Reiz und Charme versprühte das Heimhoftheater dennoch, als sich jetzt der Kulturausschuss des Kreises über den Stand der Renovierungsarbeiten informierte. Es wird. Muss es auch, denn am 11. April ab 14 Uhr ist ein „Tag der offenen Tür“ geplant, mit Führungen, Klaviermusik und kurzen Ballett- und Tanzeinlagen. Die Eröffnungsfeier für geladene Gäste findet am 16. April statt, und dann ist Premiere mit „Fremdenverkehr mit Einheimischen“ am Samstag, 17. April, 20 Uhr. Zu Gast ist der Kabarettist und Autor Fritz Eckenga.

Die ersten Vorstellungen in Burbachs „kultureller guter Stube“ sind auch schon gebucht. Am 20. Mai gastiert Konrad Beikircher mit „Am schönsten isset, wenn et schön is“, der TSV Burbach lädt für Samstag, 19. Juni, 20 Uhr, zu einer „Musical-Night“ mit „Limited Edition – Musical And More“ ein. Zwei Veranstaltungen im Herbst sind ebenfalls schon spruchreif. Am 2. Oktober unterhalten die Damen Wanninger & Rixmann mit „Zwei ist eine zu viel“, und am 4. November ist Jochen Malmsheimer mit seinem Programm „Wenn Worte reden können“ zu Gast. Auftritte der Musikschule Burbach, Daubs Melanie, der Auftritt der Ballettschule Klaas aus Neunkirchen mit dem Märchen „Die arme Prinzessin Sieglinde oder wie die Kartoffel ins Siegerland kam“ sind gebucht.

Der Ausschuss-Vorsitzende Winfried Schwarz hatte die Kulturausschuss-Mitglieder auf die Wasserscheide zur Sitzung geladen, um sich vor Ort zu informieren. Beeindruckend, was der Förderverein und die Gemeinde geschaffen haben. Für Winfried Schwarz ist das Heimhoftheater der Beweis dafür, dass die Kultur auch auf dem Lande lebt. Schwarz: „Die Bewohner empfinden die kulturellen Stätten im Kreis schon als etwas Besonderes.“ Die Nähe zum Kreis wird auch dadurch dokumentiert, dass das Kulturbüro des Kreises beim Heimhoftheater-Programm flankierend zur Seite steht. Künftig wird auch die Gemeinde Burbach hier ihr Kulturprogramm laufen lassen.

Der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Theodor Petera, begrüßte die Gäste. Mit einem gewissen Stolz, denn mit enormem Engagement wurde die Herausforderung angenommen, das Heimhoftheater zu erhalten. Das zahlt sich aus. Von dem kleinen Trupp der Befürworter ist die Zahl der Fördervereins-Mitglieder mittlerweile auf 160 angestiegen. Bürgermeister Christoph Ewers, gleichzeitig 2. Vorsitzender des Fördervereins, skizzierte die Entstehung des Heimhoftheaters vom Pferdestall von Dynamit Nobel über einen Kinosaal zum kleinen Theater mit Ausstrahlung weit über die Wasserscheide hinaus. Ewers: „Die Leute dürsteten nach Kultur, die Vorstellungen waren ausverkauft, wie später auch in der Hickengrundhalle.“ Das Heimhoftheater, so Ewers, sei aber auch mit einem Namen verbunden: mit Robert Auchter und Dynamit Nobel. Ewers: „Eine ganz besondere Form des Industriemäzenatentums.“

Doch die kulturelle Blütezeit an der Wasserscheide ging irgendwann zu Ende. Die Besucherzahlen gingen zurück, der Gesamtkomplex stand zum Verkauf, die Gemeinde fand einen Investor, der das Heimhoftheater dem Förderverein zur Verfügung stellte, Mittel flossen aus der NRW-Stiftung, und nun ist das Gebäude saniert und wieder bespielbar. Wie der Phoenix aus der Asche stieg das schnuckelige Theaterchen empor. Jetzt muss es nur noch von den Zuschauern wieder angenommen werden und seinen Platz im kulturellen Angebot in und um Burbach finden.

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