Zwei Kita-Neubauten und Spielplatz-Umgestaltung
Politik ist grundsätzlich dafür

Unterhalb der Turnhalle und der bestehenden DRK-Kita in Holzhausen soll zeitnah eine Übergangslösung auf einem gemeindlichen Grundstück realisiert werden. Die Baugenehmigung des Kreises flatterte vergangene Woche ins Burbacher Rathaus.
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  • Unterhalb der Turnhalle und der bestehenden DRK-Kita in Holzhausen soll zeitnah eine Übergangslösung auf einem gemeindlichen Grundstück realisiert werden. Die Baugenehmigung des Kreises flatterte vergangene Woche ins Burbacher Rathaus.
  • hochgeladen von Tim Lehmann (Redakteur)

tile Lützeln. Es ging vor allem um Grundsätzliches. In der Sitzung des Schul- und Sozialausschusses der Gemeinde Burbach, der diesmal im Dorfgemeinschaftshaus in Lützeln tagte, gab es für gleich drei anstehende Projekte politischen Rückenwind des Gremiums. Zweimal erhielt die Verwaltung in „erster Instanz“ grünes Licht der Fraktionen: Die Pläne der Kommune zeitnah selbst als Investor für den Bau von zwei Kitas in Erscheinung zu treten, traf auf Wohlwollen. Ebenso die Bestrebungen der Bürgerschaft auf der Lippe, den Spielplatz Hofgartenstraße umzugestalten.

Übergangskita: Baugenehmigung liegt vor

Einstimmig fiel die Entscheidung der Lokalpolitik pro Kita-Bau aus. Für Holzhausen, wo aktuell 13 Ü-3-Plätze fehlen, bezeugten die Parteien ihren Willen, einen Ersatzbau für den ältesten Teil der bestehenden DRK-Einrichtung „Unterm Sternenhimmel“ zu befürworten. Der Plan: der in den 1950er-Jahren errichtete Gebäudeteil wird abgerissen, während auf der entgegengesetzten Seite ein Neubau direkt an dem jüngeren Anbau realisiert werden soll – auf dem heutigen Außen- bzw.- Spielgelände. Künftig sollen dort fünf Gruppen betreut werden.
Der Außenbereich solle voraussichtlich über zwei miteinander verbundenen Ebenen neu konzipiert werden. Für die Bauzeit wird unterhalb der Einrichtung auf einem gemeindeeigenen Gelände eine Übergangskita errichtet. Die Baugenehmigung dafür liege seit vergangener Woche vor, unterrichtete Bauamtsleiter Thomas Leyener den Ausschuss.
Angesprochen auf die möglichen Kosten, die auf die Gemeinde als Investor zukommen könnten, ließ sich Leyener nicht locken. Eine seriöse Zahl wolle und könne er zu einem so frühen Zeitpunkt nicht nennen. Gerade in Holzhausen mache es aber Sinn, selbst zu bauen, da sonst eine unglückliche Gemengelage von Teileigentum entstehe. Reiner Teichmann (CDU) nannte die Pläne der Verwaltung eine „vernünftige Lösung“. „Das kann ein großer Wurf werden“, sagte er mit Blick auf die Kita-Versorgung für Burbach im Allgemeinen und Holzhausen im Speziellen.

CJD neuer Träger in Wahlbach

Auch die Pläne der Gemeinde für Wahlbach fanden breite Zustimmung. Im Bereich Bitze möchte die Kommune eine dreigruppige Einrichtung bauen (die SZ berichtete). Irritationen gab es hier hinsichtlich der Übergangslösung auf dem Schulhof der Grundschule. Zuletzt habe ein Gerücht unter Eltern die Runde gemacht, dass der Modulbau zweigeschossig sein solle. Dies sei nicht richtig, klärte Leyener auf. Die notwendigen Module werden nebeneinander unterhalb der Austraße gebaut. Anders als gemunkelt, würden die dort betreuten U-3-Kinder auch nicht auf die Schulkinder treffen. Es gebe eine klare räumliche Trennung.
Nun sei es notwendig, schnellstmöglich den Bauantrag für die temporäre Lösung einzureichen. Absehbar sei aber schon jetzt, dass der Betrieb nicht vor dem 1. oder 15. September aufgenommen werden könne. Die Eltern seien darüber bereits informiert. Zudem habe sich der neue Träger, das Christliches Jugenddorfwerk (CJD) Olpe, in der Vorwoche vorgestellt, der später auch in den Neubau auf der Bitze ziehen werde, so Thomas Leyener. Die Suche nach einem neuen Träger war erforderlich geworden, da der ev. Kirchenkreis signalisiert hatte, sein weiterhin bestehendes Angebot in Wahlbach nicht ausbauen zu wollen bzw. zu können.

Kita auf der Bitze wohl vor Mai 2021 fertig

Die Kommune sei bestrebt, den Neubau so schnell wie möglich zu realisieren und die Einschränkungen für alle Einrichtungen, die mit der Übergangslösung auf dem Schulhof einhergehen, so gering wie möglich zu halten. Er gehe davon aus, dass das Zirkusprojekt der Grundschule, das bereits für den Mai 2021 terminiert ist, wie geplant stattfinden könne, so Leyener. Bis dahin solle der Neubau fertig und in Betrieb sein, gab der Bauamtsleiter die zeitliche Zielvorgabe der Verwaltung an.

Förderverein hat erste Hürde genommen

Bewegung könnte nun in die Neugestaltung des Spielplatzes auf der Lippe kommen, nachdem der Ausschuss das Zur-Verfügung-Stellen der gemeindlichen Fläche zu diesem Zwecke einstimmig befürwortete. Der neu gebildete Förderverein habe mittlerweile 36 Mitglieder, berichtete Lippes Ortsvorsteher Sebastian Schoeppner. Ziel sei es zunächst, die Gesamtinvestition auf maximal 100 000 Euro zu beschränken, um geringere Auflagen für eine mögliche LEADER-Förderung (65 Prozent) erfüllen zu müssen. Auch von anderen Fördertöpfen wolle man profitieren.
Obwohl das Votum des Gremiums eindeutig ausfiel, sah Volker Gerstner (SPD) noch Nachholbedarf was das Finanzierungskonzept angeht. Hierzu müsse der Förderverein nach der Sommerpause eine detaillierte Aufstellung nachreichen. Das könne erst erfolgen, wenn klar sei, ob und welche Fördermittel generiert werden könnten, antwortete Schoeppner.

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