Post-Agentur ab Januar in Niederdresselndorf

Kampf um Erhalt lohnte sich für Bürger im Hickengrund

dibi Niederdresselndorf. Gestern erhielten Bürgermeister Christoph Ewers und Holzhausens Ortsvorsteher Peter Dumke (CDU) die erfreuliche Mitteilung der Deutschen Post AG per Post: Die Bürger im Hickengrund werden auch ab Januar 2004 weiterhin ihre Post vor Ort erledigen können. Yvonne Rank wird in »Leo's Laden« im Niederdresselndorfer Einkaufszentrum am Bahnhof dafür sorgen.

Weil am 31. Dezember die Post- Agentur in Holzhausen geschlossen werden sollte, machten sich die Menschen in den Hickengrunddörfern seit Jahresmitte stark für den Erhalt einer wohnortnahen Post-Agentur (SZ berichtete). Ein schwieriges Unterfangen. Ließ sich doch zunächst angesichts der gekürzten Provisionen für die Agenturnehmer kein neuer Interessent finden. Doch Bürger und Unternehmerschaft gaben nicht klein bei. Sie sammelten über 2000 Unterschriften. Am 15. August reisten Annette Hering, Simone Jakob und Sabine Hellwig mit Bürgermeister Ewers persönlich zur Deutschen Post AG nach Bonn und forderten den Erhalt einer Post-Agentur.

»Mit Erfolg«, wie sich Ewers gestern vor Ort mit Peter Dumke freute. Der hatte zunächst die Schließungspläne in Holzhausen begleitet und war dann im Auftrag aller Ortsvorsteher des Hickengrundes Kontaktmann zwischen der Post-Vertriebsleitung in Dortmund und möglichen Interessenten. Sechs an der Zahl bekundeten zunächst Interesse, doch nur Yvonne Rank wagte schließlich den entscheidenden Schritt und unterschrieb den Vertrag.

Ab 2. Januar wird sie zunächst mit Unterstützung einer Post-Fachkraft montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 12.30 Uhr die Post-Dienstleistungen von der Briefmarke bis zur Zahlkarte anbieten.

Bürgermeister Christoph Ewers freute sich gestern über diese »gute Nachricht« vor Weihnachten und dankte Yvonne Rank für ihre Bereitschaft, neben Getränken künftig auch die Post-Dienstleistungen anbieten zu wollen. Damit habe sich der Druck auf Bonn und das konstante Verhandeln doch ausgezahlt. Immer wieder hatte man auf die besondere topographische Lage der Hickengrunddörfer Holzhausen, Lützeln, Nieder- und Oberdresselndorf und die Versorgungspflicht der Post hingewiesen. Schlimmstenfalls hätte man den Bürgern eine Fahrt von zehn bis zwölf Kilometern zur Post in Burbach oder Haiger zumuten müssen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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