Premiere war ein großer Erfolg

Gemeinsamer Heimatabend von Nieder- und Oberdresselndorf:

Hickengrundhalle voll besetzt/Dreistündiges Programm begeisterte die Gäste

sz Niederdresselndorf. »Dresselndörfis« hießen die beiden Orte Nieder- und Oberdresselndorf im Hickengrund noch im Jahre 1145. Ein Stück Nostalgie, dem die beiden Heimatvereine jetzt auf die Spur kamen und mit einer Premiere, dem ersten gemeinsamen Heimatabend in der Hickengrundhalle am Samstag, Nachdruck verliehen. Die Resonanz war überwältigend. Eine vollbesetzte Halle war ein beredtes Zeichen dafür, dass ein solcher Abend längst überfällig war, zumal auch der letzte Heimatabend des Heimatvereins (HV) Niederdresselndorf länger als zwei Jahrzehnte zurückliegt. Den Stein ins Rollen hatten die Oberdresselndorfer gebracht. HV-Vorsitzender Gerold Klein und Ortsvorsteher Erich Otto brachten die Niederdresselndorfer Heimatfreunde um ihren Vorsitzenden Horst Heinz ohne Mühe mit ins Boot. Horst Heinz, Burbachs stellv. Bürgermeister, der Niederdresselndorfer Rudi Georg, und Pastor Günther Auner begrüßten die Besucher, unter ihnen auch der Ehrenvorsitzende des HV Oberdresselndorf und Ehrenbürger Egon Fey, zu Beginn recht herzlich.

Los ging es mit einem Ständchen der Oberdresselndorfer Sänger unter Leitung von Chordirektor Matthias Fischer. Die gesanglichen Akzente führte anschließend der Schulchor der Grundschule Dresselndorf unter Leitung von Schulleiterin Gertraud Lehr fort. Die Schulkinder, die zudem mit mundartlichen Geschichten ein Stück Kulturgut in die Halle transportierten, erhielten für ihren hochmotivierten Beitrag nicht nur viel Beifall, sondern als Belohnung von den beiden Heimatvereinsvorsitzenden auch ein besonderes Dankeschön in Form eines leckeren Gebäcks.

Einen Hauch Hickengrunder Folklore versprühte die Volkstanzgruppe Hickengrund des Tv Dresselndorf. Mit tänzerischen Kabinettstückchen sorgten sie auf der mit einem Motiv des »Histerdorfs« von Niederdresselndorf dekorierten Bühne nicht nur für einen Farbtupfer, sondern auch für tänzerische Schmankerl. In der Pause kredenzten die Frauen der Backhausgruppe des HV Niederdresselndorf den Besuchern diverse Leckereien.

Dass der Hickengrund eine traditionsreiche Vergangenheit aufzuweisen hat, ein Stück Brauchtum bewahrt und besonders ein gesangs- und musikbegabtes Völkchen beheimatet, stellte im Verlaufe des Abends auch Werner Gerth unter Beweis. In einer Art Stubenmusik auf der Zither im trauten Kreise der um ihn gescharten Volkstanzgruppe zelebrierte er einige volkstümliche Weisen, die von den werkelnden Dorffrauen und Männerstimmen gesanglich begleitet wurden. Eine gelungene Einstimmung in einen gemütlichen Feierabend aus der so genannten »guten alten Zeit«.

Als Conférencier sorgte Leuthold Ortelbach immer wieder für lustige Akzente. Besonders als er »Heino« ankündigte, einen Interpreten aus dem »Hickenstadl«, applaudierten die Besucher besonders kräftig. Imitator Frank Lipke zog die Zuhörer in seinen Bann. So richtig die Lachmuskeln strapazieren, das war auch das Bemühen einiger talentierte Schauspieler an. Vor der Pause ging es in einem Reisebüro recht lustig zu. Sabrina Hoffmann und Jana Gotsmann konnten trotz vielfacher Reiseangebote kein ihren Wünschen entsprechendes Reiseziel ausfindig machen. Ein Stück Nostalgie lag dem Sketch »Auf dem Kartoffelacker« zugrunde. Petra Wahler, Elisabeth Klein, Gisela Schmitt und Jürgen Nagy sorgten mit ihrem Plausch in der Kaffeepause bei der Kartoffelernte in Hickengründer Dialekt für eine lebhafte Diskussion.

Den Schlussakkord des immerhin dreistündigen Programms setzten die Jagdhornbläser Hickengrund. Mit jagdlichen Signalen kündigten sie das Ende des Heimatabends an, der bei den zahlreichen Besuchern noch lange nachhallen wird. Er wird, so bescheinigten die beiden Heimatvereinsvorsitzenden, keine Eintagsfliege sein. Fortsetzung folgt!

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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