Reichlich Müll am Wegesrand

Gilsbacher säuberten den Ort / Pendler »unter Verdacht«

Gilsbach. Gilsbach konnte jetzt dank fleißiger Helfer von vier Kubikmeter Unrat befreit werden. Entlang der Wege und Bäche sammelten neben dem Vize-Chef des Heimatvereins, Gerhard Becker, und Ortsvorsteher Karl Heinz Ermert zahlreiche Helfer aus dem Ort den Müll auf. Sie durchkämmten in vier Gruppen die Gemarkung. Gerhard Becker freute sich über die rege Beteiligung. Das Umweltbewusstsein scheint sich langsam, aber stetig zu bessern. »Wir haben an den Waldwegen keine Autoreifen, Fahrradteile und Kleinmöbel mehr gefunden, aber immer noch Pfand- und Einwegflaschen, Bierdosen und Plastiktüten«, berichtete Gerhard Becker. Die fleißigen Jugendlichen, ohne die der Frühjahrsputz gar nicht denkbar wäre, hatten die vielen Müllsäcke mit Unrat gefüllt und mit Hilfe der »Großen« an den Straßenrand geschafft.

Ein Lkw des Bauhofes mit eingeschaltetem Warnlicht und begleitender Fußkolonne konnten die fertig gepackten Müllpakete einsammeln und zum Container beim Dorfgemeinschaftshaus Gilsbach bringen. Nach vierstündiger Arbeit erwartete die Reinigungstrupps im Schulungsraum der Feuerwehr ein warmer Imbiss und kalte Getränke. In den Gesprächen zwischen Jung und Alt wurde deutlich, dass mindestens 90 Prozent des gesammelten Unrates nicht von Gilsbachern sondern von »Gästen« verursacht wurde. Für die vielen Getränkedosen und Zigarettenschachteln entlang der Pfaffenwaldstraße verdächtigt man als Verursacher vor allem die Berufspendler, die morgens über Gilsbach zur Arbeit und abends wieder zurück fahren.

Den Gilsbacher Jugendlichen wurde ein großes Lob ausgesprochen, denn der Gilsbacher Dorfplatz und der Platz beim Jugendtreff können jederzeit als Vorzeigeobjekte dienen. Jugendliche Mitglieder sind im Heimatverein noch eine Minderheit. Aber mit der groß angelegten Mitgliederwerbung »Mitglieder werben Mitglieder« erhofft sich der Heimatverein Erfolg. In Gilsbach zahlen Einzelmitglieder ab 2002 nur 8 Euro pro Jahr, für Familien einschließlich Kinder unter 18 Jahren gibt es den Jahresbeitrag von 12 Euro.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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