»RGZ tun etwas für die Tiere«

84. Kreisgeflügelschau der Rassegeflügelzüchter in der Wahlbacher Mehrzweckhalle

sz Wahlbach. Nach der umstrittenen tierärztlichen Routineuntersuchung am Eingang und dem »Freifahrtschein« zur Ausstellung der 84. Kreisgeflügelschau der Rassegeflügelzüchter (RGZ) in der Wahlbacher Mehrzweckhalle übernahm das Gefieder das Kommando in der Halle. Aus den acht Rassegeflügelzuchtvereinen (RGZV) des Kreisgebietes hatten 47 regionale Hobbyzüchter rund 340 Hühner, Hähne und Tauben ausgestellt. Ausrichter der Kreisverbandsschau war der RGZV Burbach, diesmal anlässlich seines 100-jährigen Bestehens.

Auf den Tag genau vor 100 Jahren, am 18. November 1906, wurde er unter dem Namen »Verein für Geflügelzucht und Tierschutz« aus der Taufe gehoben (die SZ berichtete). Klar, dass sich der Jubilar für sein Jubiläum etwas Besonderes ausgedacht hatte. So präsentierten die Burbacher im Eingangsbereich der Halle eine eigene Stammschau. 13 Stämme mit 39 Tieren waren ein imposantes Spiegelbild des züchterischen Fleißes des Jubiläumsvereins.

Vereinsvorsitzender Rainer Betz eröffnete zusammen mit dem Schirmherrn Volkmar Klein (MdL) und Bürgermeister Christoph Ewers die Kreisschau und freute sich über den Besuch des Vorstandsmitgliedes Detlef Harbort vom RGZ-Landesverband Westfalen-Lippe, des RGZ-Kreisverbandsvorsitzenden Alfred Neumann aus Langenholdinghausen und des Ehrenmeisters Werner Schulze (Siegen).

»Die RGZ sind Aktivisten, die nicht nur von Tierschutz reden, sondern Tierschützer, die etwas für die Tiere tun«, zollte Volkmar Klein den Züchtern Lob und Anerkennung und zeigte sich gleichermaßen stolz auf seine Burbacher Hobbyzüchter, die seit 100 Jahren durch ihr Hobby sowohl ein Stück Tradition als auch Kultur bewahrt hätten. Christoph Ewers und Detlef Harbort zeigten sich beeindruckt vom züchterischen Spiegelbild heimischer Rassegeflügelzucht und gratulierten den Burbacher Zuchtfreunden für ihre 100-jährige Arbeit um den Erhalt der Rassegeflügelzucht.

Alfred Neumann bedauerte derweil die Entwicklung in der Geflügelhaltung, die sich in dem spärlichen Meldeergebnis für die Kreisschau widerspiegele. »2006 ist das Jahr deutlicher Einbrüche auf allen Ausstellungen«, monierte der Kreisvorsitzende und bedauerte, dass nur 340 statt sonst über 500 Tiere bei der 84. Kreisverbandsschau zu sehen waren. Die Ursachenforschung falle nicht schwer. Seit einem Jahr würden die RGZer mit »teilweise unzumutbaren behördlichen Auflagen« aufgrund der Vogelgrippe konfrontiert. Lange Stallhaltungsphasen, Gesundheitskontrollen etc. hätten die Intensität der eigenen Zucht beeinträchtigt. Es bliebe abzuwarten, ob die geringe Nachzucht wegen der gravierenden Einbrüche wieder ausgeglichen werden könne. Deshalb zollte Neumann seinen Zuchtfreunden Dank, trotz dieser widrigen Umstände die Schau ermöglicht zu haben.

Den Experten und Besuchern präsentierte sich das Federvieh in seiner Farbenvielfalt von über 50 Rassen. Bereits tags zuvor hatten Preisrichter das Federvieh unter die Lupe genommen. Besonders freute sich Zuchtfreund Oskar Förster vom RGZV Burbach, dem für seine Rasse der »Zwerg-Italiener, goldfarbig« die Bundesmedaille zuerkannt wurde. Die Kammermedaille der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe ging an Alfred Baier aus Littfeld für seine schwarzfarbenen »Rheinländer«.

Die Landesverbandsehrenpreise gingen an: Herbert Cramer, Netphen (Italiener, rebhuhnfarbig), Norman Wied, Kreuztal (Zwerg-Lüttischer Kämpfer, blau- orangebrüstig), Henning Theis, Burbach (Zwerg-indische Kämpfer, fasanenbraun), Rainer Betz, Burbach (moderne englische Zwerg-Kämpfer, rotgesattelt), Herbert Molsberger, Netphen (Zwerg-Wyandotten, weiß), Jannik Otterbach, Freudenberg (Zwerg-Wyandotten, schwarz-weißgescheckt), Bernd Herzbruch, Burbach (Zwerg-New-Hampshire, goldbraun), Alfred Neumann, Langenholdinghausen (Zwerg-Salmtaler, blau-weizenfarbig) und einen LVE gab es für die »Voorburger-Schildkröpfer-gelb«-Tauben von Hans Häuser, Netphen.

Auch an die jugendlichen Züchter wurden drei LVE vergeben: Jannik Otterbach, Freudenberg (Zwerg-Wyandotten, braun, porzellanfarbig), Tim Walbersdorf, Wenden (Deutsche Zwerg- Reichshühner, gestreift) und Marvin Förster, Burbach (Zwerg-Italiener, goldfarbig).

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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