Spiel mit Farben der Natur

Der Wahlbacher Maler Ewald Diehl stellt bis zum 27. März in der Alten Vogtei in Burbach aus.  Foto: rög

rög Burbach. Warmes Maisgelb, tiefes Blau und glühendes Rot-Orange – Ewald Diehl liebt die ganze Farbenpracht der Natur und bannt diese in abstrakten Kompositionen auf die Leinwand. „Schon als Schüler haben mich die Farben der Natur fasziniert. Aus diesem Grund ist der Mohn meine Lieblingsblume“, sagt er. Inspiriert von der Vielfalt der Natur, doch niemals naturalistisch, schafft der Wahlbacher Maler dichte Farbräume. Seit Freitag sind seine Acrylbilder in der Alten Vogtei Burbach zu sehen, insgesamt 33 Werke bilden die Ausstellung „Farben und Formen“.

„Um den Betrachter zu eigener Fantasie anzuregen, haben meine Bilder selten einen Titel“, erklärt Ewald Diehl. Der Siegerländer kam schon früh zur Malerei, davon zeugen zwei Aquarelle aus dem Jahre 1948, es sind dies jedoch noch sehr gegenständliche Bilder. In den 80er Jahren knüpft er daran an und besucht einen Aquarellmalkurs, aufgrund beruflicher Verpflichtungen findet er schließlich erst ab 2003 wieder die Zeit, sich seinem Hobby mit aller Leidenschaft zu widmen (unter anderem in der Art-Galerie Siegen) und dabei einen bemerkenswerten Stil zu entwickeln und zu festigen.

Es sind kraftvolle, teils großformatige Bilder, denen Ewald Diehl häufig mit Sand oder Paste zusätzlich Struktur gibt. Flammendes Rot oder kühles Blau bestimmen die Farbgebung der meisten Bilder, die Werke zeugen von einer großen Impulsivität. Schwarze Schatten durchkreuzen mitunter die Farbenpracht und wirken dabei wie auf die Leinwand gespritzt.

An anderer Stelle ziehen kreisrunde Wirbel den Betrachter in das Bild hinein, oder weiße Lichtreflexe schimmern wie aus einer fernen Eislandschaft. Aufgrund dieser erfrischenden, beinahe eruptiven Art der Pinselführung, nannte Burbachs Kulturbeauftragte Katrin Mehlich Ewald Diehl mit einem Augenzwinkern einen „alten Wilden“ der heimischen Kunstszene.

Wer sich von der Kraft seiner Bilder überzeugen möchte, hat dazu noch bis zum 27. März in der Alten Vogtei in Burbach die Gelegenheit.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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