Treffpunkt in der Ortsmitte fast fertiggestellt
Spuren der Alten Mühle sichtbar

In den letzten Zügen befinden sich die Arbeiten im Haus, die Außenanlage und die Terrasse sollen demnächst fertig gestellt werden, wenn das Wetter besser  mitspielt. Das kleine Bild zeigt Spuren der Vergangenheit: Überbleibsel der Mühle sollen in Zukunft besichtigt werden können.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

sp Lippe. Es ist nichts mehr zu sehen von dem einstigen „Schandfleck“, wie die Lipper ihn bezeichneten, an der Buchheller Straße. Einst stand hier die Alte Mühle, ein Gebäude, das aufgrund seines Zustandes nicht mehr zu retten war und 2015 abgerissen wurde. Es blieb eine triste Betonfläche.

Jetzt zieht genau an dieser Stelle ein helles, modernes und offenes Haus aus Holz die Blicke auf sich, das im Laufe eines Jahres errichtet wurde. Tatkräftig dabei geholfen hat der Heimatverein Lippe. Schon viele Jahre hatte der den Wunsch, einen Treffpunkt in Form von vier Wänden zu schaffen. Gemeinsam mit der Gemeinde Burbach und dem Regionalverein der LEADER-Region „3-Länder-Eck“ wurde die Idee umgesetzt. Von den rund 377 000 Euro Gesamtkosten für das Projekt werden 245 000 Euro von LEADER gefördert.

Viel in Eigenleistung erbracht

Die Gemeinde ist Eigentümerin der Fläche, die sie an den Heimatverein verpachtet. Die Kommune stellte u. a. die Bauleiterin. Sarah Cesek begleitete das Projekt, das jetzt fast beendet ist: „Die meisten Gewerke sind jetzt abgeschlossen.“ Blitzschutz und die Photovoltaik-Anlage fehlten noch. Cesek hebt hervor, dass die Mitglieder des Heimatvereins viel in Eigenleistung erbracht hätten.

„Jetzt sind wir eigentlich fast fertig“, sagt auch Klaus-Dieter Klein, der 1. Vorsitzende. Sicherlich, einige Details fehlen noch, aber die Einrichtung steht bereits zu einem großen Teil. Der Hauptraum mit einer hohen Decke ist ausgestattet mit einer Theke und Hockern, die aus alten Holzbohlen gefertigt wurden, ein Pellet-Ofen sorgt für Wärme und Gemütlichkeit. Vom Hauptraum führt eine Glastür zur Terrasse, die noch nicht fertiggestellt wurde – ebenso wie die Außenanlage. Beides soll bald folgen, wenn das Wetter besser mitspielt. „Das Holz ist schon bestellt“, betont Klein.

Küche und Backes voneinander getrennt

Was von Außen auf den ersten Blick nicht sichtbar ist – das Haus beinhaltet eine Reihe weiterer Räume: eine Küche, drei WCs, einen Umkleideraum und einen Raum für den Backes, der im Sommer kommen soll. Hier habe man etwas umplanen und eine zusätzliche Wand einziehen müssen, erklärt Klein. Küche und Backes mussten voneinander getrennt werden, denn dort, wo Essen zubereitet werde, dürfe kein Holz gelagert und verbrannt werden, wegen möglichen Ungeziefers. In einer an das Gebäude angrenzenden Werkstatt hat der Heimatverein nun Stauraum bekommen.

Auf den ersten Blick erinnert jetzt nichts mehr an die Alte Mühle – aber nur auf den ersten Blick. Denn verlässt man das Gebäude und geht über eine Außentreppe eine Etage tiefer, so werden die Spuren der Vergangenheit sichtbar. Das ist durch den Einsatze des Heimatvereins möglich, der den Keller wieder zugänglich machte und viel vermodertes Material entsorgte. Übrig geblieben sind die Überreste des Wasserrads und des Getriebes, die den Mühlstein antrieben. An einer Rekonstruktion bestehe Interesse, so Klein, der Kostenfaktor sei aber hoch. Bis das Haus genutzt und der alte Keller von Gästen besucht werden kann, wird wohl aufgrund der Pandemie noch eine Weile Zeit verstreichen.

Radfahrer möglicher Kundenstamm

Der Heimatverein wartet darauf, dass sich die Corona-Lage endlich entspannt. Denn ursprüngliche Pläne für Veranstaltungen oder Angebote mussten verworfen werden. Dabei wäre die Nachfrage sicherlich da. „Hier ist wahnsinnig viel los bei gutem Wetter“, sagt Christian Haas vom Heimatverein. Vor allem Radfahrer kämen vorbei – ein möglicher Kundenstamm für das geplante gastronomische Angebot.

In den letzten Zügen befinden sich die Arbeiten im Haus, die Außenanlage und die Terrasse sollen demnächst fertig gestellt werden, wenn das Wetter besser  mitspielt. Das kleine Bild zeigt Spuren der Vergangenheit: Überbleibsel der Mühle sollen in Zukunft besichtigt werden können.
Klaus-Dieter Klein (l.) und Christian Haas vom Heimatverein Lippe sind regelmäßig im Einsatz, damit das Projekt bald beendet werden kann.
Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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