Startschuss fürs Feuerwehr-Domizil

Gestern Abend in Würgendorf:

Floriansjünger freuen sich auf Einzug im nächsten Jahr/Gemeinde investiert 800000 Euro

dibi Würgendorf. Auf diesen Tag hat die Würgendorfer Feuerwehr sich lange gefreut: Gestern Abend erfolgte der symbolische erste Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus. Auf dem Gelände zwischen Sportplatz und Dillenburger Straße werden die Bauarbeiter in den nächsten Wochen die Halle für die drei Feuerwehrfahrzeuge und im zweigeschossigen Sozialtrakt u.a. Schulungsraum und Teeküche erstellen. Antje Rosenbauer, Thomas Neumann und Enrico Brandenburg – damals noch Hochbautechnikstudenten des Siegener Berufskollegs für Technik – hatten zum Abschluss ihrer Ausbildung das sehnlichst erwartete Feuerwehrgerätehaus entworfen und ihre Ideen u.a. im März vergangenen Jahres dem Hauptausschuss vorgestellt. Anschließend nahmen Bürgermeister Christoph Ewers, Gemeindebrandinspektor Rolf Lengenberg und Würgendorfs Feuerwehrchef Helmut Jungheim die Planunterlagen entgegen. Sie dienten nach weiteren Feinabstimmungen schließlich als Basis für den Bauantrag.

Nachdem auch der Rat seine Zustimmung erteilte, konnten Genehmigung und die Finanzierung des rund 800000 Euro teuren Objekts in trockene Tücher gebracht werden.

Gespannt auf die Bauphase ist auch Thomas Neumann. Der Hochbau-Techniker der Gemeinde Burbach übernimmt nämlich die Bauleitung für das von ihm und seinen beiden Studienkollegen konzipierte Feuerwehr-Depot. »Es ist immer wieder spannend, wenn man solch ein Vorhaben bis zur Vollendung begleiten und erfahren kann, ob sich alle Vorstellungen auch in der Realität wunschgemäß entwickeln,« freute er sich gestern im Gespräch mit der SZ auf die kommenden Monate.

Zunächst wird laut Bürgermeister Christoph Ewers jetzt erst einmal das Gelände für die Erstellung der Bodenplatte vorbereitet. Für den Rohbau wurden rund zehn Wochen einkalkuliert. Anschließend sollen die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten ausgeführt und die Fenster eingesetzt werden, damit das Gebäude noch vor dem Wintereinbruch geschlossen werden kann. Im kommenden Jahr erfolgt dann der Innenausbau, der im Sommer abgeschlossen sein soll. Wie bereits bei verschiedenen anderen Projekten in der Gemeinde wird auch der Löschzug Würgendorf im Rahmen von Eigenleistungen an der Realisierung des neuen Domizils mitwirken. Er hat bereits die Bäume im Baubereich gefällt und entsorgt.

Seit rund acht Jahren war die derzeitige beengte Unterbringung des Löschzugs unterhalb vom Dorfgemeinschaftshaus bereits ein Thema. Feuerwehr-Sachbearbeiterin Brigitte Heuschkel erinnerte sich gestern am Rande des von vielen Bürgern begleiteten Spatenstichs: »Am 4. April 1998, meinem Hochzeitstag, forderte Kreisbrandmeister Armin Setzer bei seiner letzten Begehung bereits eine bessere Unterbringung des Löschzugs.« Angesichts des langen Weges freute sich Löschzugführer Helmut Jungheim mit seinen 38 Aktiven, den elf Jugendfeuerwehrlern und zehn Alterskameraden gestern um so mehr: »Nach vielen Sitzungen und Vertröstungen geht es jetzt endlich vorwärts.«

Für Gemeindebrandinspektor Rolf Lengenberg ist der Neubau ein »weiterer wichtiger Meilenstein in unserem Brandschutzkonzept«. Er dankte dem Löschzug für seine Geduld und den politisch Verantwortlichen für die Zustimmung zu dieser beachtlichen Investition. Vor allem die logistisch ideale Lage in direkter Nähe zur Autobahn und der B54 werde künftig die Einsätze wesentlich erleichtern.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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