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Leader-Projekt "Digitalisierungsstrategie 3-Länder-Eck"
Südliches Siegerland 4.0

Alles ist im (Daten-)Fluss: Die regionale Vernetzung stellt Bürger und Kommunen vor Herausforderungen, bietet aber auch Chancen. Für ein „südliches Siegerland 4.0“ wird aktuell an einer Digitalisierungsstrategie gearbeitet.
  • Alles ist im (Daten-)Fluss: Die regionale Vernetzung stellt Bürger und Kommunen vor Herausforderungen, bietet aber auch Chancen. Für ein „südliches Siegerland 4.0“ wird aktuell an einer Digitalisierungsstrategie gearbeitet.
  • Foto: Dirk Manderbach
  • hochgeladen von Tim Lehmann (Redakteur)

tile Wilnsdorf/Burbach. Als „Mega-Trend“ bezeichnete der zuständige NRW-Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart beim Jahresempfang der Gemeinde Neunkirchen die Digitalisierung, auf die man sich vorbereiten müsse. Sie sei eine neue „Kulturtechnik“ ähnlich dem Lesen und Schreiben. Im Rahmen der Leader-Förderung startete das südliche Siegerland das Projekt „Digitalisierungsstrategie 3-Länder-Eck“, um den Herausforderungen dieses gesellschaftlichen wie ökonomischen Schwerpunktthemas zu begegnen. Die Entwicklung eines Konzeptes haben sich die Gemeinden Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf als Gemeinschaftsprojekt auf die Fahnen geschrieben. Projektträger ist der Regionalverein selbst als Schnittstelle der drei angeschlossenen Kommunen.

tile Wilnsdorf/Burbach. Als „Mega-Trend“ bezeichnete der zuständige NRW-Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart beim Jahresempfang der Gemeinde Neunkirchen die Digitalisierung, auf die man sich vorbereiten müsse. Sie sei eine neue „Kulturtechnik“ ähnlich dem Lesen und Schreiben. Im Rahmen der Leader-Förderung startete das südliche Siegerland das Projekt „Digitalisierungsstrategie 3-Länder-Eck“, um den Herausforderungen dieses gesellschaftlichen wie ökonomischen Schwerpunktthemas zu begegnen. Die Entwicklung eines Konzeptes haben sich die Gemeinden Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf als Gemeinschaftsprojekt auf die Fahnen geschrieben. Projektträger ist der Regionalverein selbst als Schnittstelle der drei angeschlossenen Kommunen.

Kreisweite Strategie steht bereits

Der Startschuss fiel im Spätsommer 2018, die eigentliche Arbeit aber begann für Annika Wolf im vergangenen Jahr. Die Regionalmanagerin beteiligte sich als „Abgesandte“ der drei Leader-Gemeinden an der Entwicklung der gemeinsamen Initiative Digitalisierungsstrategie (GID) 2025 des Kreises Siegen-Wittgenstein. Es erschien sinnvoller, zunächst an der Erarbeitung eines Konzeptes auf höherer Ebene mitzuwirken, als gleich mit spezifischen Planungen für das südliche Siegerland zu beginnen, erklärt sie Digitalisierungsbeauftragte. Unter Anleitung von Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves und dessen Team von „Fokos“ an der Universität Siegen wurde das Strategiepapier erstellt und im Oktober 2019 vorgestellt. In diesem Jahr sollen konkrete Projektideen in insgesamt acht Handlungsfeldern formuliert werden.

Andere Bedarfe im ländlichen Raum

Parallel dazu beginnt für Annika Wolf, die auf Kreisebene für das Themenfeld Bildung zuständig ist, nun die Arbeit am Konzept für das Dreiländereck. Dabei profitiere sie vom GID, sagt sie. Denn nun lasse sich die lokale Strategie besser in einen übergeordneten Zusammenhang einbinden. Eine simple „Kopie“ der Kreisinitiative mache indes wenig Sinn, stellt die Regionalmanagerin klar. Ihre Aufgabe sei es zum einen zu analysieren, inwieweit das südlichen Siegerland aus dem kreisweiten Konzept Vorteile ziehen könnte, zum anderen werden die kommenden Monate im Zeichen der Bedarfsermittlung stehen. Denn die Bedarfe im ländlich geprägten Dreiländereck seien eben andere als beispielsweise in städtischen Gebieten wie Siegen, Kreuztal oder Hilchenbach, sagt Annika Wolf. Ob es von Vorteil sein könnte, ebenfalls Handlungsfelder zu definieren (und wenn ja die gleichen oder weniger oder andere), werde sich noch zeigen müssen.

Bürger sollen 2021 Ideen einbringen

Im Jahr 2021 sollen vor allem die Bürger mit einbezogen werden. In dieser Phase gehe es dann darum, Ideen für tatsächlich umzusetzende Maßnahmen zu sammeln, beschreibt Annika Wolf den Ansatz: „Die Projekte entstehen im Prozess.“ Dabei könne vermutlich unterschieden werden zwischen Ideen, die sich für eine Umsetzung in der gesamten Leader-Region eignen, und solchen, die (zunächst) nur lokal in den Dörfern oder in einem Gemeindegebiet realisiert werden: Ob öffentliche WLAN-Hotspots, interaktive Wanderkarten für die Region, eine zentrale Bürgerbus-App für alle drei Gemeinden – der Fantasie sind zunächst keine Grenzen gesetzt. Und natürlich gehört auch die Fördermittelakquise für die Umsetzung der Ideen zum Aufgabenbereich der Regionalmanagerin.

Erste Projekte bis Ende 2022 umsetzen

Fixe Zielvorgaben hätten ihr die regionale Leader-Arbeitsgruppe (LAG) bzw. die drei Kommunen nicht gemacht (im Bereich E-Government, also der elektronischen Verwaltung, aber spielen gesetzliche Bestimmungen eine Rolle), so Annika Wolf, eben weil sich Anforderungen, Bedarfe und mögliche Projekte erst im Dialog mit den Bürgern und Dorfgemeinschaften ergeben (sollen). Auch das finale Strategiepapier solle „kein starres Regelwerk“ sein. Bis zum 31. Dezember 2022, so lange läuft die Leader-Förderung, sollen die ersten Projekte dann schon angegangen oder bereits fertiggestellt werden, hofft die Regionalmanagerin.

135.000 Euro für fünf Jahre

Die Digitalisierungsstrategie ist das größte gemeindeübergreifende Projekt im Rahmen der Leader-Förderung der Region „3-Länder-Eck“. Für den Zeitraum 2018 bis 2022 fließen hierfür 88.741,73 Euro aus dem EU-Programm in das südliche Siegerland (65 Prozent), insgesamt kostet das Projekt ca. 135.000 Euro. Darin enthalten ist die Schaffung einer Personalstelle in Teilzeit. Laut Projektbeschreibung soll die regionale Digitalisierungsbeauftragte als Netzwerkerin fungieren. Inhaltlich geht es um die „Erarbeitung einer digitalen Zukunftsvision der Region – ein Konzept, welches alle gesellschaftlichen Bereiche (medizinische Versorgung, Infrastruktur, Bildung, etc.) umfasst“, heißt es.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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