U-3-Betreuung wird teuer

dibi Burbach.  Die Betreuung von Kindern unter drei Jahren (U 3) wird eine teure Angelegenheit. Dies wurde gestern Abend im Burbacher Fachausschuss für Bürgerservice, Sicherheit, Soziales, Schulen und Kultur deutlich. In Gilsbach, Holzhausen und Niederdresselndorf müssen die bestehenden Kindertageseinrichtungen entsprechend um- und ausgebaut werden. Gesamtkosten: Knapp 1 Mill. Euro! Wovon rund 300 000 Euro von der Gemeinde beigesteuert werden müssen.

In Gilsbach kalkuliert der Architekt mit Gesamtkosten in Höhe von rund 263 000 Euro. Darin enthalten sind neben den Baukosten (180 000 Euro) die Ausstattung (47 000 Euro) und die Erneuerung der Nachtspeicherheizung (36 000 Euro). Letztere bietet sich laut Verwaltung im Zuge der Bauarbeiten an, denn bis 2015 müssen die Elektroheizungen spätestens aus öffentlichen Gebäuden verschwunden sein. Nach intensiven Gesprächen mit dem Kirchenkreis Siegen bezüglich der Finanzierung muss die Gemeinde einen Fehlbetrag von rund 55 000 Euro übernehmen. Die weiteren Investitionen könnten durch einen Landeszuschuss zu den Baukosten (165 000 Euro), Geld aus dem Kibiz-Budget (18 000 Euro) und den Eigenanteil des Kirchenkreises (25 000 Euro) gedeckt werden. Der Förderbescheid liegt inzwischen vor. Wie Amtsleiter Thomas Leyener erklärte, sollen die Bauarbeiten hier schon am 28. September beginnen. Die Kinder werden während der Bauphase für etwa drei Monate im CVJM-Gebäude untergebracht.

In Holzhausen erfordert die U 3-Betreuung Investitionen mit einem Kostenvolumen von etwa 380 000 Euro. Angesichts der zu erwartenden Anmeldezahlen ist dort eine Erweiterung des Gebäudes unumgänglich. Der Umbau soll laut DRK-Kreisverband-Geschäftsführer Ralf Henze Raum für 16 Plätze schaffen. Weil in der 3-Gruppen-Einrichtung schon jetzt einige Nebenräume fehlen, möchte man mit dem Anbau auch dieses Manko ausgleichen. Da der DRK-Kreisverband sich als Träger laut Vertrag nicht an den Kosten beteiligen muss, verbliebe nach Abzug aller Förderungen für die Gemeinde inklusive Einrichtung ein Anteil in Höhe von 102 000 Euro.

Für die Einrichtung in Niederdresselndorf lagen die Zahlen erst in der Sitzung vor. Hier rechnet man mit einem Bedarf für zwölf Kinder. Zudem sollen die Voraussetzungen für das gerade gestartete Familienzentrum verbessert werden. Gesamtkosten: rund 351 000 Euro. Gemeindeanteil: 145 000 Euro.

Da zunächst auch noch der Bauausschuss über die Maßnahmen beraten soll, stimmte der Sozialausschuss gestern erst einmal nur den jeweiligen gesetzlich geforderten Eigenanteil-Zahlungen im Hickengrund zu. Gilsbach soll möglichst noch im Etat 2009 finanziert werden.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.