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CDU regt Solar-Bürgerpark an
Visionen gefordert

Wie viel CO2 durch Solarstrom eingespart werden kann, lässt sich beispielsweise an der digitalen Infotafel am Wahlbacher Feuerwehrgerätehaus ablesen, auf dessen Dach eine Photovoltaikanlage in Betrieb ist. Die CDU möchte Sonnenkraft nicht nur auf Dächern öffentlicher Gebäude nutzbar machen, die Christdemokraten haben im Rat vorgeschlagen, die Machbarkeit eines Solar-Bürgerparks zu prüfen. Foto. Tim Lehmann
  • Wie viel CO2 durch Solarstrom eingespart werden kann, lässt sich beispielsweise an der digitalen Infotafel am Wahlbacher Feuerwehrgerätehaus ablesen, auf dessen Dach eine Photovoltaikanlage in Betrieb ist. Die CDU möchte Sonnenkraft nicht nur auf Dächern öffentlicher Gebäude nutzbar machen, die Christdemokraten haben im Rat vorgeschlagen, die Machbarkeit eines Solar-Bürgerparks zu prüfen. Foto. Tim Lehmann
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tile Burbach. Nachdem die Burbacher CDU-Fraktion vor der politischen Sommerpause einen Antrag in den Gemeinderat eingebrachte hatte, bei Beschlüssen Klimaaspekten jetzt ein noch höheres Gewicht beizumessen, folgte in der ersten Sitzung nach den Ferien ein konkreter Vorschlag für ein Energie- und Klimaprojekt: Die Christdemokraten regen einen Bürger-Solarpark an.

Vor allem Frank-Michael Naumann machte sich mit Blick auf Greta Thunbergs „How you dare“-Rede beim UN-Klimagipfel, der Friday-for-Future-Bewegung, diskutierte Klimanotstände et cetera für ein solches Projekt stark: „Visionen – das ist es, was die jungen Leute von uns fordern.“ Engagiert zeichnete er sein Bild einer solchen Vision.

tile Burbach. Nachdem die Burbacher CDU-Fraktion vor der politischen Sommerpause einen Antrag in den Gemeinderat eingebrachte hatte, bei Beschlüssen Klimaaspekten jetzt ein noch höheres Gewicht beizumessen, folgte in der ersten Sitzung nach den Ferien ein konkreter Vorschlag für ein Energie- und Klimaprojekt: Die Christdemokraten regen einen Bürger-Solarpark an.

Vor allem Frank-Michael Naumann machte sich mit Blick auf Greta Thunbergs „How you dare“-Rede beim UN-Klimagipfel, der Friday-for-Future-Bewegung, diskutierte Klimanotstände et cetera für ein solches Projekt stark: „Visionen – das ist es, was die jungen Leute von uns fordern.“ Engagiert zeichnete er sein Bild einer solchen Vision. Es gebe einige ungenutzte Freiflächen im Gemeindegebiet, die nach Ansicht der CDU geeignet sein könnten, um dort großflächig Solar- bzw. Photovoltaikanlagen zu errichten. Denn: „Wir brauchen Ökostrom!“ Konkret schwebe ihm ein Wiesenstück in Holzhausen vor. Den dort produzierten Strom könne man über die eigene Netzgesellschaft sogar selbst verwalten. Und schaffe man es dann noch, die Bürger mit einzubinden – da könne man schon überlegen, „ob wir mit unserer Gemeinde nach vorne gehen wollen“.

SPD und Grüne: Photovoltaik lieber auf Dächern

Vom Grundsatz her eine sehr gute Idee, meinte Nicole Schoeppner. Die SPD-Fraktions-Chefin konnte sich nur nicht damit anfreunden, mit großflächigen Anlagen „die Natur zuzupflastern“. Außerdem gebe es hierfür bereits ein Konzept, nämlich auf den Dächern der gemeindeeigenen Gebäude Photovoltaikanlagen zu installieren. Günther Pohl (Grüne) nannte es einen „falschen Ansatz“ hierfür Grünflächen in den Blick zu nehmen. Auch er sähe es lieber, wenn Unternehmen – auf freiwilliger Basis natürlich – ihre Dachflächen zu Verfügung stellten, um dort Solarenergie zu gewinnen.

Die Bereitschaft der Wirtschaft, in dieser Hinsicht tätig zu werden, sei gering, musste Bürgermeister Christoph Ewers dem Grünen-Chef die Hoffnung nehmen. In der Vergangenheit habe es diesbezüglich bereits Gespräche und Anfragen gegeben – das erhoffte positive Echo sei indes ausgeblieben.

Alle kommunalen Gebäude geprüft

Auf die Frage, warum nicht auf mehr kommunalen Gebäuden Photovoltaikanlagen zu sehen seien, hatte Ewers ebenfalls eine Erklärung parat. Die grundsätzliche Möglichkeit, die entsprechende Technik zu installieren, sei bei allen gemeindeeigenen Gebäuden geprüft worden. Einige schieden dafür aus (u. a. wegen der Statik), bei anderen stehe ohnehin in absehbarer Zeit eine Dachsanierung an und es erscheine wenig sinnvoll, vorher Solaranlagen zu errichten.

Trotz der Vorbehalte der drei anderen Ratsfraktionen, mit Photovoltaikanlagen auf Grünflächen auszuweichen, stimmten sie mehrheitlich für den CDU-Antrag, die Verwaltung zu beauftragen, potenzielle Flächen wenigsten zu ermitteln, mögliche baurechtliche Einschränkungen zu klären sowie in einer fiktiven Bespielrechnung eine Kosten-Nutzen-Analyse für einen Bürger-Solarpark vorzulegen.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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