Vortrag zur Eisengewinnung in Burbach
Von großer Bedeutung

Gerhard Gläser (l.) und Dr. Manuel Zeiler gestalteten den Abend.  Foto: Kulturbüro
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sz Burbach. Viele Gäste kamen jetzt zum Vortrag des Archäologen Dr. Manuel Zeiler. Burbach stand im Mittelpunkt der „Archäologie zur Eisengewinnung von der Keltenzeit bis in das Hohe Mittelalter“. Das Thema fand das Interesse des Publikums, das im Bürgerhaus Burbach zusammenkam. Der Vortrag wurde vom Kulturbüro im Rahmen „800 Jahre Burbach“ organisiert.

Zunächst, so teilt das Kulturbüro in seiner Pressemitteilung mit, konnte eine kleine Ausstellung von Gerhard Gläser betrachtet werden. Bodenfunde aus dem Buchhellertal und Mischebachtal von der keltischen Zeit bis in die Neuzeit wurden ausgestellt in Form von Scherben, Werkzeugen und Schmuckgegenständen aus Burbach. Gerhard Gläser ist der Heimatforscher für den Raum Burbach. Er hat unzählige Funde gemacht, und sie der archäologischen Denkmalpflege gemeldet. Für das Siegerland ist der Referent Dr. Manuel Zeiler zuständig.

Im gesamten Siegerland war das Aufkommen von Eisenerz von allergrößter Bedeutung. Es ist nicht vorstellbar, dass in der vorrömischen Zeit die Region besiedelt worden wäre, wenn nicht die keltischen Fürsten (Sitz in den Wallburgen) ihre Untertanen aus Hessen ins Siegerland geschickt hätten, um Erzbrocken zu sammeln und diese in Rennöfen zu verhütten. Aus unerfindlichen Gründen brach dann die Besiedlung um Christi Geburt ab. Im Verlauf der fränkischen Besiedlung aus dem hessischen Raum, um 800 n. Chr., sind wieder Fachleute ins Siegerland geschickt worden, die die Verhüttung von Erzen bei Null wieder anfangen mussten.

Die Technik der fränkischen Hüttenleute war anders, sie verhütteten in sogenannten Schachtöfen (die keltischen Öfen sind sogenannte Kuppelöfen). Auf die Rennofentechnik baute die Technik von steinernen Hochöfen auf, die zunächst mit Holzkohle betrieben wurden, später mit Koks. Nach neuesten Ergebnissen, so Dr. Zeiler, wurden die keltischen Öfen nur mit Holz betrieben, die Verkohlung fand im Rennofen statt.

In den mittelalterlichen Öfen wurde die Holzkohle in sogenannten Grubenmeilern hergestellt und dann in den Rennöfen verwendet. Man muss die heutige Industrieregion Siegerland zurückführen auf die Entwicklung von der Eisenzeit über das Mittelalter in die Neuzeit. Heutzutage gibt es immer noch viele Siegerländer Industriezweige, die ihren Ursprung in der Eisenindustrie haben.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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