SZ

Bald neues Backhaus in Burbach
Vor Weihnachten qualmt’s

Bürgermeister Christoph Ewers (3. v. l.), Bauunternehmer Rüdiger Sahm (4. v. l.), Heimatvereinsvorsitzender Volker Gürke (3. v. r.), der Burbacher Bundestagsabgeordnete und Heimatfreund Volkmar Klein sowie die Frauen der Backgruppe hatten sichtlich gute Laune beim Spatenstich.
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  • Bürgermeister Christoph Ewers (3. v. l.), Bauunternehmer Rüdiger Sahm (4. v. l.), Heimatvereinsvorsitzender Volker Gürke (3. v. r.), der Burbacher Bundestagsabgeordnete und Heimatfreund Volkmar Klein sowie die Frauen der Backgruppe hatten sichtlich gute Laune beim Spatenstich.
  • hochgeladen von Tim Lehmann (Redakteur)

tile Burbach. Der Anfang ist gemacht. Gestern rollte der Bagger über den Krankenhausweg und begann mit den Aushubarbeiten unterhalb des Totenhäuschens. Dort baut der Heimatverein „Alte Vogtei“ Burbach ein neues Backhaus. Die Vorfreude auf den komfortablen Backes war den Protagonisten und Gästen beim ersten Spatenstich deutlich anzumerken. Mit dem Beginn der Arbeiten werde für alle sichtbar, dass das neue Begegnungs-, Besucher- und Erlebniszentrums (BBEZ) „kein Fake ist“, spielte Volker Gürke, Vorsitzender der Heimatfreunde, augenzwinkernd auf die lange Anlaufzeit von nunmehr fünf Jahren an. Bürgermeister Christoph Ewers bezeichnete den Abbruch der kniehohen Bruchsteinmauer und die anstehenden Erdarbeiten für den Backes-Neubau als „Start der Gesamtmaßnahme“ im Bereich alte Vogtei.

tile Burbach. Der Anfang ist gemacht. Gestern rollte der Bagger über den Krankenhausweg und begann mit den Aushubarbeiten unterhalb des Totenhäuschens. Dort baut der Heimatverein „Alte Vogtei“ Burbach ein neues Backhaus. Die Vorfreude auf den komfortablen Backes war den Protagonisten und Gästen beim ersten Spatenstich deutlich anzumerken. Mit dem Beginn der Arbeiten werde für alle sichtbar, dass das neue Begegnungs-, Besucher- und Erlebniszentrums (BBEZ) „kein Fake ist“, spielte Volker Gürke, Vorsitzender der Heimatfreunde, augenzwinkernd auf die lange Anlaufzeit von nunmehr fünf Jahren an. Bürgermeister Christoph Ewers bezeichnete den Abbruch der kniehohen Bruchsteinmauer und die anstehenden Erdarbeiten für den Backes-Neubau als „Start der Gesamtmaßnahme“ im Bereich alte Vogtei.

Im August wird Richtfest gefeiert

Seit gut zwei Jahren können die Backfrauen den Ofen nicht mehr anfeuern, der bis zur Schließung 2017 regelmäßig in der sanierungsbedürftigen Zehntscheune glühte. Ihre Geduld wird noch die nächsten zehn Monate auf die Probe gestellt. Zum Museumsfest Ende August soll Richtfest gefeiert werden, Ziel sei es, das Backhaus zum Weihnachtsmarkt in Betrieb zu nehmen, verriet Rüdiger Sahm, Vorstandsmitglied des Heimatvereins und ausführender Bauunternehmer, den groben Zeitplan.

Für das im Grundriss ca. acht mal acht Meter große Gebäude muss zunächst der Hang abgetragen und begradigt werden, das Erdgeschoss soll auf dem Höhenniveau der halbkreisförmigen Sitzstufe rund um den Brunnen liegen. Der ebenerdige, barrierefreie Zugang werde direkt über den Krankenhausweg möglich sein, so Sahm. Der Giebel ist nach Nord-Nord-Ost ausgerichtet, also im rechten Winkel zu den Giebeln der alten Vogtei und von Haus Herbig.

Dem pulsierenden Herzstück des Backes, dem Ofen, hat Architekt Hermann Halbach (Neunkirchen) entsprechend seiner Bedeutung einen zentralen Platz auf der Rückseite der großzügigen Backstube zugewiesen. Links des Ofens befindet sich ein kleiner Geräteraum, rechts von ihm das WC – das jedoch ganz bewusst nur von außen zugänglich sein wird. Damit ergebe sich die Möglichkeit, die Toilette bei Veranstaltungen für die Besucher zu öffnen, ohne gleich die Backstube selbst aufschließen zu müssen, hatte Rüdiger Sahm bereits im Rahmen der Infoveranstaltung zur alten Vogtei vergangene Woche erläutert (die SZ berichtete).

Den fachgerechten Umzug des Ofens an seinen neuen Bestimmungsort übernimmt mit der Backofenbau Zepp GmbH jenes Spezialunternehmen aus der Eifel, das vor 30 Jahren bereits den Transport aus dem Hickengrund in die Zehntscheune organsiert hat. Damit seien nun Vater, Sohn und künftig auch der Enkel der Familie Zepp mit dem Burbacher Backes verbunden und Ansprechpartner für den Heimatverein, erzählte Rüdiger Sahm eine hübsche Randgeschichte des Projekts.

Die alten Bautechniken zählen

Der Backes werde so gebaut, „wie Backesse früher eben gebaut wurden“, kündigte der Bauunternehmer an: Das Erdgeschoss wird mit Bruchsteinen verkleidet, die Wände werden entsprechend dick; das ständerfreie Dachgeschoss entsteht in Fachwerkbauweise. Der rund 40 Quadratmeter große Dachboden wird über eine Metallbrücke auf der rückwärtigen Giebelseite zugänglich gemacht. Er wird als dringend benötigtes Lager dienen.

Die Gemeinde als Grundstückseigentümerin und der Heimatverein haben einen Pachtvertrag über die Nutzung geschlossen, erklärte Bürgermeister Ewers. Die Kosten des Teilprojekts des BBEZ gibt die Kommune mit 225 000 Euro an. Nach den bereits vergebenen Bauleistungen müssten nun auch die Zimmermanns- und Dachdeckerarbeiten europaweit ausgeschrieben werden.

Bürgermeister Christoph Ewers (3. v. l.), Bauunternehmer Rüdiger Sahm (4. v. l.), Heimatvereinsvorsitzender Volker Gürke (3. v. r.), der Burbacher Bundestagsabgeordnete und Heimatfreund Volkmar Klein sowie die Frauen der Backgruppe hatten sichtlich gute Laune beim Spatenstich.
Kleiner Mauerfall: Die Erdarbeiten unterhalb des Totenhäuschens haben begonnen. Dort soll bis zum Weihnachtsmarkt das neue Backhaus des Heimatvereins stehen – als erster Schritt des Gesamtprojekts „Alte Vogtei“ (im Hintergrund zu sehen). Fotos: Tim Lehmann
Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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