Wer muss das Wasser ableiten?

Straßenbaulastträger oder Waldgenossenschaft:

Nach Unfall auf der L531 in Burbach: Zuständigkeiten sollen schnell geklärt werden

dibi Burbach. Gleich mehrere SZ-Leser meldeten sich nach der gestrigen Berichterstattung über den Unfall auf der L531 bei Burbach zu Wort. Sie alle hatten Silvester bereits ihre Schrecksekunden auf der vereisten Landstraße in Höhe der Einfahrt zum Industriepark erlebt. »Ich wurde gegen 15.15 Uhr in diesem Bereich von der Glätte überrascht. Nur weil ich als Ortskundiger von der Gefahrenstelle weiß und entsprechend vorsichtig fuhr, hatte ich mein Auto unter Kontrolle«, berichtete ein Burbacher. Er griff sofort zum Telefon und informierte die Polizei über die Situation. Gegen 19.30 Uhr war ein Ehepaar aus dem Hickengrund Richtung Burbach gefahren. »Lediglich eine kleine gelbe Warnleuchte«, so der Fahrer gestern gegenüber der SZ, habe auf jeder Fahrbahnseite auf eine Gefährdung hingewiesen: »Völlig unangebracht für diese Situation!«

Oberlieger in der Pflicht?

Die SZ ging gestern der Frage nach, wer denn nun dafür Sorge tragen muss, dass wenigstens in Zukunft nicht wieder Wasser über die Straße fließt. Beim Landesbetrieb Straßenbau NRW in Siegen erklärte Eberhard Zimmerschied, dass dies im Landeswassergesetz klar definiert sei. Dort werde dem Sinne nach ausgeführt, dass ein Oberlieger einem Unterlieger kein Wasser zuführen dürfe, das dort zu Gefährdungen führen könnte. Da es sich in Burbach um einmündende Waldwege handele, müsse seiner Ansicht nach also die Waldgenossenschaft Abhilfe schaffen. Zimmerschied: »Wir werden die Eigentümer unverzüglich auffordern, für Abhilfe zu sorgen.«

Bauhof streute zusätzlich

Auch im Burbacher Rathaus hat man sich nach dem Unfall intensiv mit der Problematik befasst. Wie Bürgermeister Hermann-Josef Droege gestern auf Anfrage der SZ erklärte, habe die Gemeinde sofort Kontakt mit dem Straßenbauamt aufgenommen, um zu klären, ob der Straßenbaulastträger selbst entsprechende Vorkehrungen treffen oder andere Eigentümer dazu anhalten müsse. In diesem Zusammenhang ging er auch noch einmal auf den Winterdienst im Einmündungsbereich ein. Der Bauhof der Gemeinde habe dort quasi freiwillig, weil für die Landstraße ja eigentlich die Straßenmeisterei zuständig sei, in den letzten Tagen immer wieder zusätzlich auch Salz gestreut.

Gefahrenpunkte werden kontrolliert

Zudem habe man am Montag sofort reagiert: Der Bauhofleiter werde nun auch die weiteren bekannten Gefahrenstellen – z.B. auf der Kuppe zwischen Burbach und Gilsbach, an der Gambach und zwischen Wahlbach und Gilsbach – regelmäßig selbst auf Glättebildung kontrollieren.

Einvernehmliche Lösung muss her

Bis gestern hatte mit der betroffenen Waldgenossenschaft Hauberg Burbach noch niemand Kontakt aufgenommen. Vorsitzender Herbert Schepp ist der Meinung, dass nach seinem Empfinden derjenige, der die Straße gebaut habe, auch dafür sorgen müsse, dass Holzabfuhrwege wieder sicher angebunden werden. Er sei seit gut 25 Jahren Vorsitzender der Waldgenossenschaft, bislang habe es diesbezüglich auch noch keine Probleme gegeben. Dass im aktuellen Fall aber schnell eine einvernehmliche Lösung gefunden werden müsse, dies stehe für ihn außer Frage.

Eberhard Zimmerschied berichtete, dass im Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebs Straßen Siegen eine Vielzahl solcher Gefahrenstellen bekannt seien. Am vergangenen Wochenende sei nach tagelangem Dauerregen überall Wasser über die Straßen gelaufen. Darauf müsse man sich als Verkehrsteilnehmer halt auch einstellen. Laut Straßen- und Wegegesetz müssten auch nur die besonders gefährlichen Stellen gestreut werden, nämlich dort, wo man trotz angepasster Fahrweise Glätte nicht rechtzeitig sehen könne.

Landstraße wird im Frühjahr saniert

Was die von der SZ gestern kritisierte ausgefahrene Landstraße im weiteren Verlauf bis Würgendorf angeht, hatte er eine erfreuliche Nachricht parat: »Die L531 wird im Frühjahr von Burbach bis Würgendorf saniert.« Der Auftrag sei noch im Vorjahr erteilt worden. Auch die Ortsdurchfahrten Wahlbach und Würgendorf stehen in diesem Jahr auf dem Sanierungsplan.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil
ThemenweltenAnzeige
Die Vorländer Mediengruppe hat ihr Stellenanzeigen-Portal 57jobs.de komplett überarbeitet.
3 Bilder

Optimiertes Stellenanzeigen-Portal
Mit 57jobs.de einen neuen Job finden

Neues Design und neue Angebote für Unternehmen, aber bewährte Technik: Die Vorländer Mediengruppe hat ihr Stellenanzeigen-Portal 57jobs.de einem Relaunch unterzogen, der sowohl die Suche nach einem neuen Job als auch die Suche nach neuen Fachkräften noch einfacher gestaltet. Auf dem Portal der Siegener Zeitung und des Wochenanzeigers finden sich unter den ständig 10.000 Jobangeboten aus Siegerland, Wittgenstein sowie den Kreisen Olpe und Altenkirchen auch sämtliche Anzeigen aus den...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen