Wetterlage verantwortlich für laute Sprengknalle

sz Würgendorf. Die Firma Dynamit Nobel und deren Nachfolgeunternehmen DMC Dynaplat führen seit über 30 Jahren Sprengplattierungen am Standort Würgendorf durch. Hierbei werden aus unterschiedlichen Metallblechen, wie beispielsweise Stahl und Titan, die man mit herkömmlichen Methoden nicht miteinander verbinden kann, Verbundbleche hergestellt. Kleinere Sprengungen werden auf dem werkseigenen Sprengplatz Höhchen in Würgendorf durchgeführt. Die Sprengzeiten und eingesetzten Sprengstoffmengen liegen dabei laut Pressenotiz „deutlich unter den laut Zulassung genehmigten“. Diesen Selbstbeschränkungen bei den Sprengungen habe sich das Unternehmen unterworfen, um die Belastung der Anwohner weitgehend zu reduzieren. In einem ehemaligen Bergwerk bei Dillenburg werden die größeren Sprengplattierungen durchgeführt.

In den vergangenen Monaten gingen jedoch bei der Standortleitung des Werkes Würgendorf wieder Anrufe von Anliegern ein, die sich besorgt nach dem Grund der vergleichsweise lauten Explosionsknalle erkundigten. Eine für die Schallausbreitung ungünstige Wetterkonstellation führt laut Aussage des Unternehmens vor allem im Winter dazu, dass Plattierungen, die sonst als nicht belästigend wahrgenommen werden, jetzt an relativ weit entfernten Orten so laut zu hören sind, als läge die Sprengstelle in unmittelbarer Nachbarschaft.

Untersuchungen durch die Landesanstalt für Immissionsschutz des Landes NRW und des Amtes für Umweltschutz haben in der Vergangenheit ergeben, dass der Schalldruck der ankommenden Druckwelle deutlich kleiner ist, als die bei der Bemessung von Gebäuden anzusetzenden Windlasten. Aufgrund dieser Untersuchungen, die auch die Auswirkungen des Sprengknalls auf Fensterscheiben berücksichtigt hat, sind Schäden an Gebäuden durch die Sprengungen auszuschließen.

Um die Tätigkeiten, mit denen die erzeugten Sprengplattierknalle verbunden sind, den betroffenen Anwohnern transparenter und verständlicher zu machen, lädt die Firma DMC Dynaplat alle interessierten Anlieger zu einem Tag der offenen Tür im Werk Würgendorf ein. Am Samstag, 25. April, können von 10 bis 16 Uhr die Anlagen besichtigt und eine Sprengplattierung beobachtet werden. An diesem Tag wird auch ein Mitarbeiter der Bezirksregierung Arnsberg, Dezernat für Immissionsschutz, für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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