Windkraftzone in »Weisenberg Nord«

Burbacher favorisieren Areal bei Gilsbach und Würgendorf/Acht Gebiete in engerer Wahl

dibi Burbach. Im Bereich »Weisenberg Nord« will die Gemeinde Burbach eine Konzentrationszone für den Bau von Windkraftanlagen ausweisen. Diesen Vorschlag untermauerte gestern Abend der Hauptausschuss und empfahl dem Rat die Aufstellung der 23. Flächennutzungsplanänderung sowie die frühzeitige Beteiligung der Bürger und der Träger öffentlicher Belange. Es handelt sich um ein etwa 20,7 Hektar großes Gelände nördlich der Autobahn A45 in den Gemarkungen Gilsbach und Würgendorf, etwa einen Kilometer entfernt vom Landeskroner Weiher.

Lob erhielt die Verwaltung von den Fraktionen für die »sehr professionelle und gut nachvollziehbare« (Thomas Helmkampf/CDU) Ausarbeitung der Vorlagen. Wolfgang Kasper (SPD) fragte sich, warum man vorab einen externen Gutachter eingeschaltet habe, in Zukunft sollte man verstärkt auf die »sehr qualifizierten eigenen Mitarbeiter« hören.

Wie berichtet, hatte der Hauptausschuss im September auf Basis eines von einem Gutachter ermittelten Zwischenergebnisses, mit dem man eher unzufrieden war, die Verwaltung mit einer weitergehenden Feinprüfung beauftragt. Im dritten Prüfungsverfahren kam man nun im Rathaus zu dem Ergebnis, dass nach Abwägung aller Vor- und Nachteile sowie gesetzlichen Forderungen das Gebiet »Weisenberg Nord« unter den acht verbliebenen Flächen das geeignetste ist.

Für diesen Bereich spricht u.a. die Entfernung zum nächsten Wohnhaus, das 1450 m weiter auf Wilnsdorfer Terrain liegt. Die Erschließung könnte von der Kalteiche aus über die B54 Richtung Wilnsdorf erfolgen. Dort müsste auch das 4,4 km lange Stromkabel in der Umspannanlage Dortmunder Straße angeschlossen werden.

Die Windräder auf dem 510 m über NN gelegenen Gebiet hätten laut Ausführungen der Verwaltung »nahezu keine Sichtbeziehungen« zu den umliegenden Ortschaften.

Gestaltungssatzung vor Ort erarbeiten

In Sachen Gestaltungssatzung für den historischen Ortskern von Holzhausen, vom Heimatverein beantragt, fordert der Hauptausschuss zunächst die Erarbeitung »eines begründbaren Geltungsbereichs sowie mögliche Gestaltunggsregelungen«. Die soll der Heimatverein gemeinsam mit den betroffenen Bürgern tun. Nachdem die Verwaltung diese in eine rechtssichere Form gebracht hat, sollen die politischen Gremien erneut beraten. Überwiegend schien im Ausschuss eine Akzeptanz für eine solche Gestaltungssatzung vorzuherrschen. Während einige Politiker die Bevormundung der Bürger kritisch sehen, vertreten andere die Meinung, dass nur so ungewünschte Entwicklungen vermieden werden könnten. Ortsvorsteher Peter Dumke brachte es auf den Punkt: »Gerade die jüngste Entwicklung bei der Gestaltung eines Daches zeigt, dass ohne stringente Vorgaben Dinge passieren, die nicht ins Dorfbild passen. Auf freiwilliger Basis ist das nicht zu verhindern.«

Keine Chance für Henry Dunant

Abgelehnt wurde gestern der Antrag des DRK-Ortsvereins Burbach auf Änderung des Namens der »Ladestraße« in »Henry-Dunant-Straße«. Im Gegensatz zu den Rotkreuzlern (die Bezeichnung »Ladestraße« hat keinen historischen Hintergrund) hielt der Ausschuss diese laut Ludwig Sahm (CDU) nach Bau der Eisenbahnstrecke vor rund 150 Jahren gewählte Bezeichnung nach wie vor für in Ordnung. Dort seien seit Jahr und Tag Güter von und auf die Bahnwaggons verladen worden. Jürgen Bettke (SPD) wollte zudem den anliegenden Firmen weitere Kosten ersparen, die eine Umwidmung nach sich gezogen hätte. Auch Ortsvorsteher Waldemar Herr (CDU) hatte erhebliche Bedenken weil die Umsiedlung des DRK keine Begründung für eine Umbenennung sei und allein die französische Aussprache des Namens des Gründers des Internationalen Roten Kreuzes von den Bürgern kritisch gesehen werde.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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