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Jubel beim Enduro-Profi aus Würgendorf
Christian Textor krönt seine starke Saison

Christian Textor sicherte sich in Treuchtlingen im Altmühltal bereits seinen vierten Deutschen Meistertitel im Enduro-Sport. Der 30-jährige Würgendorfer ist der nationale Rekordmeister in dieser Disziplin.
  • Christian Textor sicherte sich in Treuchtlingen im Altmühltal bereits seinen vierten Deutschen Meistertitel im Enduro-Sport. Der 30-jährige Würgendorfer ist der nationale Rekordmeister in dieser Disziplin.
  • Foto: Manuel Rohne
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

krup Treuchtlingen. Christian Textor hat seine erfolgreiche Enduro-Saison 2021 mit dem nationalen Meistertitel gekrönt! Nach dem 26. Rang in der Gesamtwertung der Enduro World Series (die SZ berichtete) sicherte sic

krup Treuchtlingen. Christian Textor hat seine erfolgreiche Enduro-Saison 2021 mit dem nationalen Meistertitel gekrönt! Nach dem 26. Rang in der Gesamtwertung der Enduro World Series (die SZ berichtete) sicherte sich der 30-jährige Würgendorfer bei der Deutschen Meisterschaft in Treuchtlingen im Altmühltal nach sechs Stages (Etappen), 700 Höhenmetern und 30 Kilometern den Titel in der Männerklasse.

Der zweifache Familienvater aus dem südlichen Siegerland war insgesamt 8:06,69 Minuten lang unterwegs und verwies damit Lokalmatador Lauritz Herrmann vom SV Rauenzell (8:11,34) und Max Pfeil vom SC Korb (8:12,80) auf die Plätze 2 und 3. Insgesamt kamen 154 Starter in der Männer-Eliteklasse in die Wertung.

Christian Textor gelang damit quasi die Titelverteidigung, da die Deutsche Meisterschaft 2020 wegen der Corona-Pandemie nicht ausgetragen wurde. Nach 2016, 2018 und eben 2019 war es der vierte nationale Meistertitel für den Würgendorfer, der für das in Köln beheimatete Team Bulls unterwegs ist – damit ist er zugleich Rekordchampion im deutschen Enduro-Sport, wo seit 2014 nationale Meistertitel vergeben werden.

„Vom Anspruch her war das Rennen nicht mit der Weltserie vergleichbar, was man schon an den Zeiten sieht. Acht Minuten benötigt man in der EWS mitunter für eine einzige Stage, und hier war das bereits die Gesamtzeit. Auch die Strecke war technisch nicht so anspruchsvoll, was es aber schwieriger für mich machte, weil sie dadurch kaum selektiv war – sehr viele Fahrer waren schnell unterwegs, da durfte man sich keinen großen Fehler erlauben“, berichtete Textor. Erschwert wurde das Rennen auch durch die Tatsache, dass man ohne die Möglichkeit eines Trainingslaufes (Corona sei undank!) und somit ohne genaue Streckenkenntnisse in das Rennen geschickt wurde.

„Ich bin zwar mal vor Jahren in Treuchtlingen gefahren, aber auf einem anderen Kurs. Ich habe nur sehr wenige Teilstrecken wiedererkannt“, erläutert der Würgendorfer. „Lauritz wohnt hingegen ganz in der Nähe, das ist sein Trainingsraum – da hatte er schon einen gewissen Heimvorteil. Angesichts der Umstände wäre ich also nicht sonderlich überrascht gewesen, wenn diesmal ein anderer Fahrer sich den Titel geholt hätte. Umso schöner, dass ich gewinnen konnte. Auch wenn die Weltserie für mich einen höheren Stellenwert hat: Titel bleibt Titel und es ist immer cool, wenn man dem Druck, den man als Favorit in eine Veranstaltung mitnimmt, standhalten kann und nicht etwa daran zerbricht.“

Gewertet wurden übrigens nur fünf Stages, da Probleme mit der Zeitnahme bei der sechsten Etappe für eine gewisse Aufregung sorgten. Die Zeitnahme-Auslösung hatte zu nah am Vorstart gestanden, wodurch bei einigen Fahrern die Zeit schon lief, während sie noch auf ihren eigentlichen Start warteten. Um einen fairen Wettkampf zu gewährleisten, entschied die Jury, die letzte Stage aus der Wertung zu streichen. Bis auf das Podium der Masters-Herren hatte die fehlende Stage aber keinen Einfluss auf die vorderen Ränge.

„Jetzt freue ich mich erst einmal auf ein paar freie Tage mit meiner Familie, denn die Saison war extrem lang. Es wird zwar schon im November wieder mit dem Training losgehen, aber jetzt kann ich mich mal von dem Leistungs- und Lieferdruck lösen“, sagt Christian Textor, für den schon im Kindesalter sein Fahrrad das liebste Spielzeug war und der „das Endurofahren für die ganzheitlichste Disziplin des technischen Mountainbikens“ hält: „Du musst jede Menge Höhenmeter erklettern und auf den technischen Stages bergab mit Sprints und knackigen Anstiegen gespickt zeigen, was du drauf hast.“ ⋌Frank Kruppa

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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