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Stefan Goebel gestaltet das Apotheken-Kindermagazin
Tolle Bilder, schlaue Texte in "medizini"

Stefan Goebel, der Art Director von „medizini“, bei der Arbeit am Computer. Was er da gerade grafisch umsetzt, ist beim genauen Hingucken unschwer zu erkennen, oder?
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  • Stefan Goebel, der Art Director von „medizini“, bei der Arbeit am Computer. Was er da gerade grafisch umsetzt, ist beim genauen Hingucken unschwer zu erkennen, oder?
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

pebe Olpe/Baierbrunn. Klein sieht es aus, wenn man es in der Hand hält. Aber „medizini“, das Kindermagazin, das ihr in den Apotheken bekommen könnt, ist ganz schön groß: Denn es lässt sich zu einem Riesenbogen auseinanderfalten, und dann wird auf der Rückseite zum Beispiel ein großes Tierposter sichtbar. Schon seit 1974 gibt es das Kindermagazin aus dem Wort & Bild Verlag in Baierbrunn bei München – fragt mal eure Eltern, vielleicht haben sie das auch schon gelesen!
Aber wie entsteht eigentlich so ein Magazin, und wer macht es? Die Kinderredaktion der Siegener Zeitung wollte das im Telefongespräch von Stefan Goebel wissen, der der sogenannte Art Director (gesprochen: Art Deirekter) von „medizini“ ist. Stefan ist in Olpe im Sauerland aufgewachsen und zur Schule gegangen.

pebe Olpe/Baierbrunn. Klein sieht es aus, wenn man es in der Hand hält. Aber „medizini“, das Kindermagazin, das ihr in den Apotheken bekommen könnt, ist ganz schön groß: Denn es lässt sich zu einem Riesenbogen auseinanderfalten, und dann wird auf der Rückseite zum Beispiel ein großes Tierposter sichtbar. Schon seit 1974 gibt es das Kindermagazin aus dem Wort & Bild Verlag in Baierbrunn bei München – fragt mal eure Eltern, vielleicht haben sie das auch schon gelesen!
Aber wie entsteht eigentlich so ein Magazin, und wer macht es? Die Kinderredaktion der Siegener Zeitung wollte das im Telefongespräch von Stefan Goebel wissen, der der sogenannte Art Director (gesprochen: Art Deirekter) von „medizini“ ist. Stefan ist in Olpe im Sauerland aufgewachsen und zur Schule gegangen.
Stefan, was macht denn eigentlich ein Art Director?
Der Art Director bei uns ist der künstlerische Leiter. Er gestaltet das Heft mit und ist dafür verantwortlich, dass es richtig gut aussieht, wenn es fertig ist.
Seit wann gestaltest du „medizini“ mit?
Ich arbeite seit über 20 Jahren in der Redaktion. Vorher habe ich in Essen an der Folkwang-Hochschule Grafikdesign studiert. Das habe ich schon als Jugendlicher machen wollen. Es ist ein Beruf, der mir großen Spaß macht.

Das Heft gibt es seit mehr als 40 Jahren

Was ist das Besondere an „medizini“?
Das Heft gibt es seit mehr als 40 Jahren, und immer ist die Grafik besonders wichtig. Das heißt, dass wir sehr genau darauf achten, viele tolle Bilder einzusetzen. Denn auf Bilder schaut man zuerst, und dann wird man auch neugierig auf den Text. Das heißt: Eigentlich haben wir mehr Betrachter als Leser!
Für wen ist das Heft gedacht?
Wir wollen auf jeden Fall, dass die Kinder aus allen Klassen der Grundschulen Interesse daran haben.
Woher weißt du und wisst ihr, was Kinder sehen und lesen wollen?
Kinder wollen genauso informiert werden wie die Erwachsenen, sie sind neugierig und wollen sehr viel wissen. Uns kommen Grundschulklassen in der Redaktion besuchen, und wenn ich denen am Computer zeige, was wir machen, dann sagen die mir deutlich, ob sie das gut finden oder nicht. Und wir bekommen E-Mails von unseren Leserinnen und Lesern. Außerdem habe ich selbst zwei Kinder, die aber schon erwachsen sind, und auch unsere Redakteure sind Eltern.

Tiere, Witze, Römer oder Ritter - alles da

Ist es schwer, etwas so zu erklären, dass Kinder das verstehen und gut finden?
Ja, das ist manchmal sehr anspruchsvoll. Aber es macht auch viel Spaß, wenn du über etwas Neues berichten und das mit Bildern verdeutlichen kannst. Da gibt es Tierstorys, aber auch Geschichten über Römer oder Ritter, oder darüber, was Schulkinder in aller Welt erleben oder wie eine Stadt vor 100 jahren aussah. Aber es gibt auch feststehende Teile wie die Poster, die bunte Seite und die Leserwitze oder die Tipps aus der Apotheke.
Wie macht ihr denn so ein Heft?
Wir sind fünf Leute in der Redaktion und arbeiten schon über 15 Jahre eng zusammen: eine Grafikerin und ein Grafiker, zwei Redakteure und ein Bildredakteur. Jeder hat seine besonderen Aufgaben, Texte müssen geschrieben werden, wir suchen Fotos aus, denken uns Comics aus, skizzieren sie vor und lassen sogenannte Illustratoren sie dann für uns zeichnen. Manches zeichnen wir auch selbst. Da wir einmal im Monat erscheinen, müssen wir früh genug planen, was im jeweiligen Heft stehen soll. Jetzt, im Oktober, planen wir gerade das Heft für Dezember – ich verrate aber noch nicht, was drinsteht!
Wie viele Exemplare werden von so einem Heft gedruckt?
Von jeder Ausgabe werden ungefähr 1,3 Millionen gedruckt, die an die Apotheken in Deutschland verkauft werden. Die verteilen die Hefte dann kostenlos an die Kinder oder deren Eltern und Großeltern, wenn die in die Apotheke gehen.

Riesige Karte zur Wiedervereinigung

Im neuesten Heft habt ihr über die deutsche Wiedervereinigung vor 30 Jahren berichtet. Und es gibt Teile einer riesigen Karte von allen 16 Bundesländern, die man ausschneiden kann. Was hat es denn damit auf sich?
Die Idee zu so einer Karte hatte ich schon letztes Jahr. Ich ahnte schon, dass da richtig viel Arbeit auf mich zukommen würde. Man kann ja ganz viele Informationen darauf unterbringen, und Karten sind spannend. Da die Karte aber riesig ist, wenn man ihre Einzelteile zusammenklebt, haben wir sie in vier Teile geteilt, die in vier Heften nacheinander gedruckt werden.
Und zu jedem Bundesland gibt es Informationen am Rand …
Genau! Das gehört natürlich dazu! Die Zeichnungen dafür und auch von Sehenswürdigkeiten in vielen Orten stammen von mir – das war ziemlich viel Arbeit, hat aber auch Spaß gemacht. Ich musste mich ja erst mal mit den verschiedenen Ortschaften beschäftigen und rauskriegen, welche Besonderheiten sie haben. Fast 3000 Zeichnungen von Wahrzeichen oder Sehenswürdigkeiten habe ich mit der Hand gezeichnet, aber ohne die Hilfe des Computers und ohne Fotografien wär’ ich wahrscheinlich heute noch nicht fertig!
Stefan, vielen Dank für das Gespräch! Jetzt wissen wir mehr über deine Arbeit.

Autor:

Peter Barden (Redakteur) aus Siegen

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