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Impfstraße im "Wohngut Osterseifen" läuft
300 Dosen Tozinameran verabreicht

Jan Patrick Goebel verabreichte auch Ivonne Besic vom Personal des „Wohnguts“ gestern die erste von zwei Impfungen gegen Covid-19.
  • Jan Patrick Goebel verabreichte auch Ivonne Besic vom Personal des „Wohnguts“ gestern die erste von zwei Impfungen gegen Covid-19.
  • Foto: win
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

win Olpe. Dort, wo normalerweise die Bewohnerinnen und Bewohner des „Wohnguts Osterseifen“ ergo- und physiotherapeutisch behandelt werden können, war gestern eine Impfstraße aufgebaut. Praktisch die komplette „Praxis am Imberg“ von Jan Patrick Goebel, Dr. Thomas Heuel und Sebastian Lepperhoff war ins „Wohngut“ gekommen, um Bewohner und Personal zu impfen.
Lena Zöller, Geschäftsführerin des „Wohnguts“, einer Senioren-Wohn- und -Pflegeeinrichtung, hatte am frühen Morgen dem Fahrer eines Transporters die Tür geöffnet, der sehnsüchtig erwartete Fracht gebracht hatte: den tiefgekühlten Rohstoff für genau 304 Dosen Tozinameran, der heißbegehrte Covid-19-Impfstoff der Firma Biontech.

win Olpe. Dort, wo normalerweise die Bewohnerinnen und Bewohner des „Wohnguts Osterseifen“ ergo- und physiotherapeutisch behandelt werden können, war gestern eine Impfstraße aufgebaut. Praktisch die komplette „Praxis am Imberg“ von Jan Patrick Goebel, Dr. Thomas Heuel und Sebastian Lepperhoff war ins „Wohngut“ gekommen, um Bewohner und Personal zu impfen.
Lena Zöller, Geschäftsführerin des „Wohnguts“, einer Senioren-Wohn- und -Pflegeeinrichtung, hatte am frühen Morgen dem Fahrer eines Transporters die Tür geöffnet, der sehnsüchtig erwartete Fracht gebracht hatte: den tiefgekühlten Rohstoff für genau 304 Dosen Tozinameran, der heißbegehrte Covid-19-Impfstoff der Firma Biontech.
Zur Impfung angemeldet hatten sich 160 Bewohnerinnen und Bewohner – das sind praktisch alle, die derzeit in den verschiedenen Bereichen des „Wohnguts“ leben – und 108 der rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Für die übrigen Dosen, die alle gestern aufbereitet wurden und danach nicht lange haltbar sind, rief das Kreisgesundheitsamt Menschen an, die auf einer speziellen Warteliste für diese Fälle stehen und die eigentlich im zweiten „Schub“ geimpft würden, darunter etwa Polizistinnen und Polizisten.

„Das ist schon Ausnahmezustand“

Vier Impfzimmer waren vorbereitet, dazu Warteräume, denn nach jeder Impfung müssen die Impflinge noch 30 Minuten unter Aufsicht bleiben. Arzt Jan Patrick Goebel: „Das muss für den äußerst unwahrscheinlichen Fall sein, dass jemand einen allergischen Schock erleidet oder sonstwie mit der Impfung nicht zurechtkommt.“ Alle Impf-Aspiranten waren durch die Praxis ausführlich informiert und vorbereitet worden, in Fünf-Minuten-Abständen ging es ab Mittag in die Impfzimmer. Nach kurzer Anamnese durch den Arzt gab es dann die Spritze mit dem Impfstoff.
„Das ist schon Ausnahmezustand“, so Lena Zöller, die aber ausdrücklich froh über die Situation ist. In drei Wochen erfolgt die notwendige Zweitimpfung, und zwei Tage später gelten alle Geimpften dann als immun gegen Covid-19. „Das hat dann für uns alle die Folge, dass wir hier etwas entspannter arbeiten können“, so die Geschäftsführerin des „Wohnguts“. „Seit Monaten ist Corona bei uns das Hauptthema, und wenn unsere Beschäftigten wissen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner nicht mehr angesteckt werden können, ist das äußerst beruhigend.“

Beratungsgespräche geführt

Jan Patrick Goebel hat mit einigen der Impflinge vorher Beratungsgespräche geführt und manchen Zweifler überzeugt, sich die Spritze mit Tozinameran, so der vorgeschlagene Name des Medikaments, verabreichen zu lassen. „Ich bin absoluter Fan des Impfens“, so Goebel im Gespräch mit der SZ, „ich empfehle es jedem, wenn nicht gerade ein akuter Infekt vorliegt oder andere medizinische Gründe dagegen sprechen.“ Er hat sich eingehend mit dem neuen Impfstoff befasst und zeigt sich optimistisch: „Ich glaube daran, dass der Impfschutz gut ist.“
Auch den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Beschäftigten, die bereits eine Covid-19-Infektion überstanden haben, wird eine Impfung angeboten: Entweder passiert ihnen gar nichts oder der Impfschutz wird erhöht. „Nach diesem schlimmen Jahr ist diese Aktion zumindest ein guter Abschluss“, so das Schlusswort von Lena Zöller.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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