Studierende konferieren mit Bundestagsabgeordneter
Aus Feinden werden Freunde

Mit französischen Studierenden des gebürtigen Sauerländer Dozenten Prof. Matthias Groschupp tauschte sich die heimische Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari in einer Videokonferenz aus.
  • Mit französischen Studierenden des gebürtigen Sauerländer Dozenten Prof. Matthias Groschupp tauschte sich die heimische Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari in einer Videokonferenz aus.
  • Foto: Büro Baradari
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sz Olpe. Corona-Schulden, Rechtspopulismus, Migration und Bildung waren die Themen, über die sich der gebürtige Sauerländer Prof. Matthias Groschupp aus Saalhausen und seine Studierenden der technischen Hochschule École des Ponts ParisTech mit Nezahat Baradari (MdB) jetzt in einer Videokonferenz ausgetauscht haben. Das teilt die Politikerin mit. Sowohl Baradari, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis „Olpe – Märkischer Kreis I“ mit Betreuungswahlkreis Siegerland, als auch Prof. Groschupp, der heute in Frankreich lebt, erinnerten sich an die Zeiten, als Warteschlangen an den Grenzen oder auch der Geldwechsel in Europa zum Alltag gehörten und ohne die Skifahren in Österreich oder der Strandbesuch in Italien nicht möglich waren.

Erinnerung an die Europäische Idee

Passend zu diesen Erinnerungen fragte ein Student, wie die EU trotz der Rechtspopulisten attraktiver gemacht werden könne? Baradari erwidert darauf, dass „die Europäische Idee aus ehemals verfeindeten Staaten heute Handelspartner und Freunde gemacht hat. Zudem kann Europa heute ohne Migration die Herausforderungen von morgen nicht meistern. Zusätzlich ist es unsere humanitäre Pflicht, im Rahmen legaler Wege den Geflüchteten Asyl zu ermöglichen.“ Auf die Frage nach dem Mehrwert des Erasmusprogramms erklärte Baradari, dass dieses Programm großartige Möglichkeiten für Studierende und Auszubildende geschaffen habe, über nationalen Grenzen hinweg andere Kulturen und Länder kennenlernen zu können. Zudem helfe das Austauschprogramm, die späteren Karrierechancen zu verbessern.
Auch erhöhe ein Bildungsaufenthalt die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, indem Studierende die Möglichkeit bekommen, ihre fremdsprachlichen Fähigkeiten zu verbessern, denn eine Fremdsprache sei heute in der globalisierten Arbeitswelt oftmals eine Grundvoraussetzung.

Staaten müssen für neue Schulden geradestehen

Zum Abschluss der Online-Diskussion wollten die Studierenden erfahren, was Baradari über die in Frankreich öffentlich diskutierte Abschaffung der Corona-Finanzschulden denke. Baradari erwiderte darauf abschließend: „Mit den EU-Wiederaufbaufonds soll die europäische Restrukturierung ermöglicht und die Wirtschaft ertüchtigt werden. Daher müssen Staaten auch für diese neuen Schulden geradestehen, denn es gibt nichts ,für umsonst‘. Auch wenn das Geld zunächst ohne Gegenleistung ausbezahlt wurde, sind damit langfristig neue wirtschaftliche und politische Auflagen verbunden.“

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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