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Wohngut erwarb schon verkauftes Instrument
Die Orgel bleibt

Die Orgel bleibt der ehemaligen Kirche des Pallottihauses erhalten. Ein eigentlich schon besiegelter Verkauf des Instruments an die Drolshagener Kirche wurde durch Weiterverkauf so gelöst, dass das Instrument nun denselben Besitzer hat wie die ehemalige Pallottinerkirche.
  • Die Orgel bleibt der ehemaligen Kirche des Pallottihauses erhalten. Ein eigentlich schon besiegelter Verkauf des Instruments an die Drolshagener Kirche wurde durch Weiterverkauf so gelöst, dass das Instrument nun denselben Besitzer hat wie die ehemalige Pallottinerkirche.
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  • hochgeladen von Peter Helmes (Redakteur)

win Olpe/Drolshagen. Für Unmut bei manchem Spender hatte vor zwei Jahren die Nachricht gesorgt, dass die Pallottiner nach der Schließung ihres Olper Klosters die in der hauseigenen Kirche befindliche Orgel nach Drolshagen verkauft hatten: So schwer der Abschied vieler Olper von den Pallottinern fiel, mindestens so schwer war für viele die Tatsache, dass das Pallottihaus, seit Jahrzehnten auch Gemeindekirche für den Pfarrbezirk Hatzenberg, nicht mehr für öffentliche Gottesdienste zur Verfügung stand. Die Orgel indes spielte noch eine besondere Rolle, war sie doch von Spenden aus dem inzwischen aufgelösten Pfarrbezirk Hatzenberg bezahlt worden.
2018 hatte der Provinzökonom der Pallottiner, Pater Rainer Schneiders, auf eine Anfrage der SZ bestätigt, dass das Instrument an die St.

win Olpe/Drolshagen. Für Unmut bei manchem Spender hatte vor zwei Jahren die Nachricht gesorgt, dass die Pallottiner nach der Schließung ihres Olper Klosters die in der hauseigenen Kirche befindliche Orgel nach Drolshagen verkauft hatten: So schwer der Abschied vieler Olper von den Pallottinern fiel, mindestens so schwer war für viele die Tatsache, dass das Pallottihaus, seit Jahrzehnten auch Gemeindekirche für den Pfarrbezirk Hatzenberg, nicht mehr für öffentliche Gottesdienste zur Verfügung stand. Die Orgel indes spielte noch eine besondere Rolle, war sie doch von Spenden aus dem inzwischen aufgelösten Pfarrbezirk Hatzenberg bezahlt worden.
2018 hatte der Provinzökonom der Pallottiner, Pater Rainer Schneiders, auf eine Anfrage der SZ bestätigt, dass das Instrument an die St.-Clemens-Gemeinde in Drolshagen verkauft worden war. Hier hätte die Orgel zwar einen prominenten Platz gefunden: Sie war vorgesehen für den Einbau in den neuen Teil der St.-Clemens-Pfarrkirche. Doch das hat sich nun geändert. Michael Korn, Geschäftsführer des Wohnguts Osterseifen, das als Senioren- und Pflegeheim in den Räumen des ehemaligen Klosters und benachbarten Neubauten betrieben wird, erklärte gegenüber der SZ, die Orgel bleibe in der ehemaligen Pallottinerkirche, die zwar keine öffentliche Gemeindekirche mehr ist, in der aber – nun als Hauskapelle des Wohnguts – weiterhin regelmäßige Gottesdienste für Bewohner und Angehörige gehalten werden.

Wunsch erfüllt

Zwar waren Kloster und Grundstück samt der inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Kirche 2007 an den neuen Betreiber verkauft worden, die Orgel war aber im Eigentum der Pallottiner verblieben. Nun erfolgte ein weiterer Verkauf: Die Pfarrei Drolshagen hat die Orgel, ohne dass sie je ihren Platz verlassen hätte, dem Wohngut weiterveräußert. Pfarrer Markus Leber erklärte gegenüber der SZ, seitens des Wohngut-Betreibers sei seit Bekanntwerden des Verkaufs immer signalisiert worden, er wolle die Orgel im Pallottihaus behalten. Sie passe perfekt in den Raum, daher sei umgehend das Angebot gemacht worden, die Orgel zu kaufen. „Wir haben uns dann mit unserem Orgelbauer zusammengesetzt. Das Instrument wäre ja nicht einfach nur versetzt worden, sondern hätte regelrecht umgebaut und erweitert werden müssen. Beim Überschlagen der Kosten“, so Leber, „waren wir fast beim Neubau. Dann haben wir uns zusammengesetzt und sind zu einer Übereinkunft gekommen. Herr Korn kauft sie von uns und damit wird sein Wunsch erfüllt und wir sind nicht schlechter unterwegs.“
In der „neuen“ Kirche in Drolshagen steht derzeit eine Orgel quasi aus zwei Teilen: Das Hauptinstrument war Ende der 1960er-Jahre gebraucht gekauft worden und, so Leber, „schon damals nicht im allerbesten Zustand“. In den 1980er-Jahren habe die renommierte Firma Stockmann aus Werl allerdings ein „sehr ordentliches Rückpositiv dazugebaut“. Nun werde die Kirche im Zuge ihrer Sanierung einen Orgelneubau erhalten, in den dieses Rückpositiv integriert wird.
Der alte Teil der Drolshagener Orgel wird von einer polnischen Firma übernommen, die das desolate Instrument abholt und der Gemeinde im Gegenzug die Abbaukosten erspart. „Für uns ein Nullsummenspiel“, so Pfarrer Leber.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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