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Rüsche und Pinheiro übernehmen Pastoralverbund Wittgenstein
Doppelspitze für Katholiken

Ruban Pinheiro, Pater des Karmeliten-Ordens, wird ab sofort die Gottesdienste in der katholischen Kirche in Bad Berleburg gestalten – allerdings nur übergangsweise.
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vö Bad Berleburg. Friedhelm Rüsche hat in 29 Jahren in seinem Beruf als Pfarrer gelernt, immer das Positive aus der Situation mitzunehmen: „Es ist mal was anderes, ich lerne neue Aufgaben und neue Menschen kennen – das macht es spannend.“ Der katholische Geistliche, der regulär im nördlichen Siegerland unterwegs ist, hat ganz aktuell die Verantwortung im Pastoralverbund Wittgenstein übernommen – übergangsweise.
Stelle Anfang Oktober ausgeschriebenMit seinem Kollegen Ruban Pinheiro, Pater des Karmeliten-Ordens, bildet er die Doppelspitze für die Katholiken in Wittgenstein. Und zwar bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein neuer Pfarrer für Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück eingeführt ist.

Bad Berleburg. Friedhelm Rüsche hat in 29 Jahren in seinem Beruf als Pfarrer gelernt, immer das Positive aus der Situation mitzunehmen: „Es ist mal was anderes, ich lerne neue Aufgaben und neue Menschen kennen – das macht es spannend.“ Der katholische Geistliche, der regulär im nördlichen Siegerland unterwegs ist, hat ganz aktuell die Verantwortung im Pastoralverbund Wittgenstein übernommen – übergangsweise.

Stelle Anfang Oktober ausgeschrieben

Mit seinem Kollegen Ruban Pinheiro, Pater des Karmeliten-Ordens, bildet er die Doppelspitze für die Katholiken in Wittgenstein. Und zwar bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein neuer Pfarrer für Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück eingeführt ist. Die Stelle sei Anfang Oktober ausgeschrieben worden, verrät Friedhelm Rüsche im SZ-Gespräch im katholischen Gemeindehaus. Nach dem Ende der Bewerbungsfrist werde sich dann herausstellen, ob sich jemand beworben habe und ob Paderborn diese Idee dann befürworte. Und wie stehen da die Chancen? „Ich sehe die Chancen nicht so schlecht. Es muss natürlich passen – für beide Seiten.“ Natürlich liege Wittgenstein am Rande des Erzbistums, aber vielleicht sei diese Stellen die Chance für einen Kollegen, der in einer kleinen Mannschaft mehr Perspektiven für sich sehe als in einem großen Team. Zumal Bernhard Lerch hier ein bestelltes Feld hinterlassen habe. Und da mache es überhaupt keinen Unterschied, ob es um Bad Laasphe, Erndtebrück oder eben Bad Berleburg gehe. „Er hat seine Dinge hier in Ordnung. Und ich weiß von ihm, dass er in Bad Berleburg gerne bis zum Ruhestand weitergemacht hätte. Er hat einfach sehr gut in die Region gepasst. Dass es nun ganz anders gekommen ist, geht er auf der Basis seines Glaubens an und organisiert sich mit der neuen Situation.“

Lange Wege

Die Situation in Wittgenstein sei deshalb eine besondere, so Friedhelm Rüsche, weil in den drei Kommunen rund 4200 Katholiken lebten, „allerdings auf einer sehr breiten Fläche“. Die Wege zwischen Fischelbach und Girkhausen seien lang, so der gebürtige Attendorner, der als gelernter Industriekaufmann über den zweiten Bildungsweg zum Priestertum gekommen ist und 1991 in Paderborn geweiht wurde.
Die Aufgabenteilung jetzt in Bad Berleburg sei klar definiert: Pater Ruban Pinheiro übernehme die Gottesdienste und den seelsorgerischen Teil: „Er spricht die Sprache und lebt bereits seit Jahren in Deutschland. Jetzt geht es für ihn darum, die Mentalität der Menschen hier kennenzulernen.“ Er selbst, so Friedhelm Rüsche, übernehme das Organisatorische, sei das Bindeglied zu den Gemeinden: „Ich leite die Sitzungen von Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat, stehe den Mitarbeitern zur Verfügung und hier und da ist natürlich auch mal die Unterschrift des Pfarrers erforderlich.“ In Bad Berleburg werde er dabei von Gemeindereferentin Barbara Marburger und Gemeindesekretärin hervorragend unterstützt, die mit der Situation vor Ort sehr gut vertraut seien.

Erstkommunion und Weihnachten im Blick

Aktuell gehe der Blick dort hin, was angesichts von Corona dennoch machbar sei: die Feier der Erstkommunion am 15. Dezember, zwei Firmfeiern im Dezember: „Unter den gegebenen Rahmenbedingungen möchten wir den jungen Menschen dennoch einen Tag ermöglichen, den sie lange in Erinnerung behalten.“ „Wir wollen, wie angekündigt, all jenen Kommunionkindern in Bad Berleburg den ersten Empfang der Eucharistie ermöglichen, die so lange darauf warten mussten. Aufgrund der Kurzfristigkeit und schwierigen Entscheidungsgrundlage der Familien, welches Kind dieses oder vielleicht erst nächstes Jahr feiert, haben wir uns entschieden die Namen erst nach dem Festgottesdienst im Pfarrbrief zu veröffentlichen und bitten um Verständnis“, heißt es dazu im aktuellen Gemeindebrief. Darüber hinaus gehe der Blick schon einen oder zwei Schritte weiter – in Richtung Weihnachten, erklärt Friedhelm Rüsche. Einen Entwurf und Ideen für den Gottesdienst gebe es schon, so der Theologe. „Natürlich waren die Dinge so, dass die Gelegenheit der Vorbereitung durch die Krankheit des Kollegen etwas fehlte. Aber das wird sich finden, da bin ich sicher.“

Ruban Pinheiro, Pater des Karmeliten-Ordens, wird ab sofort die Gottesdienste in der katholischen Kirche in Bad Berleburg gestalten – allerdings nur übergangsweise.
Friedhelm Rüsche ist derzeit im Besitz eines Generalschlüssels.
Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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