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Spannung im Lehrschwimmbecken
„Escape Pool“ in Wingeshausen entwickelt

Um ins Lehrschwimmbecken zu gelangen, gilt es Rätsel zu lösen – die Arbeit ist dort aber nicht beendet. Juliane Berger (l.) und ihre Tochter Nantje Berger  haben einen kniffligen Fall entworfen.
  • Um ins Lehrschwimmbecken zu gelangen, gilt es Rätsel zu lösen – die Arbeit ist dort aber nicht beendet. Juliane Berger (l.) und ihre Tochter Nantje Berger haben einen kniffligen Fall entworfen.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

tika Wingeshausen.  Irgendwie musste es so kommen. Ein Student forscht für seine Masterarbeit im Lehrschwimmbecken Aue-Wingeshausen. Dabei leistet er sich einen gravierenden Fehler – und vergiftet das Wasser. Da er das Gegenmittel vor Ort nicht finden kann, fährt er los um es zu holen. Dabei hat sein Auto eine Panne, der Akku seines Smartphones neigt sich dem Ende zu – ungeklärt bleibt, ob das ein ärgerlicher Zufall oder der Student einfach verworren ist.
Wie auch immer, helfen können nur noch seine Freunde, denn das Gegengift liegt noch im Schwimmbad, wie ihm einfällt – und für diese Information reicht es noch, ehe sein Smartphone nicht mehr nutzbar ist.

tika Wingeshausen.  Irgendwie musste es so kommen. Ein Student forscht für seine Masterarbeit im Lehrschwimmbecken Aue-Wingeshausen. Dabei leistet er sich einen gravierenden Fehler – und vergiftet das Wasser. Da er das Gegenmittel vor Ort nicht finden kann, fährt er los um es zu holen. Dabei hat sein Auto eine Panne, der Akku seines Smartphones neigt sich dem Ende zu – ungeklärt bleibt, ob das ein ärgerlicher Zufall oder der Student einfach verworren ist.
Wie auch immer, helfen können nur noch seine Freunde, denn das Gegengift liegt noch im Schwimmbad, wie ihm einfällt – und für diese Information reicht es noch, ehe sein Smartphone nicht mehr nutzbar ist. Die Zeit ist knapp: Das Gift verhindert nicht nur das Schwimmen, es zersetzt auch die Plane des Beckens und greift das Filter- und Pumpenwerk an, so dass dauerhafte Schäden entstehen.
Das Szenario, das dramatisch klingt, ist letztlich frei erfunden. Und doch ist die Spannung im Lehrschwimmbecken Aue-Wingeshausen greifbar, nachdem die Teilnehmer den Anruf ihres fiktiven befreundeten erhalten haben. Denn binnen kurzer Zeit gilt es, zahlreiche Rätsel zu lösen, um das Lehrschwimmbecken vor der endgültigen Zerstörung zu bewahren und das Gegengift ins Wasser zu schütten. Doch die erste Hürde stellt sich schon am Eingang zum Bad – die Tür ist verschlossen. Mit Geschick und Kombinationsfähigkeit müssen sich die Teilnehmer vorarbeiten, um den „Escape Pool“ – in Anlehnung an den „Escape Room“ – zu lösen.
Die Idee stammt von Nantje Berger, die Geschichte ausgearbeitet und gemeinsam mit ihrer Mutter Juliane Berger umgesetzt hat – unter Trägerschaft des Fördervereins Lehrschwimmbecken Aue-Wingeshausen.

Rätsel selbst ausgedacht

Von Montag bis Samstag, 12. bis 24. Oktober, besteht nun für interessierte Kinder und Erwachsene die Möglichkeit, den „Escape Pool“ zu betreten und bei erfolgreicher Lösung der Rätsel auch im Bad zu schwimmen. „Ich selbst habe bislang drei ,Escape-Rooms’ durchlaufen, daher stammen die Ideen und Anregungen für den ,Escape Pool’. Die Rätsel als solche habe ich mir selbst ausgedacht“, betonte Nantje Berger. Die 18-Jährige hat viel Herzblut in das übrigens sichere Spiel investiert. Sicher einerseits, weil es unter den Auflagen der Coronaschutzverordnung stattfindet, andererseits, weil ein Verlassen des Raums in die Freiheit stets möglich ist – die Türen sind nur nach innen verschlossen.
Erste Gruppen haben das Rätsel, das in einer Kinder- und einer Erwachsenenvariante zur Verfügung steht, bereits gelöst. „Die Idee ist, dass die Teilnehmer eine Stunde rätseln und dann eine Stunde schwimmen können – natürlich erst, wenn das Wasser frei vom Gift ist“, betonte Juliane Berger. Sie selbst hatte erstmals einen ,Escape-Room’ in Bad Honnef gelöst, in einer Kirche. „Ich kannte die Räumlichkeiten dort aus meiner Jugend und doch habe ich sie nicht wiedererkannt“, erklärte Juliane Berger, die das Lehrschwimmbecken seit gut zehn Jahren betreut, vielsagend.

"Wenn es gut läuft, mache ich das gerne wieder“

Ursprünglich hatte die Aktion in Wingeshausen nun in den Sommerferien stattgefunden – Corona verhinderte dies. Nun holen die Verantwortlichen das Spiel in den Herbstferien nach – die Lockerungen machen es möglich. „Wenn es gut läuft, mache ich das gerne wieder“, betonte Juliane Berger. Dann mit neuer Geschichte und neuen Rätseln – zunächst jedoch gilt es, das Lehrschwimmbecken zu entgiften und vor der Zerstörung zu retten.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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