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Im Wohngut Osterseifen gibt es seit drei Wochen Schnelltests
Gewissheit nach 15 Minuten

Pflegedienstleiterin Melanie Schweitzer führt an ihrer Kollegin Birgit Willmes den Schnelltest durch. Im Foyer des Wohnguts Osterseifen ist eine Ecke eingerichtet worden, wo Besucher einem Corona-Schnelltest unterzogen werden.
  • Pflegedienstleiterin Melanie Schweitzer führt an ihrer Kollegin Birgit Willmes den Schnelltest durch. Im Foyer des Wohnguts Osterseifen ist eine Ecke eingerichtet worden, wo Besucher einem Corona-Schnelltest unterzogen werden.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

win Olpe. Schnell reagiert hat das Wohngut Osterseifen, als klar wurde, dass Corona-Schnelltests das Mittel der Wahl sein werden, um die Alten- und Pflegeheime in Deutschland vor einer erneuten Schließung zu bewahren und dennoch einen hohen Schutz vor der Ausbreitung von Covid-19 zu gewähren. Geschäftsführerin Lena Zöller bestellte, bekam eine ausreichende Lieferung, und nun läuft die Testung bereits in der dritten Woche. Rund 800 Tests sind im Wohngut bereits verbraucht worden – „alle negativ“, so Lena Zöller.
Das Seniorenheim, das die Gebäude und das Gelände des ehemaligen Pallottihauses nutzt, hat ein Hygienekonzept aufgestellt, „und aufgrund der Inkubationszeit sind uns 14 Tage viel zu lang“, so Lena Zöller. Einmal pro Woche wird daher getestet, und zwar auch asymptomatisch.

win Olpe. Schnell reagiert hat das Wohngut Osterseifen, als klar wurde, dass Corona-Schnelltests das Mittel der Wahl sein werden, um die Alten- und Pflegeheime in Deutschland vor einer erneuten Schließung zu bewahren und dennoch einen hohen Schutz vor der Ausbreitung von Covid-19 zu gewähren. Geschäftsführerin Lena Zöller bestellte, bekam eine ausreichende Lieferung, und nun läuft die Testung bereits in der dritten Woche. Rund 800 Tests sind im Wohngut bereits verbraucht worden – „alle negativ“, so Lena Zöller.
Das Seniorenheim, das die Gebäude und das Gelände des ehemaligen Pallottihauses nutzt, hat ein Hygienekonzept aufgestellt, „und aufgrund der Inkubationszeit sind uns 14 Tage viel zu lang“, so Lena Zöller. Einmal pro Woche wird daher getestet, und zwar auch asymptomatisch. „Wenn jemand Symptome hat, die möglicherweise auf eine Corona-Infektion hinweisen, dann sollte er ja sowieso kein Altenheim aufsuchen“, so die Geschäftsführerin. Wie seit Beginn der Pandemie, muss jeder Besucher direkt am Eingang ein Formular ausfüllen, es folgt die Messung der Stirntemperatur, die auf Fieber hinweisen könnte.

Heimschließung soll vermieden werden

Und dem schließt sich seit drei Wochen der Schnelltest an. Besucher, die täglich kommen, müssen sich einmal pro Woche testen lassen. Wer nur einmal pro Woche oder seltener kommt, wird jedesmal getestet. Dazu führt Pflegedienstleiterin Melanie Schweitzer einen dünnen Teststab durch die Nase in den Rachenraum ein und nimmt hier einen Abstrich vor. Dieser wird auf den Träger aufgebracht, und nach 15 Minuten herrscht Gewissheit: Farbstriche zeigen an, ob hier das neuartige Corona-Virus vorliegt oder nicht.
20 Schnelltests pro Bewohner werden im Monat von der Pflegekasse erstattet. Vier davon entfallen auf die wöchentliche Testung der Bewohner, bleiben 16 für Besucher.
Lena Zöller erklärt, dass die Geschäftsführung alles tue, um eine Wiederholung dessen abzuwenden, was bei der ersten Welle geschah: die Schließung solcher Heime für Besucher. „Da wusste man nicht, ob jemand an Corona oder mit Corona an Vereinsamung gestorben ist.“ Wie für jeden Menschen sei es auch und gerade für Seniorinnen und Senioren wichtig, Gestik, Mimik und Berührungen zu erfahren, „und wenn es nur die Hand auf der Schulter ist“.

„Bei uns ist es zum Teil des Alltags geworden"

Die Schnelltests helfen dabei, das Seniorenheim für Gäste offenzuhalten. 100 Bewohner leben im Pflegebereich, weitere 22 im benachbarten Gemeinschaftswohnbereich, dazu kommen die Mieter der Service-Wohnungen. Auch diese werden getestet, weil sie zum Beispiel zum Essen ins Haupthaus kommen, sie allerdings müssen die Testungen selbst bezahlen.
Seit Montag sind derartige Schnelltests Pflicht, „bei uns ist es schon zum Teil des Alltags geworden“, berichtet Lena Zöller. Dadurch, dass Besucher sich vorher anmelden müssen, regelt das Wohngut den Personaleinsatz, sodass die Testungen keine untragbare Zusatzlast darstellen. Es müssen Fachkräfte sein, die die Abstriche vornehmen.
Sollte ein Test positiv ausfallen, ist natürlich zunächst der Besuch im Wohngut gestrichen – ein genauerer PCR-Test auf Weisung des Gesundheitsamts folgt dann, dem sich bei auch hier positivem Ergebnis die üblichen Schritte anschließen, die bei einer Corona-Infektion vorgeschrieben sind.
Bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat Lena Zöller festgestellt, dass die Tests für mehr Sicherheit sorgen. „Zu Anfang war der Druck höher, den man sich selbst macht, weil ja jeder in der Angst lebt, möglicherweise die Ansteckung zu verbreiten. Inzwischen ist diese Angst nicht mehr so groß. Klar ist da immer noch ein gesunder Respekt, aber das ist ja nicht falsch. Corona ist ein Teil unseres Alltags geworden.“

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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