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Heiko Fiedler lehrt Maltechnik an nur einem Tag
Malen wie TV-Kultfigur Bob Ross

Heiko Fiedler in seinem Wohnhaus in Rhode neben dem Nachtmotiv „Saint Joseph“.

yve Rhode.  Generationen ist der entspannte Typ mit der roten Afrofrisur und der betont sonoren Stimme aus dem TV bekannt: der legendäre US-amerikanische Maler Bob Ross. „Hi, welcome back! I’m certainly glad you could join us today!“ Mit seiner Begrüßung zaubert er Millionen Zuschauern sofort ein Lächeln ins Gesicht. Seine Fernsehsendung „The Joy of Painting“ ist Kult – auch heute noch, obwohl der Künstler bereits seit 25 Jahren nicht mehr lebt. Wenn die Welt noch im Dunkel liegt – nach Mitternacht und ganz früh morgens – strahlt „alpha“, der Bildungskanal von ARD, seine scheinbar unendlichen Echtzeit-Malkurse aus. Ross’ sanfte Sprechweise, die Geräusche des Pinsels oder das Kratzen des Spachtels wiegen so manchen behutsam in den Schlaf.

yve Rhode.  Generationen ist der entspannte Typ mit der roten Afrofrisur und der betont sonoren Stimme aus dem TV bekannt: der legendäre US-amerikanische Maler Bob Ross. „Hi, welcome back! I’m certainly glad you could join us today!“ Mit seiner Begrüßung zaubert er Millionen Zuschauern sofort ein Lächeln ins Gesicht. Seine Fernsehsendung „The Joy of Painting“ ist Kult – auch heute noch, obwohl der Künstler bereits seit 25 Jahren nicht mehr lebt. Wenn die Welt noch im Dunkel liegt – nach Mitternacht und ganz früh morgens – strahlt „alpha“, der Bildungskanal von ARD, seine scheinbar unendlichen Echtzeit-Malkurse aus. Ross’ sanfte Sprechweise, die Geräusche des Pinsels oder das Kratzen des Spachtels wiegen so manchen behutsam in den Schlaf.
Heiko Fiedler aus Rhode hat zwar keine riesige Lockenmähne – ganz im Gegenteil, aber ansonsten viel mit Bob Ross gemein. Der 46-Jährige beherrscht die Technik des Amerikaners und bringt sie Menschen bei, die seine VHS-Kurse in Siegen, Lüdenscheid, Dortmund oder Freiburg besuchen.
Der weltweit bekannte TV-Maler kreierte seine Werke binnen 30 bis 60 Minuten, bis zu seinem Tod 1994 über 30 000 an der Zahl. Bei Heiko Fiedler lernen die Teilnehmer an einem Tag, Landschaften á la Bob Ross auf die Leinwand zu bringen – idyllisch, romantisch und oft ein wenig kitschig. 20 Personen haben am Samstag und am Sonntag, 17. und 18. Oktober, jeweils von 9 bis 17 Uhr die Gelegenheit, genau das zu tun und gleichzeitig Teil einer Benefizaktion zu sein.
Heiko Fiedler verlässt die Räumlichkeiten der Volkshochschulen und lädt ins Alte Lyzeum nach Olpe ein.

Kursgebühr geht ans Tierheim Rüblinghausen

Die gesamte Kursgebühr, die er an diesen zwei Tagen einnimmt, spendet er an das Tierheim in Rüblinghausen. „Zu diesem habe ich einen ganz besonderen Bezug“, so der Rhoder. Vor sechs Jahren adoptierte er seinen Kater Lupo, der im Tierheim Obhut gefunden hatte, nachdem ihn seine Besitzer achtlos zurückgelassen hatten. Die coronatauglichen Plätze im Lyzeum darf er kostenlos nutzen. „Dafür bin ich der Stadt Olpe sehr dankbar.“ Schritt für Schritt in der Nass-in-Nass-Maltechnik von Bob Ross entsteht dort ein Nachtmotiv. Es heißt „Saint Joseph“ wie die gleichnamige Gemeinde im Osten der Insel Barbados. Hier „strandete“ der 46-Jährige, als er seine Freunde Jan und Melanie Heinrich aus Rüblinghausen auf deren Segel-Weltreise (die SZ berichtete) für zwei Wochen über den Atlantik begleitet. Ein faszinierenden Ausblick mit Blick auf das raue Meer, Felsen und wehende Palmen prägt sich bei Heiko Fiedler ein. „Da hatte ich mein Motiv für den Benefiz-Malkurs gefunden – auf Barbados.“
Zunächst werde eine ölhaltige Grundierung auf die Leinwand aufgetragen, dann die Ölfarben, „die die Teilnehmer dank des präparierten Untergrunds hin- und herschieben können.“ Ein Malmalheur sei nicht tragisch. „Die fehlerhaften Stellen sind mit dem Spachtel ganz einfach wieder zu entfernen.“

In Roermond zum CRI ausgebildet

Vor zehn Jahren hat sich Heiko Fiedler im niederländischem Roermond zum CRI (Certified Ross Instructor) für Landschaften ausbilden lassen. „Ohne Zertifikat darf die Bob-Ross-Maltechnik nicht unterrichtet werden“, so der 46-Jährigen. Doch wie kommt ein Rhoder eigentlich dazu, ein Anhänger der TV-Kultfigur zu werden? „Das habe ich meiner Schwester zu verdanken.“ Claudia Fiedler lebt auf Rügen und schult in ihrer eigenen Galerie bereits seit Jahren erfolgreich die Nass-in-Nass-Technik von Bob Ross. „Irgendwann fragte sie mich, warum ich das in meiner Gegend nicht ebenfalls anbiete. Und das habe ich dann getan.“ Großartig werben für seine VHS-Kurse braucht Heiko Fiedler nicht mehr – „die laufen“. Jetzt aber möchte er das Rüblinghauser Tierheim unterstützen. „Das ist mir ein großes Anliegen.“ Die beiden Bilder, die er bei den Kursen vormalt, verkauft er an denjenigen, der ihm zuerst eine E-Mail (heikofiedler@acor.de) schreibt. Den Erlös soll ebenfalls zum Wohl der Vierbeiner eingesetzt werden.
„Die Teilnehmer brauchen keine Sorge zu haben, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Das kann jeder, der einen Pinsel in der Hand halten kann“, verspricht der 46-Jährige. Wie sagt es Bob Ross in seinen Sendungen immer wieder gern? „We don’t make mistakes, just happy little accidents.“
Wer sich für den Benefiz-Malkurs interessiert, kann sich über die Homepage www.heikofiedler.com oder unter Tel. 01 76/72 74 68 02 informieren oder anmelden.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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