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Thomas Feldmann tritt in den Ruhestand
„Mister Ordnungsamt“ sagt adieu

Thomas Feldmann absolvierte am Mittwoch seinen letzten Arbeitstag bei der Stadt Olpe. „Mister Ordnungs-
amt“ tritt seinen wohlverdienten Ruhestand an.
  • Thomas Feldmann absolvierte am Mittwoch seinen letzten Arbeitstag bei der Stadt Olpe. „Mister Ordnungs-
    amt“ tritt seinen wohlverdienten Ruhestand an.
  • Foto: mari
  • hochgeladen von Sarah Panthel (Redakteurin)

mari Olpe. „Es war für mich eine sehr spannende Zeit. Ich konnte an vielen Dingen aktiv mitwirken und etwas bewegen. Es hat mir Freude gemacht, unsere Stadt Olpe ein Stück weit sicherer zu machen und das Leben in der Stadt zu fördern.“ Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verließ Thomas Feldmann am Mittwoch sein Büro im Ordnungsamt der Stadt Olpe. Mit einem lachenden Auge, weil er sich auf seinen Ruhestand und damit auf ein stressfreies Leben freut. „Ich stehe nicht mehr in der Öffentlichkeit und muss keine Dinge mehr begründen“, so der Verwaltungsbeamte, der im Juni 65 Jahre alt wird. Mit einem weinenden Auge, weil er ein gewisses Alter erreicht habe.

mari Olpe. „Es war für mich eine sehr spannende Zeit. Ich konnte an vielen Dingen aktiv mitwirken und etwas bewegen. Es hat mir Freude gemacht, unsere Stadt Olpe ein Stück weit sicherer zu machen und das Leben in der Stadt zu fördern.“ Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verließ Thomas Feldmann am Mittwoch sein Büro im Ordnungsamt der Stadt Olpe. Mit einem lachenden Auge, weil er sich auf seinen Ruhestand und damit auf ein stressfreies Leben freut. „Ich stehe nicht mehr in der Öffentlichkeit und muss keine Dinge mehr begründen“, so der Verwaltungsbeamte, der im Juni 65 Jahre alt wird. Mit einem weinenden Auge, weil er ein gewisses Alter erreicht habe. Doch er ist gesund, fit und freut sich auf ausgedehnte E-Bike-Touren mit Ehefrau Annette, auf die Gartenarbeit und auf Fahrten mit seinem Reiseclub. „Wir sind fünf Männer und haben schon viel von der Welt gesehen. Im nächsten Jahr steht eine Kanada-Tour an“, so Feldmann.

Vom Bundesverfassungsschutz ins Rathaus

Bevor er im Mai 1992 im Ordnungsamt der Stadt Olpe seinen Dienst antrat, absolvierte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Firma Fröhling in Olpe. Danach wechselte er zum Bundesverfassungsschutz, wo er die Beamtenlaufbahn einschlug. Während seiner zwölfjährigen Tätigkeit erlebte er den Mauerfall in Berlin hautnah mit. Als die Stadt Olpe, die damals noch von Stadtdirektor Karl-Josef Leyendecker geleitet wurde, einen Mitarbeiter für das Ordnungsamt suchte, bewarb sich Thomas Feldmann und bekam die Stelle. Leiter des Ordnungsamtes war zu dieser Zeit Hermann Roß, später arbeitete Thomas Feldmann unter der Ägide von Wilfried Hilden und zuletzt Peter Püttmann.
In den Anfängen war er für den Gewerbebereich Gaststätten zuständig. „Damals gab es noch die Sperrstunde. Die Kneipen mussten um 1 Uhr nachts schließen. Das bedeutete, dass ich durch die Stadt und über die Dörfer musste. Ich musste einige Bußgelder verordnen, weil einige den Zapfhahn nicht zudrehten“, erinnert sich Feldmann an seine Anfangszeit. Sein Ruf als „Mister Ordnungsamt“ eilte ihm voraus. „Als ich mal an einem Samstagabend um 19.30 Uhr den ,Klumpen’ betrat, wurde ich von einigen Strategen scherzhaft gefragt, ob sie noch bleiben dürften. Aber ich habe sie beruhigt, ich wollte selber ein Bier trinken.“ Ebenso war er zuständig für den Wochenmarkt. „Das war mir immer besonders wichtig, der Wochenmarkt am Samstag bedeutet Leben in der Stadt. Ich war auch nie kleinlich mit Tischen und Stühlen. Es gibt nichts Schöneres als eine lebendige Stadt.“

Olpe wurde zur Kreiselstadt 

Ende der 1990er-Jahre übernahm er von Uli Heuel, dem die Bauhofleitung übertragen wurde, den Verkehrsbereich. Die Verkehrsregelung für die Stadt, verbunden mit neuen Regelungen nach Neubauten von Straßen, machte ihm von Anfang an Freude. Besonders gefordert war er, als Olpe Anfang der 2000er-Jahre von der Ampelstadt zur Kreiselstadt wurde. „Anfangs waren wir skeptisch, ob alles funktioniert und sich nichts zustaut. Doch das Gegenteil ist eingetreten, die Unfallzahlen sind drastisch zurückgegangen. Sowohl am Sonderner Kopf als auch am Rothen Stein und auch im Stadtgebiet hat es seitdem kaum Unfälle gegeben“, betont Feldmann, dessen Auftreten stets selbstsicher und resolut war. Er hatte immer eine klare Linie und fand ebenso klare Worte. „So versteht es jeder und so funktioniert es auch.“

Weiterhin Interesse an Heimatstadt

Besonders gut gefallen hat Thomas Feldmann die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kollegen. „Ich hatte immer viel mit dem Tiefbauamt und vor Festivitäten mit ,Olpe Aktiv’ zu tun. Das Miteinander war immer besonders, und ideal ist hier auch die Technik, mit der man viel machen kann.“ Unschöne Dinge oder Bedrohungen, wie sie in einem solchen Job schon mal vorkommen, habe es so nie gegeben.
Im Olper Karneval machte sich Feldmann, der in früheren Jahren im Olper St.-Sebastianus-Schützenverein stellv. Korporalschaftsführer der „Siebten“ war, ebenfalls einen Namen. In früheren Jahren trat er beim Großen Sitzungsball mit Wolfgang Hesse auf. Sie nahmen städtische Themen auf die Schippe. Das Narrenvolk kennt ihn auch als Politesse und Straßenkehrer. Seit mehreren Jahren gibt der Vater von zwei Kindern auf der Stadthallenbühne und beim Altweiberkarneval im Rathaus als „Ein Ölper“ Dönekes aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik zum Besten.
Auch weiterhin sei er natürlich an allen Dingen interessiert, die in seiner Heimatstadt passieren, meinte Feldmann, dessen Stelle von Michael Hütte übernommen wird, der bislang im Außendienst des Ordnungsamtes tätig war. „Ich werde mich zu Fuß durch die Stadt bewegen, um mir alles anzugucken, vor allem bauliche Projekte. Ich habe schon angekündigt, dass man mir auf Baustellen einen Stuhl hinstellen soll. Und dass ich alles besser weiß.“

Autor:

Marianne Möller

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