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Chorproben erst Ende des Jahres
„Singen ist wie Fahrradfahren“

Die Sängerinnen und Sänger aus den zahlreichen Chören im Kreis Olpe hoffen, dass sie die Proben im Herbst oder Winter wieder aufnehmen können (Archivfoto)
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

mari Kreisgebiet.  Keine Sängerfeste, keine Chorkonzerte, keine Proben – es ist stumm geworden um die zahlreichen Chöre im Kreis Olpe. Gab es zwischen dem ersten und zweiten Lockdown noch kleinere Veranstaltungen mit begrenzter Zuhörerzahl, ist seit Anfang November gar nichts mehr möglich. Steffen Keller, Vorsitzender des Sängerkreises Bigge-Lenne, glaubt nicht, dass in diesem Jahr noch größere Veranstaltungen möglich sind. „Ich sehe da keine großen Perspektiven. Es müssen erst einmal die Impfungen durchgezogen werden, da gibt es derzeit noch zu viel Chaos.“
Leistungssingen gestrichen
Der Chorverband hat deshalb auch die für das Jahr 2021 angesetzten Leistungssingen komplett gestrichen, da die Chöre eine gewisse Vorbereitungszeit zum Proben brauchen.

mari Kreisgebiet.  Keine Sängerfeste, keine Chorkonzerte, keine Proben – es ist stumm geworden um die zahlreichen Chöre im Kreis Olpe. Gab es zwischen dem ersten und zweiten Lockdown noch kleinere Veranstaltungen mit begrenzter Zuhörerzahl, ist seit Anfang November gar nichts mehr möglich. Steffen Keller, Vorsitzender des Sängerkreises Bigge-Lenne, glaubt nicht, dass in diesem Jahr noch größere Veranstaltungen möglich sind. „Ich sehe da keine großen Perspektiven. Es müssen erst einmal die Impfungen durchgezogen werden, da gibt es derzeit noch zu viel Chaos.“
Leistungssingen gestrichen
Der Chorverband hat deshalb auch die für das Jahr 2021 angesetzten Leistungssingen komplett gestrichen, da die Chöre eine gewisse Vorbereitungszeit zum Proben brauchen. Der Sängerkreis-Vorsitzende hofft, dass im Herbst/Winter wieder mit den Proben begonnen werden kann, damit die Kulturszene im Kreisgebiet im Jahr 2022 wieder in voller Blüte erwacht. „Manche Chöre haben es während des Lockdowns mit Online-Proben versucht. Doch die Chorleiter meinten, das ist nichts Halbes und nichts Ganzes“, so Steffen Keller. „Ich singe im MGV Helden-Repetal, da haben wir vor dem zweiten Lockdown in der Schützenhalle Helden mit 3 Metern Abstand geprobt. Das klappte ganz gut. Doch jetzt geht ja seit mehreren Wochen gar nichts mehr.“
Ins nächste Jahr verschoben worden seien auch mehrere Jubiläumsfeiern und die zentralen Sängerehrungen des Sängerkreises Bigge-Lenne. Froh ist Steffen Keller, dass es bislang keine Abmeldungen beim Dachverband gab. „Es hat sich noch kein Chor mit der Aussage gemeldet, dass es keine Perspektive mehr gibt.“ Immerhin sind dem Sängerkreis Bigge-Lenne mehr als 100 Männer-, Frauen-, Kinder- und Jugendchöre sowie Gemischte Chöre angeschlossen.

Beiträge komplett erlassen

Finanziell hat der Sängerkreis ihnen im Corona-Jahr unter die Arme gegriffen. „Wir haben eine gute Kasse und haben deshalb Flagge gezeigt. All unseren Mitglieds-Chören haben wir in diesem Jahr die Beiträge für den Sängerkreis Bigge-Lenne, den Chorverband NRW und den Deutschen Chorverband erlassen. Das war ein Volumen von 35 000 Euro. So eine Aktion kann man natürlich nicht beliebig wiederholen.“
Was Steffen Keller befürchtet, ist eine Reduzierung der Mitgliederzahl. „In vielen Chören singen noch ältere Frauen und Männer. Ich glaube nicht, dass sie alle zurückkehren. Viele, die jetzt noch älter geworden sind und schon länger zu Hause sind, werden sich gegen einen Neuanfang entscheiden. Bei den jüngeren Sängerinnen und Sängern sehe ich nicht so schwarz. Man muss abwarten. Es wird wohl weitergehen, aber eben reduzierter.“
Der Sängerkreis-Vorsitzende glaubt auch nicht, dass die Chöre einen Schritt zurückgehen müssen, wenn sie wieder mit den Proben beginnen. „Singen ist wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht. Was die Sängerinnen und Sänger einstudiert und im Repertoire haben, das wird weiter sitzen. Es braucht vielleicht ein paar Standardproben, um die Stimme zu trainieren.“

Autor:

Marianne Möller

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