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Baugebiet Burggraben und Altwiese
Stau am Bau soll in Niedernetphen ein Ende haben

Das Baugebiet Burggraben und Altwiese wartet mit 70 neuen Bauplätzen auf - hier könnten bald die Bagger anrollen-
  • Das Baugebiet Burggraben und Altwiese wartet mit 70 neuen Bauplätzen auf - hier könnten bald die Bagger anrollen-
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ihm Netphen. Am Ortsausgang von Netphen, nordwestlich der B62, liegen gut 100.000 Quadratmeter Fläche, auf die bauwillige Familien in Netphen ihre Hoffnungen richten. Denn Bauland, so war gestern im Stadtentwicklungsausschuss zu hören, ist in der Keilerstadt Mangelware. Deshalb ist der Druck, den Bebauungsplan Burggraben/Altwiese schnell entscheidungsreif zu machen, groß. 70 neue Bauplätze sollen hier entstehen.Seit 2007 haben die Netphener das Baugebiet im Auge. Nun steht das Verfahren kurz vor dem Abschluss. Alle Behörden, die gefragt werden müssen, haben sich geäußert. Nun können die Pläne offengelegt werden.

ihm Netphen. Am Ortsausgang von Netphen, nordwestlich der B62, liegen gut 100.000 Quadratmeter Fläche, auf die bauwillige Familien in Netphen ihre Hoffnungen richten. Denn Bauland, so war gestern im Stadtentwicklungsausschuss zu hören, ist in der Keilerstadt Mangelware. Deshalb ist der Druck, den Bebauungsplan Burggraben/Altwiese schnell entscheidungsreif zu machen, groß. 70 neue Bauplätze sollen hier entstehen.Seit 2007 haben die Netphener das Baugebiet im Auge. Nun steht das Verfahren kurz vor dem Abschluss. Alle Behörden, die gefragt werden müssen, haben sich geäußert. Nun können die Pläne offengelegt werden. Mit allen Details der umfangreichen Planunterlagen war der Stadtentwicklungsausschuss allerdings nicht zufrieden:

  • Verkehrsanbindung: Die direkte Anbindung an das Gymnasium auf der Haardt sei sinnvoll, fand Annette Scholl (SPD). Baufachbereichsleiter Rainer Schild gab zu bedenken, das sei sehr teuer und deswegen zunächst nicht vorgesehen.
  • Radwege: Im Baugebiet soll nach Ansicht von Rüdiger Bradtka CDU) ein Radwegekonzept realisiert werden, damit Radfahrer problemlos in die Stadt kämen. Das sei im Rahmen des Bebauungsplans noch nicht möglich, sagte Schild. 
  • Breitbandausbau: Die Firma Unity Media hat Interesse bekundet, in dem neuen Baugebiet mit Glasfaseranschlüssen für schnelles Internet zu sorgen. Der Plan weist eine Mindestversorgung der Haushalte mit 50 Mbit/s aus. Das genüge für ein modernes Baugebiet nicht, hieß es von Seiten der CDU und der SPD. Mindestens 100 Mbit/s müssten es sein. 
  • Spielplatz: Bisher steht kein Spielplatzgrundstück im Plan. Das fanden mehrere Redner nicht angemessen, immerhin bezögen ja in der Regel junge Familien die neuen Häuser. 
  • Bauvorschriften: Zu detailliert fand Annette Scholl die Bau- und Gestaltungsvorschriften für die Häuser: „Haben wir denn kein Vertrauen in unsere Bauwilligen?“ Es reiche die Festlegung von Einfamilienhäusern mit höchstens zwei Wohnungen.
  • Öko-Ausgleich: Wegen des Eingriffs in die Natur muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dass dieser ausgerechnet in Irmgarteichen realisiert wird, fand Paul Legge (CDU) gar nicht gut: „Das ist doch wohl an Unverfrorenheit nicht zu überbieten.“ Es bedeute nämlich sehr wohl eine Nutzungseinschränkung, wenn ein Grundstück als Ausgleichsfläche diene. Rainer Schild widersprach: Die Waldgenossenschaft D Altsohlstätten Irmgarteichen habe die Stadt angesprochen und ein Grundstück für die Ausgleichsmaßnahme angeboten, da sei nichts enteignet worden. Irmgarteichen erfahre dadurch geradezu eine Aufwertung. 
  • Abschnittsbildung: Ursprünglich sollte das Baugebiet in vier Abschnitten über mehrere Jahr hinweg erschlossen werden. Das wird sich wohl ändern, denn Ausschuss und Verwaltung plädierten für eine sofortige Erschließung der kompletten Fläche. Angesichts der Marktsituation, so Rainer Schild, sei das der richtige Weg. Man wird die Grundstücke vermutlich problemlos verkaufen Können. 
  • Nahwärmeversorgung: In einem Baugebiet mit so vielen Häusern könne sich eine dezentrale Nahwärmeversorgung lohnen, regte Alfred Oehm (CDU) an. Rainer Schild fand den Gedanken interessant, „aber dafür brauchen wir einen Betreiber“. 
  • Anschluss an die B62: Hier sei kein Kreisel vorgesehen, erklärte die Bauverwaltung. Stattdessen werde es eine unbeampelte Einmündung wie auf der gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße geben. 
  • Kosten: Wie viel der Quadratmeter Bauland am Ende kosten und wie teuer die Erschließung wird, das steht noch nicht fest. Im derzeitigen Verfahrensstand könne man dazu keine Aussage machen, sagte Schild auf entsprechende Nachfrage.
Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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