Skifans droht bittere Pille
Wohl kein Skibetrieb in den Weihnachtsferien

Vollbesetzte Sessellifte sind in dieser Wintersportsaison auch im Sauerland ganz sicher ein "No-go".
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

sz Winterberg. Der Ski-Tourismus im Sauerland wird möglicherweise ebenfalls in den Weihnachtsferien ausgesetzt. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte am Sonntag im Deutschlandfunk, dass man dies zurzeit prüfe. Man wolle auf die Betreiber in den dortigen Ski-Gebieten zugehen und „da auch vorbildlich handeln“. Italien und Frankreich handelten seiner Ansicht nach vorbildlich, so Laschet. Beide Länder haben angekündigt, die Ski-Pisten beziehungsweise Lifte zu schließen.
Der Bürgermeister von Winterberg, Michael Beckmann (CDU), sagte am Sonntag: „Ich freue mich über den Anruf von Herrn Laschet, um über die von ihm angesprochenen vorbildlichen Lösungen zu sprechen – wir stehen dafür bereit.“ Den Beteiligten des Winter-Tourismus inklusive des Einzelhandels in der Region gehe es um Planbarkeit und finanzielle Hilfen – falls es wirklich keine Ski-Saison geben sollte.
Bereits am Freitag hatten sich unter anderem Vertreter von Handel, Handwerk, Gastronomie, Hotellerie und Skiliftbetreibern in Winterberg zu einem „Winter-Gipfel“ getroffen. Gemeinsam beschloss man, einen Brief an Ministerpräsident Laschet aufzusetzen.
Unklar blieb, ob der Ski-Tourismus bereits in der neuen Coronaschutz-Verordnung für NRW thematisiert wird, die ab Dienstag in Kraft tritt. Sie soll am Montag vorgelegt werden.
Juristisch könnte ein Verbot knifflig werden: So ist Individual-Sport im Freien bislang in NRW erlaubt. So wäre die Frage, ob – selbst bei einem Stilllegen von Ski-Liften – Langlauf noch erlaubt wäre. Die Wintersport-Arena als Zusammenschluss der sauerländischen Ski-Gebiete hatte vor zwei Wochen angekündigt, die ersten Spurgeräte für Loipen rauszuschicken, sobald es die Schneelage zulässst. Eine Sprecherin der Wintersport-Arena appellierte am Sonntag an die Politik, differenzierte und „wohlgeordnete Lösungen“ zu finden. Natürlich wolle niemand ein „zweites Ischgl“. Allerdings gehe es im Sauerland ja nicht um Aprés Ski, da die Gastronomie ohnehin geschlossen bleiben soll.

Vollbesetzte Sessellifte sind in dieser Wintersportsaison auch im Sauerland ganz sicher ein "No-go".
Ob in der Wintersportarena  in Winterberg  über Weihnachten Ski gefahren werden kann, steht noch in den Sternen  - unabhängig von der Schneelage.
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SZ Redaktion aus Siegen

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