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Nach starkem ersten Lauf in Winterberg
„Jacka“ Lölling belegt vierten Platz beim Skeleton-Weltcup

Im Ziel ganz schnell die Mund-Nase-Bedeckung auf – Athleten, Trainer und Betreuer hielten sich in Winterberg peinlich genau an die Corona-Vorgaben. „Jacka“ Löllings Augen (rechts) leuchteten aber im Ziel definitiv nicht so, als wenn sie mal wieder in Winterberg einen großen Coup gelandet hätte.
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  • Im Ziel ganz schnell die Mund-Nase-Bedeckung auf – Athleten, Trainer und Betreuer hielten sich in Winterberg peinlich genau an die Corona-Vorgaben. „Jacka“ Löllings Augen (rechts) leuchteten aber im Ziel definitiv nicht so, als wenn sie mal wieder in Winterberg einen großen Coup gelandet hätte.
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  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

geo Winterberg. Zum zweiten Mal hintereinander musste sich Jacqueline Lölling am Freitag bei einem Skeleton-Weltcup auf „ihrer“ Heimbahn in Winterberg mit dem höchst undankbaren 4. Platz zufriedengeben. Da der 5. Weltcup in dieser Saison gleichzeitig als Europameisterschaft gewertet wurde, die ersten drei Fahrerinnen aber allesamt aus Europa kamen, bedeutete dies, dass die Brachbacher Ex-Weltmeisterin sogar gleich bei zwei Siegerehrungen traurig zuschauen musste.„Bei unseren Startrückständen darf man sich auf einer Bahn wie dieser einfach keine Fehler erlauben. Die anderen haben auch fahrerisch aufgeholt, da geht es dann sehr eng zu. Ich habe es leider nicht geschafft, die paar Kleinigkeiten abzustellen, die am Ende eben den Unterschied ausgemacht haben.

geo Winterberg. Zum zweiten Mal hintereinander musste sich Jacqueline Lölling am Freitag bei einem Skeleton-Weltcup auf „ihrer“ Heimbahn in Winterberg mit dem höchst undankbaren 4. Platz zufriedengeben. Da der 5. Weltcup in dieser Saison gleichzeitig als Europameisterschaft gewertet wurde, die ersten drei Fahrerinnen aber allesamt aus Europa kamen, bedeutete dies, dass die Brachbacher Ex-Weltmeisterin sogar gleich bei zwei Siegerehrungen traurig zuschauen musste.„Bei unseren Startrückständen darf man sich auf einer Bahn wie dieser einfach keine Fehler erlauben. Die anderen haben auch fahrerisch aufgeholt, da geht es dann sehr eng zu. Ich habe es leider nicht geschafft, die paar Kleinigkeiten abzustellen, die am Ende eben den Unterschied ausgemacht haben. Dass ich hier wieder nur Vierte wurde, ist aber zum Teil auch dem Reglement geschuldet“, analysierte „Jacka“ den Renntag im winterlich verschneiten, aber auch sehr neblig-trüben Wintersport-Ort im Hochsauerland.

1. Lauf versprach Spannung

Mit den Reglementänderungen sprach die in einem Monat 26 Jahre alt werdende Lölling die im Vorjahr eingeführte Gewichtsregel an, die vereinfacht ausgedrückt kleinere bzw. leichtere Fahrerinnen bevorteilt. So präsentiert sich die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin in der Zwischenzeit zwar tatsächlich sichtbar schlanker. Doch worüber sich die meisten jungen Frauen wohl freuen würden – den Vorteil genießen immer noch kleine Fahrerinnen wie die blondgelockte Russin Elena Nikitina und Tina Hermann vom Königssee.Die machten am Ende Gold und Silber unter sich aus, nachdem der 1. Lauf ein extrem spannendes Finale verheißen hatte: Die ersten fünf Fahrerinnen trennten nur winzige neun Hundertstelsekunden. Als Fünfte feierte die Lokalmatadorin Hannah Neise zunächst ein tolles Weltcup-Debüt in der Veltins-EisArena. Am Ende war genau dieser 5. Platz das bislang beste Weltcup-Ergebnis für die noch junge Winterbergerin.

Zweiter Durchgang nicht ganz so stark

Gemeinsam Dritte nach Lauf 1 waren die im Weltcup führende Österreicherin Janine Flock und Lölling – nur Wimpernschläge davor lagen Hermann und Nikitina. Doch die Russin schaffte es im 2. Lauf, sich noch hauchdünn um sechs Hundertstelsekunden vor die aktuelle Weltmeisterin zu schieben. Weil aber Jacqueline Lölling im zweiten Durchgang nicht mehr ganz an ihren starken Auftritt zu Beginn anknüpfen konnte, setzte sich die Österreicherin doch noch um fünf Hundertstelsekunden von der Brachbacherin ab, die in Winterberg auch ihre Fan-Unterstützung aus Brachbach und dem ganzen Siegerland vermisste: „Als ich heute Morgen hier an die Bahn kam, ist mir noch einmal so richtig bewusst geworden, was mir hier heute fehlen wird. Die Unterstützung der traditionell vielen Freunde und Fans hat mir gefehlt, auch wenn ich mir bewusst bin, dass wir in dieser schwierigen Zeit eine ganz besondere Ausnahmestellung genießen und froh sein müssen, überhaupt unserem Sport nachgehen zu können.“
Ein Fan war aber doch da, das junge Rodler-Talent Max Falkenheiner aus Anzhausen hatte extra ein „Jacka“-T-Shirt für eine Unterschrift seines Idols mitgebracht und ließ am Start die Ratsche lautstark kreisen, derweil sich sein Vater im Ordner-Team des BSC Winterberg um die Organisation des Renntages kümmerte.

Noch zwei Chancen bleiben

Den Gesamt-Weltcup hat „Jacka“ Lölling nach dem ersten Rennen im neuen Jahr nun aber endgültig aus den Augen verloren. Es führt weiterhin souverän Janine Flock mit 1075 Punkten vor der Holländerin Kimberley Bos (998), die nur Siebte wurde, Tina Hermann (970) und Jacqueline Lölling (896).
Nun bleiben noch drei Chancen, um Boden gut zu machen: am 15. Januar auf der Natureisbahn in St. Moritz, am 22. Januar in Königssee sowie eine Woche später in Innsbruck. Die beiden ersten Februar-Wochen gehören dann den Weltmeisterschaften im sächsischen Altenberg.

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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