Rat verabschiedet Doppelhaushalt
1,8 Millionen Euro für Areal rund um Grundschule Weitefeld

Der dickste Batzen bei den Investitionen ist die Umgestaltung des Umfelds der Grundschule in der Ortsmitte: 1,8 Millionen Euro sollen hier verbuddelt werden.
  • Der dickste Batzen bei den Investitionen ist die Umgestaltung des Umfelds der Grundschule in der Ortsmitte: 1,8 Millionen Euro sollen hier verbuddelt werden.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

dach Weitefeld. Auf satten 210 Seiten ist der Doppelhaushalt für Weitefeld niedergeschrieben. Auf Heller und Pfennig ist dargelegt, wofür welches Geld in diesem und im kommenden Jahr ausgegeben werden soll. Der Gemeinderat hat das „Werk“ am Dienstagabend in einer Online-Sitzung einstimmig goutiert.
Bei beiden Haushaltsjahren steht unterm Strich ein Minus. 2021 sind es im Ergebnisetat 224.000 Euro, 2022 dann 26.000 Euro. Das ist man in Weitefeld eher nicht gewohnt: Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt hier zum Jahresende 22 Euro. Im Landesdurchschnitt sind es bei Ortsgemeinden vergleichbarer Größe 485 Euro. Das soll aber nicht bedeuten, dass Weitefeld in dieser Kategorie „aufholt“. Mittelfristig dürfte die Gemeinde wieder schwarze Zahlen schreiben. Bis 2024 rechnet Michael Runkel wieder mit einem Plus. Von daher kommt der Kämmerer auch in Bezug auf das aktuelle Zahlenwerk zu dem Schluss: „Das ist immer noch ein stabiler Haushalt.“

Die Pandemie spielt nämlich erheblich in das Zahlenwerk hinein. In puncto Gewerbesteuer geht man von Mindereinnahmen in Höhe von 400.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr aus – jeweils. 2021 und 2022 sollen es 900.000 Euro sein. Der Anteil an der Einkommensteuer bleibt in beiden Jahren mit knapp 1,3 Millionen Euro nahezu unverändert.

Personalkosten als dicker Batzen im Haushalt Weitefeld

Allerdings ist das Daadener Rathaus dafür bekannt, eher defensiv zu rechnen. Es ist also durchaus im Bereich des Möglichen, dass die tatsächlichen Zahlen letztlich deutlich besser ausfallen als im Plan niedergeschrieben – und dass beide Fehlbeträge am Ende in positive Ergebnisse umschwingen.
Doch wer viel hat, dem wird viel genommen. Trotz Corona-Krise ist Weitefelds Steuerkraft gestiegen, sodass Kreis und Verbandsgemeinde die Hände aufhalten.

Die Überweisung nach Daaden fällt allerdings – dank gesenkter Umlage – nur bedingt höher aus, nämlich um 464 Euro (642.000 Euro gesamt), die nach Altenkirchen steigt dafür um 228.000 Euro auf knapp 1,4 Millionen Euro.
Ebenfalls ein dicker Batzen im Haushalt: die Personalkosten, die sich im kommenden Jahr der Millionengrenze nähern. Tarifliche Erhöhungen machen daraus eigentlich einen Automatismus. Allerdings übernimmt das Land jeweils über 600.000 Euro der Kosten für die Mitarbeiterinnen der Kita „Sonnenwiese“.

Weitefeld investiert kräftig

An den Steuerschrauben wird jedenfalls nicht gedreht, dafür hingegen ordentlich investiert, summa summarum rund 4,9 Millionen Euro. Das Sparbuch ist aber noch so gut gefüllt, dass lediglich 258.000 Euro über eine Bank finanziert werden müssen. Im Mittelpunkt steht dabei die Umgestaltung des Bereichs Grundschule mit 1,8 Millionen Euro über beide Jahre verteilt. Hier stehen bekanntlich hohe Fördersummen aus Mainz bereit, ebenso für den Umbau Dorfgemeinschaftshaus (1,5 Millionen Euro). Die Erweiterung des Friedhofs Oberdreisbach schlägt laut Plan mit 200.000 Euro zu Buche, die weiteren Maßnahmen für das Baugebiet „Auf dem Zilienbusch“ mit 210.000 Euro, die Fertigerschließung „Fortsetzung Waldweg“ mit 240.000 Euro.

Keine Grundsatzdebatte im Rat Weitefeld

Eine Grundsatzdebatte – in einer Haushaltssitzung durchaus üblich – gab es nicht. Wenn auch Ortsbürgermeister Karl-Heinz Keßler konstatierte: „Es sind schon mächtige Zahlen, die wir bewegen. Aber wir schaffen auch Gegenwert im Ort.“ In diese Kerbe schlug auch Heribert Weber. „Wir brauchen kein schlechtes Gewissen oder Angst zu haben“, meinte der Sozialdemokrat und hatte dabei eben die Fördergelder aus dem ISEK-Programm im Sinn. Diesbezüglich kommentierte Dirk Langenbach (FWG): „Wenn wir das hinbekommen, haben wir es gut gemacht.“

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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