3000 Kilometer für den guten Zweck gelaufen

Benefizlauf für ehemalige Mitschülerin Jasmin in Daaden

sz Daaden. Knapp 400 Schüler und Schülerinnen der Hermann-Gmeiner-Schule Daaden begaben sich am Montag mit ihren Lehrern auf einen Waldlauf der ganz besonderen Art. Startplatz war der Parkplatz an der Hüllbuche im Daadener »Steinchen«. Dort standen eine 4- und eine 3-Kilometer-Strecke zur Wahl. Die Runden konnten einmal oder mehrmals absolviert werden; auch war die Kombination beider Strecken möglich. Das Ganze stand unter dem Motto »Laufen für Jasmin«.

Zum Hintergrund: Jasmin Sturm aus Niederdreisbach, eine ehemalige Schülerin der Hermann-Gmeiner-Schule und noch etlichen Schülern gut bekannt, ist im Herbst vergangenen Jahres an Leukämie erkrankt. Ihr Schicksal hat die Schüler, Eltern und Lehrer in Daaden sehr berührt, zumal es sich bei ihr bereits um eine zweite sehr ernsthafte Erkrankung handelte.

Der Gedanke, hier zu helfen, reifte schon vor etlichen Wochen in der Schulgemeinschaft. Durch den Kontakt zwischen Angelika und Jürgen Sturm, Jasmins Eltern, und der Schulleitung wurde im März ein Besuchstermin auf der Station Peiper der Uni-Klinik Gießen vereinbart. Rektorin Lena Daub und Konrektor Hajo Laubenthal konnten sich so ein Bild von der Arbeit auf der Kinderkrebsstation machen, vor allem aber Jasmin einen Besuch abstatten und ihr von dem Plan eines Benefizlaufs berichten.

Vereinbart war ebenfalls ein Gesprächstermin mit Oberarzt Dr. Wössmann, der die Besucher ausführlich über Leukämie im Kindes- und Jugendalter mit all den dazugehörigen physischen und psychischen Problemen informierte. Es lag sowohl im Interesse des Ehepaars Sturm als auch der Schulleitung und des Kollegiums, den Schülern etwas über eine Krankheit zu vermitteln, die sehr von Angst besetzt ist.

Die Organisation des Projekts lag in den Händen der SMV. Verbindunglehrerin Christina Reeh und ihr SMV-Team sowie die Sportlehrer Karsten Schneider und Friederike Lichtenberger planten den Benefizlauf. Als Helfer im Einsatz waren sowohl Eltern als auch Schüler der Klassen 10, die als Streckenposten jeden Kilometer abstempelten.

Bei wunderschönem Wetter gingen die Teilnehmer an den Start. Auch einige Eltern liefen mit. Genauso wenig ließ es sich Bürgermeister Wolfgang Schneider nehmen, etliche Kilometer zu absolvieren. Für jedes Kind stand ein Laufpate zur Verfügung, der entsprechend einer vorgegebenen Staffelung für die gelaufenen Kilometer seines Schützlings zahlen muss. Viele Kinder übertrafen die kühnsten Erwartungen. So kamen Kilometerzahlen von 4 bis zu 22 Kilometer pro Schüler zusammen. Für ihren Einsatz, ihr Durchhaltevermögen und die Anstrengungsbereitschaft erhielten die Jungen und Mädchen viel Lob seitens der Lehrer und Eltern.

Nach einer ersten Einschätzung haben alle Läufer die äußerst beachtliche Strecke von etwa 3000 Kilometern zusammengetragen – also einmal quer durch Europa für den guten Zweck. Die Schule hofft, schon nächste Woche einen stattlichen Betrag an Jasmin übergeben zu können.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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