Als ob es Frösche regnen würde

Gewitterregen lässt unzählige Amphibien wandern / NABU zieht Bilanz

sz Daaden. Nach der längeren Trockenheit im Kreisgebiet kommt es nach den derzeitigen Gewitterregen oft zum schlagartigen Abwandern von jungen Fröschen und Kröten aus den Gewässern. Das plötzliche massenhafte Auftreten von Jungamphibien nach einem Starkregen erweckt den Eindruck, es hätte »Frösche geregnet«. Auf der Futtersuche wandern die Jungtiere bis in den Herbst hinein und entfernen sich bis zu mehreren Kilometern von ihrem Geburtsort. Die Wanderung ist allerdings für die Minifrösche nicht ungefährlich, denn viele Gefahren lauern auf sie.

Andere Tiere nämlich haben junge Froschschenkel zum Fressen gern, und das Überqueren der Straßen fordert einen besonders hohen Tribut. Für die Eltern der Kleinen stellen daher NABU-Aktivisten zur Frühlingswanderung Fangzäune an den besonders betroffenen Straßen, wie an der Wilhelm-Fischbach-Hütte oder der Steinches Mühle in Daaden, auf. Die Frösche, Kröten und Molche – in diesem Jahr waren es über 3000 Tiere – werden dann von ehrenamtlichen Helfern eingesammelt und sicher über die Straße getragen. Die NABU-Gruppe Daaden betreut seit vielen Jahren Schutzzäune im Kreisgebiet.

»Aber Schutzzäune schützen nur vorübergehend vor dem Aussterben«, erklärt die NABU-Vorsitzende Sigrid Schmidt-Fasel. Deshalb hat der NABU mehrere Teiche als Ersatzlaichgewässer angelegt oder erworben, um den quakenden Gesellen auf die Sprünge zu helfen. Bei den diesjährigen Kontrollen war das Wasser stellenweise vor lauter Kaulquappen schwarz gefärbt. Schmidt-Fasel ist daher über den diesjährigen »Froschregen« sehr erfreut, hilft er doch, dem Abwärtstrend der Amphibien entgegenzuwirken.

Wer sich näher über Kermit & Co. informieren oder sich aktiv am Amphibienschutz beteiligen möchte, meldet sich im NABU-Naturschutzzentrum Westerwald, Alte Schule, 56412 Holler bei Roger Best unter Telefon (02602) 970133. Dort kann auch eine 56-seitige Broschüre mit Tipps für amphibiengerechte Gärten und Gartenteiche bezogen werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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