Altes Fachwerkhaus im Daadener Land brannte völlig nieder

Spontane Nachbarschaftshilfe für die vier Bewohner in Mauden/Schaden rund 200000 Euro / Gebäude steht auf historischem Grund und Boden

rai Mauden. Ein Raub der Flammen wurde gestern das alte Jagdhaus in Mauden: Das von vier Erwachsenen - darunter auch der Eigentümer und seine Frau - in zwei Haushalten bewohnte und mehr als 300 Jahre alte Fachwerkhaus mit landwirtschaftlichen Räumen wurde so stark beschädigt, dass es wahrscheinlich abgerissen werden muss. Die Bewohner, die sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht in dem Haus befanden, haben durch das Feuer sämtliches Hab und Gut verloren. Den Sachschaden beziffert die Kriminalinspektion Betzdorf auf rund 200000 e.

Gegen 12.30 Uhr war der Brand aus bislang noch ungeklärter Ursache ausgebrochen und bemerkt worden. Beim Eintreffen der Wehren, habe es bereits eine starke Rauch- und Qualmentwicklung gegeben, so Einsatzleiter Peter Pauschert. Währenddessen wüteten die Flammen bereits im Inneren des Hauses. Zwei Etagen und der Dachstuhl wurden ein Raub der Flammen. Es war den Wehrleuten während des Einsatzes nicht möglich, in das historische Haus im Ortskern von Mauden zu gehen, denn: »In das Haus reinzugehen wäre lebensgefährlich gewesen«, berichtete Pauschert, und: »Das Haus war nicht mehr zu retten.« Stundenlang waren die Wehrleute damit beschäftigt, die immer wieder neu entfachten Glutnester, die auch unter der Holz- und Schieferverkleidung loderten, zu löschen. Die Arbeiten wurden durch gefrierendes Löschwasser erschwert. Das RWE musste oberirdische Stromleitungen zu dem Haus kappen.

Spontane Hilfe gab es von der Bevölkerung, die die Floriansjünger bei den eisigen Temperaturen mit warmen Getränken versorgten. Spontan geholfen wurde gestern auch den vier obdachlos gewordenen Bewohnern des Hauses.

Das alte Jagdhaus, das nun ein Opfer der Flammen wurde, steht auf historischem Grund: Denn dort soll ein Wasserschlösschen gestanden haben. Im Jahre 1261 wurde der Ritter Anselm von Mauden erwähnt, der an dem dritten Kreuzzug teilgenommen hatte, berichtete Rosenkranz. Das Schlösschen, so Rosenkranz weiter, sei vermutlich im 30-jährigen Krieg zerstört worden. Heute stehen hier noch das Gesinde- und Ritterhaus. In diesen Komplex gehört auch das benachbarte alte Jagdhaus, dessen Grundbau im 16. Jahrhundert errichtet worden sein soll.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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