Auch in Schutzbach sind Baugebiete gefährdet

Durch die geplanten Vogelschutzgebiete/Gemeinde will Verfahren dennoch weiterführen

Schutzbach. Auch die Ortsgemeinde Schutzbach hat große Schwierigkeiten bei der Planung eines neuen Baugebiets durch die Richtlinien der geplanten EU-Vogelschutzgebiete. Damit hatte sich der Ortsgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu befassen. Drei Erweiterungsflächen für eine Wohnbebauung hat Schutzbach für die 3. Teilfortschreibung des Flächennutzungsplanes bei der Verbandsgemeinde vorgeschlagen. Ein im Bereich der Talaue gelegenes Areal war bereits im Vorfeld von der Kreisverwaltung unter Hinweis auf die dort nach dem Landespflegegesetz festgesetzte Schutzfläche verworfen worden.

Zweite Variante wird favorisiert

Die beiden anderen Flächen liegen »Auf der Bühnhardt«, wobei eine vom Gemeinderat bevorzugt wird, weil sie am ehesten wirtschaftlich zu erschließen ist. Die zweite Variante wird von der Kreisverwaltung favorisiert, weil bei dieser der Eingriff in Natur und Landschaft geringer ausfallen wird. Der anwesende Städteplaner, Dipl.-Ingenieur Brechtel (Boppard), sah in letzterem Bereich jedoch keine Alternative, weil aufgrund der starken Hanglage des Gebiets die Erschließung und Wohnbebauung in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis stehe. Vom potenziellen Vogelschutzgebiet wären beide Flächen komplett betroffen. Die Fortführung der bauleitplanerischen Verfahren (Flächennutzungsplan und Bebauungsplan) wird dadurch erschwert.

Nach Meinung des Ministeriums und der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) soll ein Gutachter beauftragt werden, der die Auswirkungen einer Wohnbebauung auf das Vogelschutzgebiet bei allen Alternativflächen und deren Umfeld untersucht. Die Kosten für ein solches Gutachten, für alle vier betroffenen Ortsgemeinden, werden auf 15000 DM bis 30000 DM geschätzt. Es kann frühestens im Juli 2002 vorliegen.

Rat segnete Gestaltungsentwurf ab

Dipl.-Ingenieur Brechtel empfahl dem Rat, das Planaufstellungsverfahren unter Einbeziehung aller noch in Betracht kommenden Flächen fortzuführen und das Gutachten in Auftrag zu geben. Auch Ortsbürgermeister Günter Niemann plädierte dafür, die bereits in Auftrag gegebenen Verfahrensschritte durchzuführen. Daraufhin segnete der Rat den Gestaltungsentwurf und den Geltungsbereich des künftigen Bebauungsplans (oberhalb der Bühnhardt) einstimmig ab.

Ebenfalls einstimmig beschloss er, den Planaufstellungsbeschluss öffentlich bekannt zu machen, die Bürger über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung öffentlich zu unterrichten (frühzeitige Bürgerbeteiligung) und von den Trägern öffentlicher Belange Stellungnahmen einzuholen.

Der »Neue Friedhof« muss neu eingefriedigt werden. Mit der Aufstellung des neuen Maschendrahtzaunes beauftragte der Rat den Verbandsgemeinde-Bauhof. Man rechnet mit Kosten zwischen 2000 und 2500 DM.

Ausbau des Struthwegs wird erfolgen

Niemann hatte sich zu Sitzungsbeginn bei Burkhard Fuchs und den Ratsmitgliedern für den unentgeltlichen Einsatz bei der Beseitigung von Schlaglöchern im Struthweg bedankt. Die Bürger hätten die Aktion begrüßt, und einige hätten auch angeboten, bei ähnlichen Aktionen mitzumachen, sagte der Ortsbürgermeister. Der vorgesehene Ausbau des Struthwegs sei durch die provisorische Instandsetzung keinesfalls hintenan gestellt. Dieser werde nach Bewilligung der beantragten Zuschüsse erfolgen.

Beratungen über Gemeindewappen

Dass der Schutzbacher Rat sich mit der Einführung eines Gemeindewappens befasst, kam in der Einwohnerfragestunde zur Sprache. Ein Bürger wollte wissen, warum die Beratungen darüber im nichtöffentlichen Teil stattfinden. Ortsbürgermeister Niemann erwiderte, dass man sich nur mit Wappenentwürfen befasse. Wenn man sich im Rat für einen Vorschlag entschieden habe, werde dieser im öffentlichen Teil einer der nächsten Sitzungen vorgestellt.

AUR

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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