Aus der Seele heraus

Am Bild „Die Pforte“ sind hier Künstlerin Barbara Pfeiffer und Bürgermeister Wolfgang Schneider zu sehen.  Foto: rai
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rai Daaden. Nur einen flüchtigen Blick auf die Bilder zu werfen, reicht nicht aus. Man sollte sich etwas Zeit lassen, um die Arbeiten von Barbara Pfeiffer auf sich wirken zu lassen – um die „eigene Wahrheit“ zu finden. Dazu ermutigt die Künstlerin den Betrachter, ja, sie fordert ihn sogar dazu auf, wie bei der Vernissage zur Ausstellung „Harmonie“ im Rathaus Daaden am Dienstag deutlich wurde.

Denn die pensionierte Kunstlehrerin weiß nur zu gut, dass jeder – ob nun sie als Künstlerin oder der Betrachter – seine eigene Wahrheit in den Bildern entdecken kann. Schließlich will sie mit „ihrer“ Wahrheit niemandem etwas überstülpen, sondern Platz für eigene Interpretationen lassen. „Harmonie“ bedeute nicht „Friede, Freude, Eierkuchen“, sagte Pfeiffer: „Das wäre nur eine Form künstlicher Harmonie.“ Für die in Weitefeld lebende Künstlerin beinhaltet das Motto das Zusammenfügen aller Meinungen, unterschiedlicher Standpunkte. Jede Sichtweise werde geachtet, „und es wird nicht gleich mit Vorurteilen bewertet.“

Darauf basierend habe jeder seinen eigenen Zugang zu Formen, Farben und Gestaltungsausdruck. Potenzial dafür findet der Betrachter in den 23 Exponaten. In jüngster Zeit verwendet Pfeiffer vermehrt sogenanntes glänzendes Schlagmetall, das ebenfalls in Mischtechnik mit Öl, Acryl und Kreide bearbeitet wird. Mal scheinen die Bilder abstrakt, wobei die Künstlerin hier lieber von Farbharmonie spricht. Weitere Arbeiten zeigen dagegen natürliche Elemente, in denen Pfeiffer dennoch mit Kreativität Welten ineinanderfließen lässt – etwa bei „Reise ins Sommerland“. Bevor im Atelier ein Bild entstehe, verriet sie, gehe sie in Meditation. Aus der Seele heraus entwickele sich die Idee, die auf der Leinwand Gestalt annehme.

Bei der Vernissage skizzierte Bürgermeister Wolfgang Schneider den künstlerischen Werdegang und spannte einen Bogen zum Malkurs, der von der VHS Daaden wieder angeboten werden soll. Los geht es am 10. Februar unter dem Motto „Schauen, was sich entwickelt“ – und erstmals leitet Barbara Pfeiffer den Kurs. Die Eröffnung wurde musikalisch umrahmt von Chiara Gilg und Anna Müller. Die Ausstellung ist bis einschließlich Sonntag, 31. Januar, geöffnet (außer Samstag). Pfeiffer ist anwesend am morgigen Donnerstag (10 bis 12 Uhr, 14 bis 16 Uhr) und am Sonntag (14 bis 17 Uhr).

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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