Aus Partnern sind längst Freunde geworden

15-jährige Beziehungen zwischen Daaden und Fontenay-le-Fleury gewürdigt

KW Daaden. 15 Jahre Partnerschaft, 15 Jahre Freundschaft zwischen Daaden und Fontenay-le-Fleury. Nachdem die Beziehung bereits vor einigen Monaten auf französischem Boden (beim Besuch der Daadener) gewürdigt worden war, ließen sich die Daadener nun beim Gegenbesuch ihrer Freunde ebenfalls nicht lange bitten und richteten am Samstag ihrerseits eine Feierstunde im Bürgerhaus aus.

Nach der musikalischen Eröffnung durch die Daadener Knappenkapelle begrüßte Bürgermeister Wolfgang Schneider die Besucher zunächst auf Französisch. Zu den Ehrengästen gehörten Jean-Jacques Lasserre, Bürgermeister von Fontenay-le-Fleury, die Europaabgeordnete Sabine Zissener, Bürgermeister i.R. Günter Wolfram und den 1. Kreisbeigeordneten Ottmar Haardt.

Schneider verglich die vor 15 Jahren eingegangene Partnerschaft der beiden Städte mit einer »zarten Pflanze, die »Früchte der Annäherung, des Verständnisses und der Freundschaft trägt«. Eine Pflanze, die im Daadener Land im sportlichen, schulischen, kulturellen, geselligen und persönlichen Bereich zu einem »festen Baum mit einem gesunden und solide ausgeprägten Wurzelwerk gewachsen ist«. Dabei habe sich durch intensiven Austausch und Dialog der beiden Kommunen ergeben, so der Bürgermeister, dass sich mittlerweile jeder der Partner jeweils in den anderen hinein versetzen könne.

In diesem Zusammenhang stellte Schneider auch fest, dass die Menschen in Fontenay-le-Fleury und in Daaden die gleichen Sorgen und Nöte hätten, »dass wir uns über die gleichen Dinge freuen und dass wir alle miteinander von der Sehnsucht nach Frieden erfüllt sind«. Zur deutsch-französischen Freundschaft allgemein sagte er, dass sie »Motor für die weitere Entwicklung in ganz Europa« sei.

Abschließend erneuerte Bürgermeister Schneider das feierliche Versprechen, das vor 15 Jahren gegeben wurde und wies auf die gemeinsame Pflicht hin, an einem vereinten Europa zu arbeiten. Auf Deutsch und Französisch schloss er mit den Worten: Es lebe die Freundschaft zwischen Fontenay-le-Fleury und Daaden.«

Bürgermeister Jean-Jacques Lasserre konnte sich den Worten Schneiders nur anschließen, erinnerte aber zugleich an die Katastrophe vom 11. September 2001 und daran, dass große Teile Europas bedroht seien. Deshalb gelte es eine »Gegenkraft« aufzubauen.

Angesichts der Tatsache, dass zehn osteuropäische Länder den Antrag auf Beitritt in die EU gestellt haben, warnte er: »Wir müssen aufpassen, dass wir mit 25 Mitgliedsstaaten nicht ein Europa der Techno- und der Bürokraten werden.« Lasserre überreichte an Schneider eine Schokolade in Form von Frankreich sowie Tabletts mit den Wappen der beiden Kommunen. Daadens Bürgermeister »revanchierte« sich mit einem Bild von Schloss Friedewald.

Die Europaabgeordnete Sabine Zissener verlieh kürzlich der Verbandsgemeinde Daaden für die 15-jährige Städtepartnerschaft die Europamedaille. Am Samstag nun erhielt sie auch der Bürgermeister von Fontenay-le-Fleury. Zu der Medaille erklärte sie: »Die Absicht und Idee der Europamedaille aber ist es nicht, bekannte Namen und Ereignisse erneut ins Gedächtnis zu rufen. Wir wollen vielmehr die Menschen auszeichnen, deren europäisches Engagement nicht im Licht einer breiten Öffentlichkeit steht, sondern die auf lokaler Ebene Menschen unterschiedlicher Nationalitäten zusammen bringen.«

Eine Hochzeit fehlt noch

Alt-Bürgermeister Günter Wolfram erinnerte in seiner Rede an jene Zeit vor 15 Jahren, als noch Grenzkontrollen und das Geldwechseln üblich waren. Seit dieser Zeit sei Europa ein großes Stück zusammen gewachsen sei. Nach wie vor sei es wichtig, Vorurteile und Vorbehalte zu überwinden, »damit man in Frieden und Freiheit leben kann«. Schüler und Vereine hätten dies in die Tat umgesetzt. Schmunzelnd schloss Wolfram mit der Bemerkung: »Was noch fehlt, ist eine Hochzeit zwischen einer Bürgerin und einem Bürger aus Daaden und Fontenay-le-Fleury.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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