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Radweg die größte Investition
Ausschuss der Verbandsgemeinde berät über Haushalt

Ein durchgängiger Radweg von der Landesgrenze bei Lippe bis nach Alsdorf wird schon bald Realität.
  • Ein durchgängiger Radweg von der Landesgrenze bei Lippe bis nach Alsdorf wird schon bald Realität.
  • Foto: Pixabay (Symbolfoto)
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damo Daaden. 730.000 Euro sind im kommenden Jahr für den Bau eines Radwegs durch das Daadetal vorgesehen. Das geht aus der Aufstellung der geplanten Investitionen hervor, die die Verwaltung am Donnerstagabend im Zuge der Beratungen für den Haushalt 2022 vorgelegt hat. Es war zunächst am Haupt- und Finanzausschuss, diese Aufstellung zu goutieren. Und das tat er.

Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Millionen Euro sind seitens der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf für das kommende Jahr geplant – allem voran eben des Radwegs erster Teil. Wobei noch nicht ganz klar ist, wann man hier wirklich in medias res gehen, wie Wolfgang Schneider auf Nachfrage der SZ erläuterte.

damo Daaden. 730.000 Euro sind im kommenden Jahr für den Bau eines Radwegs durch das Daadetal vorgesehen. Das geht aus der Aufstellung der geplanten Investitionen hervor, die die Verwaltung am Donnerstagabend im Zuge der Beratungen für den Haushalt 2022 vorgelegt hat. Es war zunächst am Haupt- und Finanzausschuss, diese Aufstellung zu goutieren. Und das tat er.

Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Millionen Euro sind seitens der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf für das kommende Jahr geplant – allem voran eben des Radwegs erster Teil. Wobei noch nicht ganz klar ist, wann man hier wirklich in medias res gehen, wie Wolfgang Schneider auf Nachfrage der SZ erläuterte. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass zunächst noch Genehmigungen in Sachen Naturschutz und Wasserrecht eingeholt werden müssten. Die entsprechende Fachleute würde damit nun beginnen.

Die Weichen sind gestellt.
Wolfgang Schneider
Bürgermeister

Der Radweg, der von der Landesgrenze nahe Lippe bis zum Übergang Schutzbach/Alsdorf führen soll, wird allerdings nicht wirklich neu gebaut. Zum Großteil folge er bereits bestehenden Strecken, so Schneider. Gleichwohl müssten einige Abschnitte in ihrer Beschaffenheit verbessert werden. Zudem gebe es einige neuralgische Punkte, an denen es verkehrstechnisch zu feilen gelte, etwa im Bereich der Steinches Mühle. Dennoch: „Die Weichen sind gestellt. Wir sind unterwegs“, sagte Schneider, auch im Hinblick auf die Fördersumme von 1,1 Millionen Euro, die Mainz für das Projekt bereits zugesagt hat.

900.000 Euro für die Feuerwehr

Weil Verbandsgemeinden für den Brandschutz zuständig sind, ist der Posten Feuerwehr naturgemäß ebenfalls nicht zu verachten. Summa summarum geht es um rund 900.000 Euro, wobei der Löwenanteil für Fahrzeuge des Löschzugs Herdorf aufgebracht wird. 296.000 Euro kostet ein Tanklöschfahrzeug, 220.000 Euro ein Mehrzweckfahrzeug. Für 150.000 Euro soll die Technik der Feuerwehreinsatzzentrale auf Vordermann gebracht werden.

150.000 Euro sind für Photovoltaikanlangen auf Dächern von Gebäuden vorgesehen, die sich in der Hand der Verbandsgemeinden befinden. Peter Bosbach (FDP) wollte auch im Hinblick auf die personelle Situation im Bauamt wissen, ob eine Umsetzung denn auch realistisch sei. Ja, meinte Schneider, das sei genau so geplant. Sollten aber Engpässe in puncto Material entstehen, werde die Verwaltung frühzeitig darüber informieren.
64.000 Euro fließen in die Generalsanierung der Toiletten an der Grundschule Friedewald. 40.000 Euro soll eine Heizung in der Obdachlosenunterkunft in Herdorf kosten. Hinzu kommen 50.000 Euro für generelle Sanierungsarbeiten – die allerdings als Unterhaltungsmaßnahme geführt werden. Auch unter diesem Posten taucht die Feuerwehr Herdorf auf. 25.000 Euro kostet der Austausch des Ölabscheiders, 18.000 Euro der Anstrich des Domizils an der Hermann-Goetze-Straße. Für 15.000 Euro wird das ausgemusterte Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug umgebaut, damit es weiterhin in Derschen Dienst tun kann.

Finanz-„Knick“ wohl vorprogrammiert

Ob denn für die Grundschulen mobile Lüftungsgeräte vorgesehen seien, wollte Bosbach wissen. Selbst mit solchen Geräten müsse man trotzdem die Fenster öffnen, so Bürgermeister Schneider, der die Devise „lüften, lüften, lüften“ ausgab. Man habe in Absprache mit den Schulleitungen CO2-Ampeln angeschafft.

Zur generellen Finanzlage hatte Michael Runkel Zahlen mitgebracht, und zwar gute: Rund 22 Millionen Euro werden die beiden Städte und acht Ortsgemeinden im kommenden Jahr an Steuern wohl einnehmen – und damit 3,8 Millionen Euro mehr als fürs laufende Jahre kalkuliert war. „Hätte man gar nicht erwartet“, so der Kämmerer. Das große Aber folgte auf dem Fuße: Dieser Kalkulation liegen demnach die Bilanzen und Abschlüsse vor Corona zugrunde. Runkel: „Der Knick kommt wahrscheinlich im nächsten oder übernächsten Jahr.“

Die Verbandsgemeindeumlage könne man aus Sicht der Verwaltung wohl bei 21 Prozent belassen, meinte Runkel auf Nachfrage von Uwe Geisinger (CDU) – allerdings ohne Gewähr.
Nach oben korrigiert wird aber die Gebührenbelastung in Sachen Wasser/Abwasser. Zwar müssen noch der Werkausschuss und vor allem der Verbandsgemeinderat zustimmen, aber es ist vorgesehen, dass gewisse wiederkehrende Beiträge im Centbereich steigen. Bürgermeister Schneider stellte dazu eine Modellrechnungen vor: Ein Musterhaushalt mit vier Personen werde jährlich etwa 31 Euro mehr bezahlen müssen.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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