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Stadtrat springt in die Bresche
Biersdorf bekommt eine neue Kita

Auf der Parzelle unterhalb des Friedhofs und in  Verlängerung des Parkplatzes soll die neue Kita für den
Stadtteil Biersdorf gebaut werden.
  • Auf der Parzelle unterhalb des Friedhofs und in Verlängerung des Parkplatzes soll die neue Kita für den
    Stadtteil Biersdorf gebaut werden.
  • Foto: damo
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

damo Daaden.  Es ist etwa 20 Jahre her, da wurde ein Schwein namens „demografischer Wandel“ durch sämtliche Dörfer getrieben. Und eines der Szenarien, das landauf, landab immer wieder in den Diskussionen auftauchte, war das der Kindergärten, die in Senioren-Wohnstätten umgebaut werden müssen. Heute weiß man: Die Gesellschaft altert zwar – aber es gibt eben auch noch reichlich Dreijährige. Und das trifft auch auf die Stadt Daaden zu: Das Thema Kinderbetreuung hat sich am Montag wie ein roter Faden durch die Sitzung des Stadtrats gezogen.

So hat sich der Rat mit Wartelisten in der Kommunalen Kita beschäftigt, einmal mehr über die Blockhütte für die Wald-Kita geredet und den Bau einer neuen Kita in Biersdorf auf den Weg gebracht.

damo Daaden.  Es ist etwa 20 Jahre her, da wurde ein Schwein namens „demografischer Wandel“ durch sämtliche Dörfer getrieben. Und eines der Szenarien, das landauf, landab immer wieder in den Diskussionen auftauchte, war das der Kindergärten, die in Senioren-Wohnstätten umgebaut werden müssen. Heute weiß man: Die Gesellschaft altert zwar – aber es gibt eben auch noch reichlich Dreijährige. Und das trifft auch auf die Stadt Daaden zu: Das Thema Kinderbetreuung hat sich am Montag wie ein roter Faden durch die Sitzung des Stadtrats gezogen.

So hat sich der Rat mit Wartelisten in der Kommunalen Kita beschäftigt, einmal mehr über die Blockhütte für die Wald-Kita geredet und den Bau einer neuen Kita in Biersdorf auf den Weg gebracht.
Dabei ist die letztgenannte Entscheidung eindeutig die mit der größten Tragweite: Auch wenn Fördermittel fließen werden, muss die Stadt reichlich Geld in die Hand nehmen, um eine neue Zwei-Gruppen-Kita in Biersdorf zu bauen.

Ev. Kirchengemeinde zog sich als Träger zurück

Den Ausschlag dafür hat die Entscheidung der Ev. Kirchengemeinde gegeben, sich aus der Kita-Trägerschaft in Biersdorf zurückzuziehen. Die Begründung: Angesichts knapper Ressourcen sei es der Kirchengemeinde künftig nicht mehr möglich, zwei Kitas im Stadtgebiet zu betreiben. Und so soll die Ev. Kita in Daaden fortgeführt werden – die in Biersdorf aber eben nicht.

Verzichtbar ist die Zwei-Gruppen-Einrichtung in dem alten Bergmannsdorf aber keineswegs. Und so springt die Stadt in die Bresche. Folgende Vorgehensweise ist beschlossen worden:
Die Stadt wird die Trägerschaft so bald wie möglich übernehmen; angestrebt ist ein Wechsel zum 1. Januar 2022. Die bisherigen Mitarbeiter sind herzlich willkommen, den Arbeitgeber zu wechseln: Bislang liegen Stadtbürgermeister Walter Strunk schon neun Bewerbungen vor, und die ersten Vorstellungsgespräche stehen in dieser Woche auf der Agenda.

Die Stadt wird ein neues und zeitgemäßes Kita-Gebäude mit 50 bis 60 Plätzen errichten, und zwar in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule und zur Turnhalle. So sollen die Bildungseinrichtungen gebündelt werden. Das Gelände ist bereits ans ÖPNV-Netz angeschlossen, zugleich aber wird die neue Kita für viele Biersdorfer fußläufig zu erreichen sein. Und nicht zuletzt gehört die Parzelle, die bebaut werden soll (unterhalb des Friedhofs) bereits der Stadt – zähe Grundstücksverhandlungen wird’s also nicht geben. „Der Standort ist optimal“, bilanzierte Walter Strunk.

Allerdings kann es ein paar Jahre dauern, bis die Kids umziehen können. Bis dahin soll das bisherige Kita-Gebäude weiter genutzt werden. Die Kosten für den Betrieb und für die Ausstattung werden dann aber zu Lasten der Stadt gehen; im Rathaus wird bereits an einer entsprechenden Nutzungsvereinbarung gefeilt. All das hat der Rat am Montag auf den Weg gebracht – und zwar geschlossen, ohne ein einziges kritisches Wort. Auch den Rückzug der Ev. Kirchengemeinde hat niemand angeprangert. Ganz im Gegenteil: Strunk hat der Kirchengemeinde dafür gedankt, dass sie jahrelang als freier Träger die Kita in Biersdorf betrieben hat.

 Jahr für Jahr neue Wartelisten

Neben der neuen Kita in Biersdorf hat aber auch die bestehende kommunale Einrichtung in Daaden breiten Raum in der Sitzung eingenommen. So skizzierte Leiterin Brita Comisel den aktuellen Status quo. Und der lässt sich leicht zusammenfassen: Sowohl die Wald-Gruppe als auch die übrigen Gruppen in der „Alten Bahnhofsschule“ laufen rund – und zwar derart, dass es auf absehbare Zeit Jahr für Jahr neue Wartelisten geben wird. Auf der einen Seite ist das erfreulich, meinte Strunk, schließlich belege das deutlich, dass das Team einen guten Job macht und genau das auch draußen ankommt. Andererseits sei es natürlich unbefriedigend, nicht alle Kinder aufnehmen zu können.
Aber: Das dürfte eine temporäre Überlastung sein, meinte Stephan Wagener, der im Kreishaus für die Kita-Planung zuständig ist. Er berichtete von einem extrem geburtenstarken Jahrgang und riet davon ab, einen weiteren Kita-Bau anzupacken.

Und doch werden die Daadener nicht nur in Biersdorf bauen: Nach erstaunlich langem und zähem Ringen ist der Bebauungsplan für die Blockhütte der Waldgruppe jetzt endlich in trockenen Tüchern.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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