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Die Letzten könnten die Ersten sein
Breitband-Ausbau in Daaden soll weitergehen

Noch gibt es weiße Flecken auf der Breitband-Landkarte der Stadt Daaden. Gut möglich, dass diese Lücken in absehbarer Zeit geschlossen werden - und zwar mit einer High-End-Lösung.  Foto: SZ-Archiv
  • Noch gibt es weiße Flecken auf der Breitband-Landkarte der Stadt Daaden. Gut möglich, dass diese Lücken in absehbarer Zeit geschlossen werden - und zwar mit einer High-End-Lösung. Foto: SZ-Archiv
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damo Daaden. Alle fünf Jahre gibt es eine kurze Phase, in der die Kommunalpolitik ruht: nach den Wahlen. Da haben die Räte in der alten Besetzung ausgedient, und die neuen haben sich noch nicht konstituiert. Im Daadener Land war diese Zeitspanne diesmal recht lang: Gewählt wurde Ende Mai, aber erst nach Sommerpause sind die neuen Räte an den Start gegangen. Allerdings dreht sich die Welt außerhalb der Bürgerhäuser und Rathäuser weiter – und so hatte der Stadtrat Daaden gestern vor allem eine Aufgabe: All die Eilentscheidungen abzusegnen, die Stadtbürgermeister Walter Strunk mit seinen Beigeordneten in der rat-losen Zeit getroffen hat.

Die wohl wichtigste: Die Stadt Daaden wird auch am zweiten Abschnitt des Breitbandprojekts des Kreises teilnehmen.

damo Daaden. Alle fünf Jahre gibt es eine kurze Phase, in der die Kommunalpolitik ruht: nach den Wahlen. Da haben die Räte in der alten Besetzung ausgedient, und die neuen haben sich noch nicht konstituiert. Im Daadener Land war diese Zeitspanne diesmal recht lang: Gewählt wurde Ende Mai, aber erst nach Sommerpause sind die neuen Räte an den Start gegangen. Allerdings dreht sich die Welt außerhalb der Bürgerhäuser und Rathäuser weiter – und so hatte der Stadtrat Daaden gestern vor allem eine Aufgabe: All die Eilentscheidungen abzusegnen, die Stadtbürgermeister Walter Strunk mit seinen Beigeordneten in der rat-losen Zeit getroffen hat.

Die wohl wichtigste: Die Stadt Daaden wird auch am zweiten Abschnitt des Breitbandprojekts des Kreises teilnehmen. Gerade ist im Daadener Land die erste Phase des kollektiven Netzausbaus vollendet worden: „Wir sind vernetzt und freigeschaltet worden“, berichtete Strunk und erinnerte daran, dass jetzt die Bürger am Zug sind. Wer die Vorzüge des schnellen Internets nutzen will, muss mit seinem Provider einen entsprechenden Vertrag abschließen.

Aber die Vollendung der Ausbaustufe 1 bedeutet eben noch nicht, dass wirklich alle Lücken geschlossen worden wären. Es gibt nach wie vor einige weiße Flecken auf der DSL-Landkarte – in Daaden ist das zum Beispiel ein Teil des Silberbergs. Um solche Areale geht es im zweiten Teil des Breitbandclusters des Kreises: Erklärte Zielsetzung ist es, jetzt die Gebiete ans Netz zu hängen, in denen der Router spürbar unter 30Mbit/sek verharrt. Oft sind das Randlagen oder einzelne Gehöfte.

Das Besondere am zweiten Teil des Clusters: Geplant ist, die unterversorgten Gebiete so zu erschließen, dass nicht in ein paar Jahren nachgebessert werden muss – das Zauberwort heißt „Gigabitlösungen“. Und das wiederum steht für direkte Glasfaser-Hausanschlüsse, was im Ergebnis zu der etwas paradoxen Situation führt, dass die Bereiche, die bislang unterversorgt waren, bald auf weitaus leistungsfähigere Datenverbindungen zurückgreifen können als das Gros des Haushalte.

Dieses Vorgehen ist der Förderkulisse geschuldet: Bund und Land werden sich nur dann finanziell beteiligen, wenn Gigabitlösungen angestrebt werden. Dann kommen 50 Prozent der Kosten aus Berlin, 40 Prozent aus Mainz. Und lediglich 10 Prozent muss die Kommune beisteuern. Das gilt auch für die geplante Gigabit-Anbindung der Gewerbegebiete, die ebenfalls elementarer Bestandteil des 2. Breitbandclusters ist.

Trotz der 90-Prozent-Förderung kann das Internet-Projekt für die Kommune teuer werden – schließlich geht es jetzt um genau die Bereiche, die man im ersten Kreis-Breitbandprojekt aus Kostengründen ausgeklammert hatte. In der Verwaltungsvorlage zum Thema ist von „unverhältnismäßig hohen Kosten“ die Rede.

Wie viel Geld die Stadt am Ende in die Hand nehmen muss, steht aber noch völlig in den Sternen. Walter Strunk und die Beigeordneten haben lediglich die Willensbekundung abgegeben, dass Daaden auch bei der zweiten Ausbaustufe dabei sein will – und das musste fristgerecht erklärt werden. Allerdings ist damit noch kein Beschluss über einen tatsächlichen Ausbau gefasst: „Alle weiteren Schritte muss der Rat beschließen“, verdeutlichte Strunk.

Er informierte den Rat auch über zwei weitere Entscheidungen, die in den vergangenen Monaten getroffen werden mussten: So ist eine Einzelgarage für den Sportplatz angeschafft worden, und im Bürgerhaus sind Sonnenschutzanlagen eingebaut worden.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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